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Kommunikationsethik
von Christian Schicha
Tübingen: UVK 2025 – 349 SeitenDas Buch: Der Band erscheint in der Verlagsreihe Medien- und Kommunikationswissenschaft. Die Kommunikationsethik befasst sich mit den moralischen Grundlagen und Normen der Kommunikation. Sie geht der Frage nach, wie Kommunikation gestaltet sein sollte, damit sie nicht nur wirksam ist, sondern auch fair und respektvoll verläuft. Gerade heute ist Kommunikationsethik angesichts der zunehmenden Verrohung, Polarisierung und Hasskommunikation von großer Wichtigkeit.
Der Autor: Prof. Dr. Christian Schicha lehrt Medienethik am Institut für Theater- und Medienwissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Verlagspräsentation mit Leseprobe
Die Themen:
- Einleitung
- Kommunikationsethik
- Normen
- Normverletzungen
- Meinungsverschiedenheiten
- Talkshows
- Bildzeitung
- Wege zu einer konstruktiven Debattenkultur
- Initiativen
Das Resümee:
- Kommunikationsethik ist von zentraler Bedeutung für die Grundlagen eines vertrauenswürdigen Journalismus und einer informierten Öffentlichkeit. Hierzu kann der vorliegende Band einen Beitrag leisten. Diese Veröffentlichung macht Kommunikationsethik verständlich, begreifbar und wahrnehmbar.
- Normen, die allgemein anerkannten Regeln des Zusammenlebens und der Kommunikation, sowie deren Verletzungen bilden die Grundlagen und Maßstäbe der Kommunikationsethik.
- Die Gestaltung und der Ablauf von Meinungsverschiedenheiten und Auseinandersetzungen bilden eine weitere Säule der Kommunikationsethik.
- Ansätze zur Wahrung kommunikationsethischer Grundsätze – auch im Sinne des konstruktiven Journalismus – bietet der dritte Hauptteil des Buches.
- Der anschließende, fast hundert Seiten umfassende Anhang gliedert sich in: Kommentierte Auswahlbiografie, kommentierte Filmauswahl, verwendete und weiterführende Literatur sowie ein Abbildungsverzeichnis. Auf ein Stichwortverzeichnis wird verzichtet.
- Der Band richtet sich nach den Worten des Verfassers u. a. an Studierende und Lehrende der Medien- und Kommunikationswissenschaft, Journalistik usw. Er vermittelt Inhalte, die für Journalistinnen und Journalisten relevant sein können, weil sie die Reflexion und Sensibilität bei der Berichterstattung über kontroverse Themen unterstützen.
- Die Visualisierung ist mit 19 Abbildungen in ihrem Umfang und ihrer Ausführung begrenzt. Die Anwendung verschiedener textlicher Gestaltungselemente wie Aufzählungen, Zwischenüberschriften, Einrückungen, eine detaillierte Gliederung, Mehrfarbigkeit sowie eine gut lesbare Schrift tragen zur Verbesserung der Lesefreundlichkeit bei.
- Diese wissenschaftliche Veröffentlichung kann helfen, in einer komplexen Medienwelt und ihren Maßstäbe Orientierung zu finden. Sie kann beim Streben nach einer verantwortungsvollen Kommunikation unterstützen.
- Das Buch zeichnet sich durch eine wissenschaftliche Vorgehensweise, fundierte Argumentation, analytische Tiefe und sorgfältige Quellenarbeit aus. Die Komplexität des Themas sowie der zugrunde liegende wissenschaftliche Ansatz prägen Inhalt und Sprache des Textes.
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Medien und Wahrheit: Medienethische Perspektiven auf Desinformation, Lügen und „Fake News“
von Prof. Dr. Christian Schicha, Dr. Ingrid Stapf und Dr. Saskia Sell (Herausgegeber:innen)
Baden-Baden: Nomos 2021 – 391 Seiten, broschiertDas Buch: Der Titel erscheint als Band 15 der Reihe „Kommunikations- und Medienethik“. Der vorliegende Sammelband dokumentiert den Angaben zufolge die Ergebnisse einer themenbezogenen Tagung.
Das Herausgeberteam: Prof. Dr. Christian Schicha ist Professor für Medienethik am Institut für Theater- und Medienwissenschaft der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg. Dr. Ingrid Stapf ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Schwerpunkt Medienethik am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften der Universität Tübingen. Dr. Saskia Sell ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Freien Universität Berlin.
Verlagspräsentation mit Leseprobe
Die Themen:
- Einleitung: Zwischen Desinformation, Zeugenschaft und Glaubwürdigkeit: Medienethische Perspektiven auf Wahrheit im Kontext der Digitalisierung
- Wahrheit im Kontext von Digitalisierung: Philosophisch-ethische Auseinandersetzungen
- „Fake News“ und Desinformation: Theoretische Einordnungen
- Fälschungen und Manipulationen: Empirische Untersuchungen und gesellschaftspolitische Fallanalyse
- Wahrheit im Journalismus: Ethische Problemfelder und praktische Lösungen im Kampf gegen Desinformation
- Programmierte Wahrheit und digitale Netzwerk-Öffentlichkeiten: Ethische Herausforderungen der Onlinekommunikation
Das Resümee:
- Dieser Tagungsband enthält 19 Einzelbeiträge zuzüglich einer Einleitung von 25 Autorinnen und Autoren zu einem zentralen journalistischen Thema: Beispielsweise betont der Pressekodex, die ethischen Standards für den Journalismus, in Ziffer 1 „die Achtung vor der Wahrheit“.
- Der Sammelband beleuchtet facettenreich den Wert der Wahrheit im Journalismus und in der Medienpraxis.
- Die ersten Kapitel erfassen das Thema vornehmlich aus einer grundsätzlichen Perspektive, z. B. Wahrheit in der digitalen Kulturindustrie oder politische Kommunikation im Spielmodus.
- Die letzten beiden Kapitel nähern sich der Fragestellung dieser Veröffentlichung konkret und praxisnah. So wird z.B. anhand eines Fotos zu einem Polizeieinsatz die Verifikation von Online-Inhalten im Journalismus real und nachahmenswert präsentiert. „Die Reportage nach dem Fall Relotius“ (erfundene Geschichten, zuletzt für den Spiegel) beschreibt die Reportage als Problemfall und arbeitet Konsequenzen für die Praxis heraus.
- Das Buch vertieft mit verschiedenen Texten zahlreicher Autorinnen und Autoren die medienethische Perspektive auf Wahrheit im Sinnzusammenhang mit der Digitalisierung und dem Vertrauensverlust durch Desinformationen. Die Frage nach journalistischen Wahrheitsansprüchen durchzieht die Veröffentlichung. Ein nützlicher Beitrag zur Mediendiskussion und auch zum journalistischen Selbstverständnis.