DFJV-Literaturseite
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Sprechen und Moderieren: in Radio, Fernsehen und Social Media
von Clemens Nicol, Stefan Wachtel und Antje Keil
Köln: Herbert von Halem 2022 – 288 Seiten (7. komplett überarbeitete Auflage)Das Buch: Die Neuauflage erscheint in der Reihe Praktischer Journalismus als Band 23.
Das Autorinnen- und Autoren-Team: Stefan Wachtel zählt den Angaben zufolge zu „Leading Coaches of the World“. Antje Keil ist Moderatorin bei SWR2 und Expertin im Fernsehen zum Thema Stimme. Clemens Nicol ist akademisch ausgebildeter Sprechtrainer.
Die Themen:
- Mitten im Podcast-Zeitalter
- Sprech- und Moderationstrainings
- Formen des Sprechens
- Stile, Rollen und Muster
- Vorlesen
- Frei Sprechen und Moderieren
- Moderation
- Aussprache, Stimme, Sprachaufnahme
- In Wohnzimmer und Studio produzieren
- Optik
- Profisprecher:innen
- Interview
- Qualität und Feedback
- Wege zum Training
- Casting-Vorbereitung
- Lampenfieber
Das Resümee:
- Das Team möchte „mit der Praxis des Sprechens und Moderierens vertraut machen, so wie es gefragt und zeitgemäß ist“.
- Das Buch befasst sich mit der Mündlichkeit im Journalismus, behandelt journalistische Formate, die von der mündlichen Form bestimmt sind.
- Journalismus ist Haltung und Handwerk. Dieses Buch liefert nützliches und praktisches Handwerkzeug für den Einsatz des gesprochenen Worts.
- Wesentliche Themen sind u. a. Atemtechnik, denken und sprechen, Kamera, Mikrofon, Podcast, Sprechausdruck, Stimme, Verständlichkeit und Vorgespräch. Dem Interview wird ein eigener Abschnitt gewidmet.
- Möglichkeiten des Downloads von Hörbeispielen erweitern und vertiefen das Lernangebot. Die stichprobenweise Überprüfung dieses Services verlief erfolgreich.
- Realitätsnahe Sprechsituationen führen in die Kapitel ein. „Praxis-Essentials“ fassen wesentliche Aspekte zusammen. Zahlreiche Abbildungen veranschaulichen Sachverhalte. Hervorhebungen und Gliederungen und die Nutzung farblicher Elemente erhöhen die Lesefreundlichkeit.
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Fake News: Wie erkennen und wie sich dagegen wehren?
von Mauro Munnafó
Zürich: Midas 2021 – 125 SeitenDas Buch: Der Titel behandelt Auswüchse des Internets und der sozialen Netzwerke und ihre Folgen. Dazu befasst sich der Autor mit Fake News, Cybermobbing und Internet-Hass.
Der Autor: Mauro Munafò ist nach Verlagsangaben Journalist bei der Zeitschrift L’Espresso und Co-Manager der Webseite wie auch sämtlicher Auftritte des Magazins in den sozialen Medien. Er beschäftigt sich seit Längerem intensiv mit der Nutzung und dem Missbrauch von sozialen Netzwerken und dem Web durch Politiker und Institutionen und hat zahlreiche Reportagen über Online-Hass und Fake News im Internet verfasst.
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Die Themen:
- Vom antiken Griechenland bis zu Hitler
- Zehn, hundert, tausend Fake News
- Die Dreckschleuder
- Zwischen Propaganda und Politik
- An Fake News erkrankt
- Wenn Fake News töten
- Die Mächtigen verschweigen uns etwas
- Fact-Checking und Debunking
- Es ist nicht wahr, aber ich glaube es
- Deepfake, die letzte Grenze
- Fake News erkennen und entlarven
- Hass im Netz
- Der professionelle Hater und der von nebenan
- Der Mobber geht in den Cyberspace
- Die realen Schäden des virtuellen Mobbings
- Kein lustiges Spiel
- Angriff auf die Privatsphäre: Doxing und Rachepornos
- Persönlicher Aktionsplan gegen Cybermobbing
Das Resümee:
- Der Band widmet sich den Schattenseiten des Internets.
- Aus Sicht des Autors will dieses Buch mit Informationen, Daten, Studien und Fakten etc. einige der dunklen Seiten des Internets untersuchen.
