Neue Fachjournalist-Rezension.
In „Ich traf meinen Mörder“ (2025) erzählt der türkische Journalist, Autor und Erdoğan-Kritiker Can Dündar die Geschichte jener Recherche, mit der er die Verstrickungen der türkischen Regierung in illegale Waffenlieferungen aufdeckte. Die Folgen seines 2015 in der Tageszeitung Cumhuriyet veröffentlichten Artikels waren weitreichend, wie unsere Rezensentin Carola Leitner betont: Dündar, heute im Berliner Exil, wurde in der Türkei zu insgesamt 27 Jahren Haft verurteilt und auf eine Terrorliste der Erdoğan-Regierung gesetzt. Im Buch, das er selbst ein „lebendiges Dokument“ nennt, schildert Dündar, wie ihn seine Nachforschungen bis nach Argentinien führten – und damit zu einem Mann, der einst mit seiner Ermordung beauftragt war. Wie seine Erzählung auf packende Weise aufzuzeigen vermag, was Investigativjournalismus leisten kann, lesen Sie im Fachjournalist.
