Neue Zahlungsverzugsrichtlinie: für Journalisten kein großer Fortschritt – wie Ihnen der DFJV hilft

Säumige Schuldner sind für freie Journalisten genauso wie für andere Auftragnehmer lästig. Immer wieder klagen Journalisten, dass sich die Zahlungsmoral zunehmend verschlechtere.

Das wird auch schon seit längerer Zeit so von der EU beobachtet. Nachdem eine europäische Richtlinie aus dem Jahr 2000 nicht den gewünschten Erfolg brachte, hat die EU mittlerweile „nachgelegt“: Richtlinie 2011/7/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16.02.2011

Die europäischen Vorgaben sind vom deutschen Gesetzgeber nun in deutsches Recht umzusetzen.

Der Gesetzesentwurf der Bundesregierung sieht u.a. vor,

  • dass säumige Schuldner höhere Verzugszinsen schulden,
  • dass in einigen Fällen einfacher pauschaler Schadensersatz wegen Verzuges verlangt werden kann und
  • dass Zahlungshöchstfristen eingeführt werden.

Welche Bedeutung hat das für DFJV-Mitglieder?

Viel wird es leider nicht bringen – zwar verbessert sich die Rechtsstellung, das nützt aber nur dem, der seine Rechte auch durchsetzt und davor scheuen viele zurück, sei es aus Angst, einen Auftraggeber zu verlieren, sei es aus Unkenntnis der Rechtslage oder allgemeiner Unsicherheit bei der Rechtsdurchsetzung.

Angesichts dessen werden sich säumige Zahler kaum veranlasst sehen, ihre Haltung zu überdenken.

Wie hilft der DFJV seinen Mitgliedern?

Indem er ihnen

  • einen Überblick zur tatsächlichen Rechtspraxis für Journalisten vermittelt, z. B. im Onlinemagazin Fachjournalist (Rechtspraxis für Journalisten, Teil I, Teil II) oder über aktuelle Rechts-News,
  • konkrete Honorarempfehlungen auf Basis von Stundensätzen gibt,
  • einen Leitfaden zur Forderungsdurchsetzung als Hilfe zur Selbsthilfe bereitstellt,
  • eine kostenfreie, individuelle und zügige Rechtsberatung (Erstberatung) anbietet.

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