- Der Verfasser analysiert Falsch- und Fehlinformationen insbesondere von Online-Plattformen. Ebenso Formen der Beleidigungen, Bloßstellungen, Bedrohungen und andere Belästigungen aus dem Netz sowie weiterer Formen digitaler Gewalt und Problemdarstellungen.
- Diese einführende Darstellung vermittelt grundlegendes Wissen, informiert und sensibilisiert, macht Probleme und Gefahren bewusst und bietet prinzipielle Lösungsansätze.
- Das Buch ist gut zu lesen und bringt die Themen auf den Punkt. Vielfältige Illustrationen bereichern die Veröffentlichung und steigern die Lesefreundlichkeit.
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Zeitungsqualität und Markenimage: Eine quantitative Milieustudie zur Qualität deutscher Tageszeitungen
von Irene Kramer
Baden-Baden: Nomos 2022 – 406 SeitenDas Buch: Dieses Buch ist dem Vernehmen nach die überarbeitete Fassung der Dissertationsschrift der Autorin, die von der Universität Hohenheim angenommen wurde. Der Band erscheint in der Reihe „medien SKRIPTEN“ als Band 59.
Die Autorin: Die Arbeit ist den Angaben zufolge während der Tätigkeit der Verfasserin als Doktorandin am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Hohenheim entstanden.
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Die Themen:
- Einleitung, u. a. Relevanz der Untersuchung
- Theoretischer Rahmen, u. a. Journalismus, Qualität und Markenführung bei Medien
- Empirische Untersuchung, u. a. quantitative Online-Befragung, Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
- Schlussbetrachtung, u. a. Zusammenfassung der Ergebnisse
Das Resümee:
- Ziel der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeit liegt laut Autorin darin, mittels theoretischer und empirischer Analysen zu untersuchen, wie es um die Zeitungsqualität steht unter Einbezug verschiedener Einflussfaktoren.
- Drei Forschungsfragen leiten die Arbeit: 1. Wie beeinflusst das Markenimage von Medientiteln die Bewertung von Zeitungsqualität? 2. Welchen Einfluss hat die Milieuzugehörigkeit auf die Qualitätswahrnehmung von Tageszeitungen? 3. Werden gedruckte und digitale Zeitungen unterschiedlich in ihrer Qualität und in ihrem Markenimage wahrgenommen?
- Insgesamt 117 Tabellen und Abbildungen bereiten die Ergebnisse und Erkenntnisse auf. Die tiefe Gliederung und die Systematik der Bearbeitung erleichtern die Lektüre.
- Von berufspraktischem Interesse können beispielsweise die Darstellung der Einflussfaktoren der Qualitätswahrnehmung sein sowie insbesondere die Qualitätsdimensionen (Kriterienkatalog), weil sich Bewertungs- und Orientierungshilfen für die eigene Arbeit ableiten lassen.
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Recherchieren: Ein Werkzeugkasten zur Kritik der herrschenden Meinung
von Patrik Baab
Frankfurt/Main: Westend 2022 – 264 SeitenDas Buch: Der Titel hat nicht nur die Recherche als journalistisches Instrument zum Gegenstand. Er zielt zudem auch darauf, Kritik und Kontrolle der politischen Macht auszuüben.
Der Autor: Patrik Baab ist den Angaben zufolge Politikwissenschaftler und Journalist und hat u. a. an den ARD-Filmen „Der Tod des Uwe Barschel – Skandal ohne Ende“ (2007), „Der Tod des Uwe Barschel – Die ganze Geschichte“ (2008) sowie „Uwe Barschel – Das Rätsel“ (2016) mitgewirkt. Er ist Lehrbeauftragter für praktischen Journalismus an der Christian-Albrechts-Universität Kiel und an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Berlin.
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Die Themen:
- Recherchieren heißt aufklären
- Der journalistische Werkzeugkasten
- Themen finden
- Quellen erschließen
- Quellen prüfen
- Quellen schützen
- Memos schreiben
- Interessen analysieren
- Hypothesen entwickeln
- Recherchen planen
- Fragen stellen
- Recherchen dokumentieren
- Geschichten erzählen
- Fakten prüfen Recherchen publizieren
- Reaktionen auswerten
- Recherchieren in Zeiten der Gegenaufklärung
Das Resümee:
- Das Buch ist engagiert geschrieben und nimmt sich der Themenstellung intensiv an.
- Das Ziel von Recherchen, Nachforschung und Ermittlung neuer Tatsachen oder Ereignisse, wird in diesem Buch weiträumig ausgelegt. Es richtet sich darauf, „Macht- und Gewaltverhältnisse aufzuklären“ und der „herrschenden Meinung“ und ihren Trägern wachsam zu begegnen.
