Berichterstattungsgegenstände

Service für den Mediennutzer in allen Belangen des täglichen Lebens ist das Metier des Verbraucherjournalisten. Wie kein anderes journalistisches Ressort orientiert sich der Verbraucherjournalismus an den aktuellen Bedürfnissen des Mediennutzers und gibt ihm eine Orientierungshilfe für den Alltag. Diese Serviceorientierung ist auch der Grund dafür, dass der Verbraucherjournalist von seinen Kollegen aus anderen Ressorts oft belächelt wird. Allerdings wissen die Kollegen auch sehr wohl, dass sie im täglichen Kampf um die Aufmerksamkeit der Mediennutzer dringend auf die Kollegen vom Verbraucherressort angewiesen sind. Denn für viele Mediennutzer gibt oft einzig und allein die Qualität des Serviceteils den Ausschlag dafür, zu welchen Medien sie greifen.

Ein breit gefasstes Themenfeld

Der Verbraucherjournalismus deckt ein so weit gefasstes Spektrum an Themen ab wie kaum ein anderes journalistisches Ressort. Lediglich der Lokaljournalismus ist von der Vielfalt der Aufgaben her mit dem Verbraucherjournalismus vergleichbar. Der Verbraucherjournalist testet alltägliche Gebrauchsgegenstände entweder selbst auf Herz und Nieren oder berichtet über die Tests, welche von Experten durchgeführt werden. Ein wichtiges Thema, das von den Verbrauchern geschätzt wird, sind in diesem Zusammenhang beispielsweise Tests der aktuellen Sommer- und Winterreifen für die kommende Saison sowie Tests der aktuellen Handy- und Smartphone-Modelle oder von neuen Computerprogrammen.

Gerade bei Software und technischen Geräten ist es durchaus üblich, dass der Verbraucherjournalist gleichwertige Programme und Geräte miteinander vergleicht und die jeweiligen Vor- und Nachteile ausführlich darstellt. Auch ein Vergleich mit den Vorgängermodellen und -versionen ist durchaus üblich. Gerade bei professionellen Softwarelösungen ist es nämlich nicht unüblich, dass die ältere Version benutzerfreundlicher ist als die neueste Version. Das Windows-Betriebssystem von Microsoft war beispielsweise lange Zeit bekannt dafür, dass neue Versionen oft unter Kinderkrankheiten litten, sodass die Verbraucher das neue Betriebssystem erst nutzten, wenn diese ausgemerzt waren.

Vergleich für den Verbraucher

Zudem vergleicht der Verbraucherjournalist die Konditionen unterschiedlicher Anbieter und stellt Modellrechnungen auf, wann sich welcher Tarif für welche Klientel lohnt. In dieser Hinsicht hat der Verbraucherjournalismus etwa seit der Mitte der 1990er Jahre einen wahren Boom erlebt. Denn seit der Liberalisierung des Energie- und Telekommunikationsmarktes haben zahlreiche neue Anbieter auf den Markt gedrängt, die einen wahren Dschungel an Tarifen für unterschiedliche Zielgruppen anbieten. Hier bietet der Verbraucherjournalist ebenso eine Orientierungshilfe wie in der Frage, bei welchen Banken und Finanzdienstleistern sich die Geldanlage am besten lohnt.

Unter anderem zeichnet sich vor allem der Markt der Geldanlage dadurch aus, dass er für den Laien sehr transparent und unübersichtlich ist. Neben unterschiedlichen Zinssätzen für unterschiedliche Laufzeiten sind oft Mindestanlagesummen erforderlich, damit der Kunde den attraktiven Zinssatz bekommt. Außerdem gibt es hier kein einheitliches und transparentes Gebührensystem. Während ein Anbieter eine pauschale Gebühr verlangt, kassieren andere für jede einzelne Transaktion. Verbraucher, die sich nicht eingehend mit der Materie beschäftigen, sind hierbei dringend auf die Orientierungshilfe durch den Verbraucherjournalisten angewiesen.

Überschneidungen mit anderen Ressorts

Der Verbraucherjournalismus überschneidet sich teilweise mit anderen Ressorts wie Wirtschaft oder Reise. Ersteres gilt etwa im Bereich der Geldanlage. Verbraucher, die ihre Ersparnisse in eine bestimmte Anlageform investieren wollen, informieren sich auch gerne über die wirtschaftlichen Zusammenhänge, wodurch der Servicegedanke für den Mediennutzer auch in der Wirtschaft Einzug gehalten hat.

Sehr konkret arbeiten Reisejournalisten im Bereich des Verbraucherjournalismus: Berichten sie über Reisen in ferne und exotische Länder, gehört es inzwischen wie selbstverständlich zur Berichterstattung, dass der Reisejournalist auch konkrete Tipps zur Auswahl der geeigneten Veranstalter und für die Abwicklung der Einreiseformalitäten gibt.


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