Rangliste der Pressefreiheit 2016: Deutschland verschlechtert sich um vier Plätze Journalisten unter zunehmendem Druck.

Die Journalistenorganisation „Reporter ohne Grenzen (ROG)“ hat am heutigen Mittwoch die Rangliste der Pressefreiheit 2016 veröffentlicht. Demnach stehen Journalisten und unabhängige Medien weltweit unter zunehmendem Druck. Deutschland hat sich in der diesjährigen Rangliste um vier Plätze auf Rang 16 verschlechtert.

Als Gründe für die allgemeine Negativtendenz nennt ROG „zunehmend autokratische Tendenzen in Ländern wir Ägypten, Russland oder der Türkei“ sowie „die bewaffneten Konflikte etwa in Libyen, Burundi und dem Jemen“. Auch staatliche Zensurversuche in osteuropäischen Ländern wie Polen und Ungarn hätten ihren Anteil an der bedenklichen Gesamtentwicklung.

Die Situation der Pressefreiheit hierzulande wird ebenfalls kritisch bewertet. Von Anfang Januar 2015 bis Ende März 2016 zählte ROG insgesamt 39 gewaltsame Übergriffe gegen Journalisten. Die Vorfälle ereigneten sich überwiegend bei Demonstrationen der Pegida-Bewegung, Kundgebungen rechtsradikaler Gruppen und Gegendemonstrationen.

Einen ausführlichen Bericht zur Lage in Deutschland können Sie hier abrufen.

Weiterführende Informationen zur Rangliste der Pressefreiheit 2016 finden sich auf dieser Themenseite.

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