- Der Autor legt insgesamt eine kritische Veröffentlichung vor, die in vielfältiger Weise Sachverhalte prüfend, beurteilend und abwägend betrachtet.
- Unabhängig von der spezifischen Zielsetzung erweist sich diese Veröffentlichung als vortreffliches Arbeitsbuch zur Recherche mit vielseitigen Hinweisen, Empfehlungen und Impulsen. Beispielsweise sind die Abschnitte „Methoden der Manipulation erkennen“ oder „Interessenanalyse“ als vorzüglich zu erwähnen.
- Das Buch lässt sich als verständlich und lesefreundlich einordnen. Viele Infokästen fassen wichtige Informationen zusammen oder bereiten sie checklistenartig auf. Das umfangreiche Sach- und Namensregister sowie die reichlichen Anmerkungen und Quellenhinweise können die eigene Arbeit unterstützen.
- Ein Buch, dass den kritischen Journalismus fordert und fördert. Dabei sollten auch ethische und rechtliche Aspekte sowie die bewusste Zielorientierung bedacht werden.
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TV und AV Journalismus: Praxisbuch für Unterricht und Training
von Andreas Elter
Baden-Baden: Nomos 2021 – 287 SeitenDas Buch: Der Titel erscheint in der Reihe Studienkurs Medien und Kommunikation, einer Lehrbuchreihe für Studierende. Band 2 eines zweiteiligen Handbuchs zum Thema TV und AV Journalismus. Der Band 1 ist 2019 zu Theorie und Praxis erschienen. Beide Bände können unabhängig voneinander benutzt werden.
Der Autor: Dr. Andreas Elter ist Fachkoordinator für Bewegtbild/Programm und Gestaltung an der ARD-ZDF-Medienakademie.
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Die Themen:
- Medienpolitik: Was wird reguliert?
- Medienwirtschaft: Wie viel Marktmacht ist erlaubt?
- Medientechnik und Medieninnovation: Was hat sich geändert?
- Mediennutzung und Distribution
- Redaktionelle Veränderungen und Senderumbau
- Crossmedia in der Praxis
- Neue Formate
- Produktion journalistischer Inhalte
- Automatisierter Journalismus
- Sprachen des Journalismus
- Regeln der einzelnen Sprachen
- Aufbau, Struktur und Dramaturgie
- Zusammenfassung
- Weiterführende Literatur
Das Resümee:
- Der Band beschreibt die Eigenarten, skizziert die besonderen Merkmale und umreißt die Anforderungen des Berufsfelds audiovisueller Journalismus. Es heißt, Fernsehen und Medien wachsen zusammen, was als letzte Stufe der Medienkonvergenz verstanden wird.
- Dazu untersucht der Verfasser drei Themenblöcke: Bedingungen und Voraussetzungen, Entwicklungen und Trends sowie Sprachen und Regeln.
- Das Lehrbuch vermittelt vielfältiges Wissen an Lernende. Zu diesem Zweck ist der Stoff didaktisch aufbereitet. Viele Beispiele und Konkretisierungen schlagen eine Brücke zur praktischen Anwendung des Lehrstoffs.
- Nach den Worten des Verfassers im Vorwort richtet sich das Lehrbuch an Studierende, angehende Journalistinnen und Journalisten, Volontärinnen und Volontäre, Dozentinnen und Dozenten, Trainerinnen und Trainer, interessierte Laien sowie journalistische Praktikerinnen und Praktiker. Zur erfolgreichen Lektüre solle jedoch ein enger Themen- oder Arbeitsbezug vorhanden sein.
- Der Band ist anschaulich und verständlich geschrieben, der Autor richtet sich oft in persönlicher Form an die Lesenden.
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Fotojournalismus im Umbruch: Hybrid, multimedial, prekär
von Elke Grittmann und Felix Koltermann (Hrsg.)
Köln: von Halem 2022 – 451 SeitenDas Buch: Das Sammelwerk widmet sich in 19 Beiträgen grundlegenden Änderungen im Fotojournalismus.
Das Autorenteam: Prof. Dr. Elke Grittmann ist Professorin für Medien und Gesellschaft am Institut für Journalismus an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Dr. phil. Felix Koltermann ist Post-Doc am Studiengang Fotojournalismus und Dokumentarfotografie der Hochschule Hannover und leitet dort ein Forschungsprojekt. Das Werk ist das Ergebnis des Zusammenwirkens von 14 Autorinnen und Autoren.
