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Internationaler Frauentag: Gleichstellung in Redaktionen bleibt eine wichtige Herausforderung.

Der DFJV kritisiert den Förderstopp für ProQuote Medien.

Am Internationalen Frauentag steht die Gleichstellung im Journalismus in der deutschen Medienbranche unter schlechten Vorzeichen: Die Initiative ProQuote Medien erhält nach neun Jahren staatlicher Unterstützung keine Förderung aus dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend mehr. Dadurch fehlen dem Verein 600.000 Euro für die kommenden drei Jahre, wie dieser berichtet. Ohne diese Mittel können zentrale Projekte wie die regelmäßige Zählung des Frauenanteils in Führungspositionen deutscher Leitmedien, Studien zur Situation von Journalistinnen oder Fachkonferenzen zur Vernetzung kaum fortgeführt werden.

Wichtige Transparenz über Machtstrukturen

Die seit 2012 durchgeführten regelmäßigen Datenerhebungen von ProQuote Medien schaffen wichtige Transparenz über das Geschlechterverhältnis in den Führungsetagen von deutschen Redaktionen. Auch der DFJV berichtet anhand der Erhebungen regelmäßig über Vielfalt in der Medienlandschaft. So zeigt sich nach jahrelangen Fortschritten zuletzt wieder ein Rückgang: Der Frauenanteil in Leitmedien liegt aktuell nur noch bei rund 37 Prozent. Solche Entwicklungen machen deutlich, dass Gleichstellung in der Branche keineswegs gesichert ist und weiterhin strukturelle Hürden existieren, etwa beim Zugang zu Führungspositionen, bei Honoraren oder bei der Vereinbarkeit von Karriere und Familie.

Für Journalistinnen und Journalisten ist die Debatte um die Gleichstellung von Frauen und Männern in den Medienhäusern auch eine Frage der demokratischen Öffentlichkeit: Wer in Redaktionen entscheidet, beeinflusst Themenwahl und Berichterstattungsperspektiven. Wenn Frauen in Führungsrollen unterrepräsentiert bleiben, spiegelt sich die Vielfalt der Gesellschaft nur eingeschränkt in der Berichterstattung wider.

Ungleichgewicht entgegensteuern

Gerade in einer Zeit, in der ein Rückgang der weiblichen Beteiligung in Leitungspositionen deutscher Redaktionen zu verzeichnen ist, ist die kontinuierliche Erhebung und Analyse von Daten besonders wichtig. Ohne systematisches Monitoring drohen Fortschritte in der Gleichstellung unbemerkt weiter zurückzufallen. Zudem fehlen Grundlagen, um gezielte Gegenmaßnahmen zu planen. Wir fordern das Bundesfamilienministerium daher auf, vielmehr langfristige Förderungen von Initiativen wie ProQuote sicherzustellen, um dem strukturellen Ungleichgewicht in Redaktionen entgegenzusteuern.

Angesichts des Internationalen Frauentages appellieren wir zudem an Redaktionen und Medienunternehmen, eigene Gleichstellungsmaßnahmen (weiterhin) aktiv voranzutreiben. Redaktionen können Gleichstellung strategisch verankern – zum Beispiel durch transparente Beförderungsverfahren, eine bessere Vereinbarkeit von Führung und Teilzeit sowie die gezielte Förderung von Nachwuchsjournalistinnen. Medienunternehmen können zusätzlich verbindliche Diversitätsziele formulieren und ihre Führungsebenen regelmäßig überprüfen, um Fortschritte messbar zu machen. Das Ziel sollte eine Medienlandschaft sein, in der Frauen die Hälfte der Führungspositionen einnehmen – und in der auch die Berichterstattung die reale gesellschaftliche Vielfalt widerspiegelt.

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