Augmented Reality im Journalismus

Unter Augmented Reality (kurz AR, auf Deutsch: "Erweiterte Realität") versteht man die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Augmented Reality erweitert die reale Umgebung eines Benutzers mit digitalen (teilweise ortsbasierten) Informationen (Text, Bild, Video, interaktive Elemente, (3-D-)Animationen). Hält man die Kamera eines Mobilgerätes auf ein reales Objekt, ein Bild oder einen Marker (künstliches Symbol), erscheinen auf dem Display Zusatzinformationen. Wie in jeder Mobile-App können die Objekte bequem per Touchscreen, Gesten oder Sprache gesteuert und die gewünschten Inhalte aufgerufen werden.

Häufig wird der Begriff Augmented Reality synonym mit der sogenannten Virtual Reality (kurz VR, auf Deutsch: "Virtuelle Realität") verwendet. Während jedoch Virtual Reality geschlossen und komplett immersiv ist – hier wird der Benutzer in eine virtuelle Welt verfrachtet –, ist Augmented Reality offen und nur partiell immersiv: die reale Umgebung wird mit digitalen Inhalten ergänzt.

Augmented Reality kann prinzipiell in vielen Lebensbereichen und Branchen zum Einsatz kommen. Insbesondere die Unterhaltungsindustrie setzt in jüngster Zeit auf dieses Medium. Prominente Anwendungsbeispiele sind etwa die Spiele-App "Pokémon Go" sowie die Datenbrille "Google Glass".

Auch der Journalismus experimentiert zunehmend mit Augmented Reality: Dabei geht es um das Einbinden der News-Konsumenten in die Geschichte. Mehrere deutsche Printmedien haben in den vergangenen Jahren Ausgaben mit Augmented-Reality-Sequenzen herausgebracht. Dazu zählen der "Stern", die "Welt" und auf regionaler Ebene die "Eßlinger Zeitung" und der "Weser-Kurier".

Darüber hinaus bietet Augmented Reality aber auch die Möglichkeit, Investigativ-Recherchen erlebbar zu machen und News und Berichte zu georeferenzieren. Ein Beispiel hierfür ist eine Anwendung des US-Unternehmens Sunlight Labs: Mithilfe des Browsers "Layar" können Smartphone-User dabei Straßenzüge in Washington D.C. nach staatlich subventionierten Projekten durchforsten. Geo-Lokalisierung kommt hingegen hauptsächlich bei Verkehrsmeldungen und Wetterprognosen zum Einsatz.

Augmented Reality wird von Experten eine große Zukunft vorausgesagt. Die Autoren Nathaly Tschanz und Dirk Schart sehen darin eine Bereicherung für den Journalismus: "Journalisten erhalten neue Möglichkeiten, um ihr Publikum auf interessante und unterhaltsame Art und Weise mit Informationen und Geschichten zu versorgen. Jüngere Generationen wachsen mit den neuen digitalen Technologien auf und erwarten einen interaktiven Journalismus. Im Vordergrund muss aber nach wie vor die Information bzw. die Geschichte stehen – und nicht die Technologie an sich."

Das Potenzial von Augmented Reality im Journalismus erscheint groß – nun obliegt es den Medienhäusern und Journalisten, die Technologie sinnvoll und zielgerichtet einzusetzen.

Quellen:
http://www.fachjournalist.de/mittendrin-statt-nur-dabei-das-potenzial-von-augmented-reality-im-journalismus/

 


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