Verlagspräsentation mit Leseprobe
Die Themen:
- Digitaler Bildermarkt und Arbeitsfelder im Wandel
- Institutionelle Felder und Fotojournalismus als Profession
- Redaktionelle Praktiken und bildredaktionelle Arbeit
- Fotojournalistische Darstellungsformen und bildästhetischer Wandel
Das Resümee:
- Das Autorenteam zeigt gravierende Veränderungen im Berufsfeld auf. Die Autorinnen und Autoren greifen diese Veränderungen unter den drei Schlagwörtern Hybridisierung, Multimedialisierung und Prekarisierung auf, um den Fotojournalismus im Umbruch zu charakterisieren. Den Ausführungen zufolge haben diese Veränderungen fundamentale Auswirkungen auf die fotojournalistische Berufspraxis.
- Der Titel ist das Ergebnis von Forschungsarbeiten und lässt sich als wissenschaftliches Fachbuch einordnen. Die weitaus meisten Mitwirkenden haben einen wissenschaftlichen Hintergrund. Durch Konkretisierungen, Beispiele und Interviews wird ein Bezug zur Praxis hergeleitet.
- Vielgestaltigkeit kennzeichnet das Buch. Der Themenradius ist weit gesteckt und erfasst u. a. diese Themen: Entwicklung des Bildermarktes und der Bildagenturen, Sportfotografie im digitalen Zeitalter, rechtliche Herausforderungen oder bildredaktionelle Arbeit im Journalismus. Die 14 Autorinnen und Autoren tragen mit ihren unterschiedlichen Perspektiven zu einer relativ umfassenden Gesamtsicht bei.
- Viele Bewertungen und Einordnungen lassen sich auch sinngemäß auf andere journalistische Handlungsfelder übertragen und spiegeln das Sichverändern und Anderswerden der journalistischen Berufspraxis infolge von Strukturveränderungen und Digitalisierung. Auch die missliche Lage vieler freiberuflicher Journalistinnen und Journalisten wird – über den Fotojournalismus hinaus – deutlich und bewusst gemacht.
- Insgesamt durchleuchtet das Werk den Fotojournalismus, liefert eine Bestandsaufnahme und Zustandsbeschreibung. Der Akzent liegt vor allem auf Erkenntnisgewinn.
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Publizieren in Technik- und Naturwissenschaften – ein Praxisbuch von der Textgestaltung bis zur Veröffentlichung
von Siegfried Ripperger
Tübingen: Expert 2022 – 134 SeitenDas Buch: Der Band erscheint im Themenbereich Schlüsselkompetenzen des Verlags und vermittelt Anleitungen zum fachlichen Publizieren.
Der Autor: Prof. Dr.-Ing. Siegfried Ripperger leitete nach einer mehrjährigen Industrietätigkeit in einem Chemiekonzern den Lehrstuhl für Mechanische Verfahrenstechnik an der TU Dresden und später an der TU Kaiserslautern. Außerdem war er Chefredakteur der Fachzeitschrift „Filtrieren und Separieren“.
Verlagspräsentation mit Leseprobe
Die Themen:
- Schriftliche Ausarbeitungen und ihre Bedeutung
- Formen schriftlicher Ausarbeitungen
- Das Schreiben als kreativer Prozess
- Grundlagen der Textgestaltung
- Die Rolle der Fachzeitschriften
- Entwicklung der wissenschaftlichen Publikationspraxis
- Anhang
Das Resümee:
- Der Band wendet sich zum einen an Studierende und bietet eine Unterstützung bei der Bewältigung von Prüfungsarbeiten an. Zum anderen spricht der Band Fachautorinnen und -autoren an, die in Fachzeitschriften oder in wissenschaftlichen Werken publizieren.
- Die ersten vier Kapitel geben einen Überblick über wesentliche Gestaltungsfragen sowie über grundsätzliche Anforderungen bei der Publikation von Fachtexten.
- Die beiden folgenden Kapitel widmen sich der Publikationspraxis. Der Autor gibt einen näheren Einblick in das Wesen und die Funktion von Fachzeitschriften. Zudem werden Formen und Möglichkeiten des wissenschaftlichen Publizierens behandelt.
- Der Band widmet sich dem Publizieren in den Technik- und Naturwissenschaften. Diese spezifische Ausrichtung wird bei den Beispielen und verschiedenen Konkretisierungen deutlich. Viele Ausführungen lassen sich auch sinngemäß auf andere Fachbereiche, beispielsweise der Wirtschaft, übertragen.
