Historie

Der Medienjournalismus in seiner heutigen Form entwickelte sich aus der Medienkritik, die grundsätzlich so alt ist, wie der Journalismus an sich. Denn schon im alten Rom, wo im ersten vorchristlichen Jahrhundert Informationsblätter und erste Wochenzeitungen herausgegeben wurden, gab es Stimmen, welche die Art der Berichterstattung kritisierten. Es handelte sich bei diesen frühen Medienkritikern jedoch nicht um Schreiber von anderen Blättern, sondern um Leser, Politiker oder Philosophen, die schon zu allen Zeiten gern den Verfall der Sitten beklagten.

Eine etwas modernere Form der Medienkritik kam während des 17. Jahrhunderts mit den ersten regelmäßig erscheinenden Zeitungen auf. Nachdem sich diese ab dem 18. Jahrhundert vorwiegend an eine gebildete Leserschaft richteten, gehörten bald Literaturkritiken zu einem festen Element der Berichterstattung, die als gemeinsame Wurzel des heutigen Feuilletons und des Medienjournalismus gesehen werden kann.

Der Medienjournalismus wird geboren

Als eigenes Ressort konnte sich der Medienjournalismus schließlich ab den 1920er Jahren etablieren, als der Hörfunk als neues Medium die Wohnzimmer der Mediennutzer eroberte und eine Liveberichterstattung von Geschehnissen aus aller Welt möglich machte. Einen weiteren Schub erlebte das Ressort des Medienjournalismus, als sich das Fernsehen zu einem Massenmedium entwickelte. Weil diese beiden Medien auch Leser faszinierten, die sich Radio und Fernsehen nicht leisten konnten, waren die Medien an sich nun endgültig zu einem Gegenstand der Berichterstattung geworden.

Nachdem die Faszination des Neuen erloschen und Hörfunk sowie Fernsehen so selbstverständlich von den Menschen genutzt wurden wie zuvor die Zeitungen, trat eher der Servicegedanke in den Vordergrund. Denn sowohl Hörer als auch Zuschauer nutzten Zeitungen, um sich über die aktuellen Programme zu informieren und weitere Hintergründe zu erfahren.

Ein Quantensprung: Privatsender und Neue Medien

Eine wahre Goldgräberstimmung brach in der Medienlandschaft aus, nachdem ab 1982 durch die Breitbandverkabelung die Voraussetzungen für private Fernsehsender geschaffen wurden, die ab Mitte der 1980er Jahre die Medienlandschaft im Sturm eroberten. Neue Sendeformate, die teilweise aus den USA importiert worden waren, wurden etabliert und boten Stoff für eine ausführliche Berichterstattung.

Diese Entwicklung setzte sich bis in die 1990er Jahre hinein fort und der Medienjournalismus bot den Nutzern eine Orientierung im ständig unübersichtlicher werdenden Dschungel an Sendern und Publikationen. Während sich der Markt ab Mitte der 1990er Jahre allmählich konsolidierte, verbreitete sich das Internet, wodurch sich eine Vielzahl an Neuen Medien etablieren konnte.

Mittlerweile bildet der Umgang mit Social Media-Plattformen wie Facebook und mögliche Gefahren, die davon ausgehen können, einen wesentlichen Teil des Medienjournalismus. Innerhalb dieses Ressorts reagieren die Journalisten also in erster Linie auf die neuesten Entwicklungen und Trends in der Medienlandschaft.


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