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Kritik zum Dokumentarfilm Born to Fake: Der Apparat hinter dem Fälscher

Rezension im DFJV-Magazin.

Es war ein Medienskandal, der Deutschland 1996 erschütterte – und teilweise auch amüsierte –, der heute jedoch fast vergessen scheint: Der TV-Journalist Michael Born hatte zahlreiche Fernsehbeiträge gefälscht, die trotz ihrer teils offensichtlichen Absurdität und Unglaubwürdigkeit von mehreren TV-Sendern ausgestrahlt wurden. Besonders viele davon liefen im von Günther Jauch moderierten RTL-Magazin „Stern TV“. Die aktuell im Kino gezeigte Dokumentation Born to Fake arbeitet den Skandal nun auf „clevere und spannende Weise“ auf. Der Film zeigt, wonach TV-Magazine der Zeit „gierten“ und wofür sie bereit waren, die Realität zu verzerren, wie  Dobrila Kontić im DFJV-Magazin darstellt. Die Regisseure Erec Brehmer und Benjamin Rost zeichnen anhand der Hinterlassenschaften und unterschiedlicher Stimmen von Wegbegleitern posthum ein Bild des 2019 verstorbenen Born. Wie sie die verschiedenen Sichtweisen inszenatorisch nutzen, um ein Spannungsverhältnis zwischen einer profitorientierten, zynischen Medienwelt und medienkritischen Stimmen aufzubauen — und wie die formal verspielte, tiefschürfende Dokumentation zugleich den Apparat rund um den Betrug enttarnt, verrät die Kritik.

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