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„Alle meine Mörder“: Journalist Erich Follaths Galerie an Gewalttätern

Neue Fachjournalist-Rezension

Muammar al-Gaddafi, Mobutu Sese Seko, Pol Pot: Die Reporterlegende Erich Follath hat mit Menschen gesprochen, deren Gewaltherrschaften und Gräueltaten die Zeitgeschichte prägten. In seinem aktuell erschienenen Buch „Alle meine Mörder“ versammelt der Journalist und Sachbuchautor in dreizehn Kapiteln seine „Erlebnisse mit den schlimmsten Tyrannen unserer Zeit“. Die Porträts basieren auf intensiven Recherchen, die während seiner rund 50-jährigen Journalistenkarriere in Medien wie dem Stern, dem Spiegel oder der Zeit erschienen sind. Follath erzählt von sehr unterschiedlichen Begegnungen: So traf er unter anderem das philippinische Diktatoren-Paar Ferdinand und Imelda Marcos, den Kriegsverbrecher Ratko Mladić oder den Frauenmörder Jack Unterweger zum Gespräch. Wie Follath in seiner Arbeit das ambivalente Verhältnis zwischen Tätern, Mitläufern und Opfern aufdeckt und seine Texte helfen, das Entstehen und Erstarken von Machtstrukturen besser zu verstehen – und welche Erkenntnisse über journalistische Praxis und Haltung aktuell tätige Medienschaffende aus dem Buch mitnehmen können, erörtert Carola Leitner in ihrer Rezension.

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