Ausblick

Fast zwangsläufig dürfte sich der Musikjournalismus in den kommenden Jahren verstärkt in den Online-Bereich verlagern, da Online-Medien alle Vorteile der klassischen Medien in sich vereinigen: Die Musikjournalisten können den Text ganz nach Belieben mit Bild-, Audio- und Videodateien kombinieren und bis zu einem gewissen Grad auch die Grenzen der journalistischen Darstellungsformen sprengen und neu definieren.

Der Mediennutzer kann dank mobiler Endgeräte jederzeit und von überall aus schneller auf die musikjournalistischen Angebote zugreifen, als es bei klassischen Medien der Fall ist. Die Nachteile, welche diesen Vorteilen gegenüber stehen, nimmt der Nutzer dagegen gern in Kauf. So muss er Texte erst ausdrucken, bevor er sie außerhalb seiner Festplatte aufbewahren möchte und die Übertragungsqualität von Musik oder Videos ist vielfach schlechter als bei den klassischen Medien.

Die Chancen für Musikjournalisten

Gerade Musikjournalisten, die am Anfang ihrer Karriere stehen, können Online-Medien nutzen, um sich in ihrem Ressort die notwendigen Referenzen zu erwerben. Weil Webprojekte eher mit einem schmalen Budget kalkulieren müssen, können für qualitativ hochwertige Beiträge vor allem bei neuen Projekten oft keine angemessenen Honorare bezahlt werden. Dafür bieten zahlreiche Portale den Autoren an, dass sie eine Namensnennung und eine Art Autorenbox bekommen, in der sie sich präsentieren können. Diese Chance können Musikjournalisten nutzen, die sich auf eine bestimmte Sparte spezialisieren wollen. Denn die Redaktionen der klassischen Medien werden in diesem Bereich sehr häufig von Stammautoren beliefert, sodass es unter Umständen schwierig sein kann, Beiträge zu platzieren.

Alternativ können Musikjournalisten auch eigene Webprojekte starten, etwa indem sie im Web entweder als Blog oder in Form eines Webradios über die musikalische Szene einer Metropole berichten. Allerdings sollten sie auch das zunächst in erster Linie als Möglichkeit sehen, sich eine Referenz zu erarbeiten. Denn das eigene Projekt so weit zu bringen, dass es wirtschaftlich so tragfähig ist, dass der Musikjournalist damit seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, dürfte ungleich schwieriger sein, als Abnehmer für die eigenen Beiträge in den Medien zu finden.


Zurück zur Übersicht:

Portrait Musikjournalismus

Kontakt

030 81003688-0

030 81003688-9

E-Mail-Kontakt


Gesprächszeiten
Mo, Fr: 10-
12 Uhr & 14-16 Uhr
Di-
Do: 10-12 Uhr & 13-16 Uhr

Mitgliedschaft

Ihre Vorteile einer Mitgliedschaft

DFJV-Mitglieder haben es gut: Sie profitieren von hochwertigen Dienstleistungen. Für nur 95,– EUR im Jahr. Zum Beispiel:

Beratungsservice
Presseausweis
Fachpublikationen
Weiterbildung
Networking
Berufliche Absicherung
u.v.m.

Mehr