Studie: Immer mehr Bürger widersprechen „Lügenpresse“-Vorwurf Skepsis gegenüber Medien dennoch weiterhin vorhanden.

Einer aktuellen Studie der Uni Mainz zum Medienvertrauen der Bundesbürger ergab, dass 43 Prozent der Befragten den etablierten Medien in wichtigen Fragen vertrauen. 28 Prozent hegen jedoch Misstrauen gegenüber etablierten Medien. Laut Studie wirft etwa jeder fünfte Bürger in Deutschland den Medien vor, die Bevölkerung zu belügen. Die Zahl, die solche Vorwürfe zurückweisen, wächst allerdings. So widersprechen 58 Prozent der Befragten dem „Lügenpresse“-Vorwurf. In der Langzeitstudie ist dies der höchst gemessene Wert.

Der Erhebung zufolge vertrauen 67 Prozent der Bevölkerung dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Regionalzeitungen liegen mit 65 Prozent direkt dahinter. Überregionalen Zeitungen schätzen 55 Prozent der Befragten als vertrauenswürdig ein. Das Vertrauen zu Nachrichten in den Sozialen Medien hat sich im Vergleich zu 2018 mehr als verdoppelt und liegt bei zehn Prozent. Als nicht vertrauenswürdig finden 45 Prozent der Befragten Nachrichten in den Sozialen Medien.

Insgesamt wurden 1.200 Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren vom Meinungsforschungsinstitut IFAK im November und Dezember 2019 befragt. Weitere Zahlen zu der Langzeitstudie der Uni Mainz finden Sie hier.

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