Rollenverständnis

In nahezu allen Ressorts sind die Rollen, in welche der Journalist schlüpft, nicht exakt definiert. Oft nimmt der Journalist durch einen Beitrag sogar mehrere Rollen ein. Das ist allerdings vom Mediennutzer, der häufig zugleich unterhalten und informiert werden möchte, auch durchaus gewünscht. Der Medienjournalist kann und soll ebenfalls in unterschiedlichen Rollen auftreten. Diese unterschiedlichen Rollen drückt er jeweils durch die Art des Berichts aus, in welchem er sich strikt an die journalistischen Regeln hält.

Der Medienjournalist als Unterhalter

Tritt der Medienjournalist als Unterhalter auf, thematisiert er in der Regel glossenhaft die Inhalte der Berichterstattung oder Sendungen in anderen Medien. Beliebte Themen sind vor allem Sendungen wie "Big Brother", "Bauer sucht Frau" oder das "Dschungelcamp", bei denen Quote dadurch gemacht wird, dass Prominente oder normale Bürger in möglichst peinliche Situationen gebracht werden. Typische Situationen werden ironisch überzeichnet dargestellt, wodurch der Mediennutzer vor allem unterhalten werden soll. In der Glosse können aber auch kritische Untertöne mitschwingen, etwa wenn der Trend dahin, dass immer mehr Menschen bereit zu sein scheinen, selbst ihr Intimleben in der Öffentlichkeit darzustellen, thematisiert wird.

Der Medienjournalist als Informierer

Am häufigsten nimmt der Medienjournalist die Rolle des Erklärers ein. Er informiert die Mediennutzer zunächst über bestimme Angebote aus der riesigen Vielfalt. In der Rolle des Informierers bedient sich der Medienjournalist üblicherweise der Nachricht oder des Berichts, da die Informationen den Mediennutzer möglichst sachlich erreichen sollen.

Der Medienjournalist als Aufklärer

In der Rolle des Aufklärers berichtet der Medienjournalist umfangreich über Hintergründe aus der Welt der Medien. Bericht und Reportage sind die Stilformen, die der Journalist in Abhängigkeit vom jeweiligen Thema wählt. Geht es um medienjournalistische Themen, welche Politik oder Wirtschaft berühren, will der Medienjournalist möglichst sachlich berichten und wählt deshalb eher den Bericht. Die eigene Meinung fließt nur dann ein, wenn der Bericht von einem Kommentar begleitet wird.

In der Reportage hingegen schildert der Medienjournalist auch persönliche Eindrücke. Diese Form wählt der Medienjournalist eher, wenn er persönlich vom Filmset einer großen Produktion berichtet oder für ein Magazin die einzelnen Produktionsprozesse einer Zeitung darstellt.

Der Medienjournalist als Kritiker

Einzelne Publikationen oder Formate sind die bevorzugten Themen, wenn der Medienjournalist als Kritiker auftritt. Das kann ein Film ebenso sein wie eine Fernsehserie oder eine Neuerscheinung im Printbereich. Kritik an der Branche an sich übt der Medienjournalist allenfalls dann, wenn sich Kollegen tatsächlich einen großen Fauxpas erlauben. In der Kritik stehen dann häufig Boulevardjournalisten, die ihre Storys oft hart an der Grenze der Legalität und journalistischer Grundsätze recherchieren.


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