- Der Autor arbeitet Nutzen und Bedeutung der Fachzeitschriften näher heraus. Ein historischer Rückblick ergänzt diese Ausführungen. Der thematische Einblick enthält zahlreiche Hinweise und Anregungen.
- Das Kapitel wissenschaftliche Publikationspraxis greift einige Eigenarten und besondere Merkmale auf, etwa die bibliometrische Analyse oder der Abschnitt Text- und Data-Mining.
- Mehrfach fließen kritische Anmerkungen ein, beispielsweise bei der Veröffentlichung von öffentlich geförderten Forschungsergebnissen, die dann von der öffentlichen Hand wieder für hohe Beträge zurückgekauft werden. Unter den 70 Fußnoten finden sich einige interessante Hinweise.
- Beispiele, Abbildungen und Checklisten erhöhen den Gebrauchsnutzen des insgesamt lesefreundlichen Buches.
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Online-Journalismus: Texten und Konzipieren für das Internet. Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis
von Gabriele Hoofacker
Wiesbaden: Springer VS 2020 – 229 Seiten (5. Auflage)Das Buch: Der Band erscheint in der Reihe Journalistische Praxis (gelbe Reihe).
Die Autorin: Gabriele Hooffacker hat die Journalistenakademie in München gegründet und ist Professorin für den Lehrbereich „Medienadäquate Inhalteaufbereitung“ an der HTWK Leipzig.
Verlagspräsentation mit Leseprobe
Die Themen:
- Der Beruf: Tätigkeiten und Arbeitsfelder
- Das Medium
- Die Online-Nutzer
- Hypertext und Storyboard
- Darstellungsformen und mehrmodale Formate
- Partizipative Formen und Formate
- Das Recht
- Die Aus- und Weiterbildung
Das Resümee:
- Dieser berufspraktische Titel vermittelt praxisrelevante Grundlagen im Bereich Online-Journalismus.
- Der Fokus liegt auf der Praxis, wie etwas zu tun, zu verstehen oder zu handhaben ist. Der Band bietet vielfältige praktische Anleitungen, Anregungen und Empfehlungen.
- Die Autorin verweist auf eine begleitende Webseite. Die stichprobenweise Überprüfung verlief erfolgreich.
- Die Textgestaltung fördert die Benutzungsfreundlichkeit: Infokästen heben Wichtiges hervor, vielfältige gestalterische Elemente unterstützen die Erfassbarkeit des Stoffes, zahlreiche Abbildungen veranschaulichen Sachverhalte und Zusammenhänge, einführende Zusammenfassungen sowie Schlüsselwörter erleichtern den Überblick. Auf ein Stichwortverzeichnis wird verzichtet.
- Das Buch schließt mit einem Glossar, das wesentliche Fachbegriffe und Abkürzungen gestrafft erläutert.
- Insgesamt eine hilfreiche und nützliche Einführung in das Themenfeld Online-Journalismus.
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Presserecht
von Gero Himmelsbach und Roger Mann
München: C. H. Beck 2022 – 481 SeitenDas Buch: Der Titel erscheint als Band 101 der Reihe NJW Praxis (Schriftenreihe der Neuen Juristischen Wochenschrift). „In der Reihe NJW Praxis finden Sie zahlreiche Bände für die erfolgreiche anwaltliche Praxis“, wie es verlagsseitig heißt.
Die Autoren: Den Angaben zufolge ist Prof. Dr. Gero Himmelsbach Rechtsanwalt in München und Prof. Dr. Roger Mann Rechtsanwalt in Hamburg, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht. An der Bearbeitung dieser Veröffentlichung haben, wie angeführt wird, weitere Fachautoren mitgewirkt.
Verlagspräsentation mit Leseprobe
Die Themen:
- Recht der Recherche
- Recht der Darstellung
- Durchsetzung der Ansprüche
- Strafrecht
Das Resümee:
- Der Band spiegelt schwerpunktmäßig die anwaltlichen Betrachtungsweisen und -möglichkeiten wider. Dies ergibt sich aus der Zwecksetzung der Schriftenreihe, in der dieser Titel erscheint.
- Der Fokus liegt insbesondere auf presserechtlichen Problemfeldern, u. a. auf diesen Themen: Auskunft und Informationszugang, Gegendarstellung, Berichtigungsansprüche, Unterlassungsanspruch sowie des Presse- und Medienstrafrechts. Damit werden vor allem rechtliche Gefahrenzonen und die vielfachen Risiken journalistischer Arbeit aus einer gegenseitigen Warte aufgegriffen und behandelt.
