Studie: Mehr als drei Viertel der Deutschen erleben Hass im Netz Angst nimmt zu.

Zum fünften Mal führte die Landesanstalt für Medien NRW eine Studie zur Wahrnehmung von Hassrede im Internet durch. Hierbei gaben mehr als drei Viertel (76 Prozent) der Befragten an, schon einmal Hate Speech bwz. Hasskommentare im Netz begegnet zu sein. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Anteil derer, die Hasskommentare sehr häufig oder häufig wahrnehmen von 34 Prozent auf 39 Prozent. Keinen Hass im Internet erfahren hingegen 22 Prozent der Befragten.

„Drei Dinge werden deutlich mit Blick auf die neuen forsa-Zahlen zu Hate Speech: Die Wahrnehmung von Hass im Netz ist in diesem zurückliegenden Corona-Jahr gestiegen. Angst und Wut nehmen zu. Und gleichzeitig werden auch mehr Verstöße zur Anzeige gebracht. Das zeigt, dass die Menschen Hass und Hetze nicht hinnehmen wollen, sich stattdessen wehren und auch rechtliche Schritte einleiten“, kommentiert Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW, die Ergebnisse der Befragung.

Der Hass im Netz ruft bei den Betroffenen starke Emotionen hervor. Laut Studie liegt der Wert jener, die Angst aufgrund von Hasskommentaren verspüren, bei 42 Prozent – im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum von acht Prozent. Vor allem bei Frauen ist der Angstfaktor durch Hasskommentare sehr hoch, dieser beträgt 51 Prozent. Bei Männern verspürt jeder Dritte Angst in Bezug auf Hasskommentare. Mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Befragten gaben an, dass sie Hasskommentare wütend machen.

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