Jahrestag der Festnahme von Deniz Yücel: DFJV fordert sofortige Freilassung Schwerwiegender Angriff auf die Pressefreiheit.

Heute vor einem Jahr, am 14. Februar 2017, wurde der „Welt“-Reporter Deniz Yücel in der Türkei inhaftiert, nachdem er sich in ein Polizeipräsidium in Istanbul begeben hatte, um sich Fragen der Ermittler zu stellen. Bis heute sitzt der deutsch-türkische Journalist ohne Anklageschrift im Gefängnis. Die Justiz wirft ihm Terrorpropaganda und Aufwiegelung der Bevölkerung vor.

Anlässlich des Jahrestages der Festnahme von Deniz Yücel fordert der DFJV erneut die  sofortige  Freilassung des Journalisten: „Dass ein kritischer Journalist ohne erkennbaren Grund einfach weggesperrt wird, ist nicht nur eine persönliche Tragödie, sondern auch ein schwerwiegender Angriff auf die  Pressefreiheit. Die Bundesregierung muss mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln auf eine sofortige Freilassung von Deniz Yücel hinwirken“, so DFJV-Vorstand Christin Fink in Berlin.

Die Organisation „Reporter ohne Grenzen“, deren Arbeit der DFJV seit Jahren als Fördermitglied unterstützt, weist darauf hin, dass die Türkei zu den fünf Ländern gehöre, in denen weltweit die meisten Medienschaffenden wegen ihrer Arbeit inhaftiert seien. Mehr als 100 Journalisten säßen derzeit in der Türkei im Gefängnis.

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