- Das Autorenteam behandelt die ausgewählten Sachverhalte mit der gebotenen Sorgfalt und mit hoher Sachkunde. Die Art der Darstellung entspricht dem Stil juristischer Kommentierungen. Eine Vielzahl von Fußnoten bietet Erläuterung oder Ergänzung zum Text sowie Verweise auf Quellen.
- Es wird vielfältig Bezug auf die Rechtsprechung genommen, oft werden die Ausführungen durch Beispiele unterlegt.
- Aus der journalistischen Perspektive ist der Titel weniger ein Ratgeber als ein Warngeber. Beispielsweise nimmt – dem Eindruck nach – in der Schwerpunktbildung die Verletzung des Persönlichkeitsrechts einen höheren Stellenwert ein als die Ausgestaltung der Meinungs- und Pressefreiheit.
- Insgesamt vermittelt der Band in juristischer Schreibart und Ausdrucksweise fundierte Informationen über ausgewählte Problembereiche. Journalistinnen und Journalisten wird verdeutlicht, mit welchen rechtlichen Folgen bei Grenzüberschreitungen zu rechnen ist. Das Buch ermöglicht, die in Betracht kommende Sichtweise und Vorgehensweise der Gegenpartei kennenzulernen.
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Handbuch Politischer Journalismus
von Marlis Prinzing und Roger Blum (Hrsg.)
Köln: Herbert von Halem Verlag – 909 SeitenDas Buch: Der Titel fasst das breite Themenspektrum des politischen Journalismus in systematischer Ordnung zusammen. Ein vielköpfiges Team aus Expertinnen und Experten beleuchtet in zahlreichen Einzeldarstellungen ausgewählte Aspekte.
Die Herausgeber- und Autorenschaft: Prof. Dr. Marlis Prinzing ist Professorin für Journalistik an der Hochschule Macromedia und Studiendekanin am Campus Köln sowie Head einer der lokalen Fakultäten; bundesweit leitet sie hochschulintern das Study Program Journalism. Prof. em. Dr. Roger Blum ist emeritierter Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Bern. Den Angaben zufolge haben mehr als 120 kompetente Personen an diesem Handbuch mitgewirkt.
Verlagspräsentation mit Leseprobe
Die Themen (gekürzt):
- Theorien des politischen Journalismus
- Geschichte des politischen Journalismus
- Funktionen
- Felder und Agenda
- Orte und Akteure.
- Beziehungsnetz und Merkmale
- Kanäle, Formen und Konzepte
- Ethik, Rechte und Pflichten
- Methoden und Probleme
- Konzeption und Wirkung
- Politischer Journalismus auf dem Prüfstand
Das Resümee:
- Der politische Journalismus wird häufig als „Mutter aller Journalismen“ beschrieben und eingeordnet. Aufgrund dieser besonderen Bedeutung kommt dem politischen Journalismus eine Leit- und Orientierungsfunktion gegenüber den verschiedenen journalistischen Ressorts zu.
- Der Band bietet eine breite Bestandsaufnahme über journalistische Themen und Erscheinungsformen einschließlich Veränderungen, Problemen und Schwierigkeiten des politischen Journalismus. Er fasst das aktuelle Wissen über den politischen Journalismus umfangreich zusammen.
- Das Sammelwerk dient durch das ausführliche Inhaltsverzeichnis und ein differenziertes Stichwortverzeichnis sowie umfangreiche Literatur- und Quellenangaben dem Studium bzw. der Vertiefung und Erweiterung der journalistischen Kenntnisse. Aufgrund der übersichtlichen Anordnung ist eine schnelle thematische Orientierung möglich.
- Das Verzeichnis der Autorinnen und Autoren sowie der Interviewten weist eine bunte Vielfalt aus Hochschulen und Wissenschaft sowie journalistischer Praxis aus. Insofern verbindet das Handbuch Theorie und Praxis und artikuliert unterschiedliche Sichtweisen.
- Die Benutzungsfreundlichkeit ist mittelgut. Die Ausführungen werden nur begrenzt durch Abbildungen veranschaulicht und verdeutlicht. Lesehilfen, etwa Hervorhebungen, könnten stärker eingesetzt werden.
- Insgesamt ein Gewinn für die journalistische Literatur und den journalistischen Diskurs.