DFJV-Magazin
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Alle meine Mörder: Journalist Erich Follaths Galerie an Gewalttätern
Arafat, Mobutu, Pol Pot: Reporterlegende Erich Follath hat mit Menschen gesprochen, die der Rest der Welt meist nur aus den Geschichtsbüchern kennt. Im Buch „Alle meine Mörder“ versammelt der Journalist und Sachbuchautor einige seiner Recherchen und interessantesten Interviewpartner:innen zu einer spannenden Geschichtsstunde. Eine Buchkritik.
Kritik zur Doku-Serie Dynastien: Die Murdochs – Zwietracht als Familiengeschäft
Am 9. September 2025 fiel die Entscheidung über die Nachfolge eines gigantischen Medien-Imperiums: Der mittlerweile 95-jährige Rupert Murdoch gab eines seiner vier Kinder als seinen Nachfolger bekannt. Dieses Ereignis nimmt die Doku-Serie Dynastien: Die Murdochs zum Ausgangspunkt, um den erbitterten, zwischenzeitlich auch vor Gericht ausgetragenen Streit um diese Nachfolge zu beleuchten. Wie die Serie dabei auch die bis in die 1930er-Jahre zurückreichende skandalträchtige Geschichte des Konzerns nacherzählt, behandelt diese Serienkritik.
„Findet die Alte. Findet alles.“ – Rezension zu Undercover unter Nazis
In ihrem Buch „Undercover unter Nazis“ (2026) begibt sich die Investigativjournalistin Angelique Geray mutig und entschlossen auf eine Reise in die Welt von (jugendlichen) Rechtsradikalen. Sie will verstehen, wie das System der Rekrutierung funktioniert und warum es heute so einfach ist, junge Menschen von der rechten Ideologie zu überzeugen. Eine Buchkritik.
Der Dandy hat gut lachen – Filmkritik zu „The New Yorker: Die ikonische Zeitschrift wird 100“
Inmitten der schlechten Nachrichten über den Untergang von Zeitungen in den USA gab es 2025 etwas zu feiern: Das 1925 gegründete Magazin The New Yorker feierte sein 100-jähriges Jubiläum. Wie eine aktuelle Netflix-Dokumentation Erfolg und Geschichte der legendären Zeitschrift einfängt, lesen Sie in unserer Rezension.
„Am Abgrund“: Zeitleiste des Versagens
Die Reporterin Annette Ramelsberger berichtet seit über zwei Jahrzehnten für die Süddeutsche Zeitung aus deutschen Gerichtssälen und hat zahlreiche bedeutende Strafprozesse der jüngeren Geschichte journalistisch begleitet. Viele ihrer in literarischem Stil verfassten, erschütternden Reportagen sind im Sammelband „Am Abgrund“ nachzulesen. Eine Buchkritik.
Filmkritik zu Cover-Up: „Niemand mag den Boten“
Der zuletzt in Verruf geratene Investigativjournalist Seymour Hersh ist bekannt für seine folgenreichen Recherchen und steht im Mittelpunkt des äußerst sehenswerten Dokumentarfilms Cover-Up von Laura Poitras und Mark Obenhaus.
Can Dündar: Erzfeind Journalismus
In seinem Buch „Ich traf meinen Mörder“ erzählt der türkische Exil-Journalist, Autor und Erdoğan-Kritiker Can Dündar die Geschichte einer unglaublichen Recherche, die die Verstrickungen der türkischen Regierung in illegale Waffenlieferungen aufdeckt. Sie führt ihn bis nach Argentinien, wo er seinem „beinahe“-Mörder gegenübersitzt. Eine Rezension von Carola Leitner.
Serienkritik zu „The Paper“: Vom bedruckten Papier zur respektablen Lokalzeitung
Nach seiner Erfolgsserie „The Office“ präsentiert Showrunner Greg Daniels mit „The Paper“ eine neue Mockumentary, die sich mit der Wiederbelebung eines sterbenden Lokalblatts beschäftigt. Wie die Serie auf reale Bezüge zu den gravierenden Problemen des US-Lokaljournalismus verweist, zugleich jedoch Optimismus verbreitet und sich gewohnt schwarzhumorig präsentiert, lesen Sie in unserer Serienkritik.
Christopher Walken muss raus
Der Magazin- und Porträtfotograf Martin Schoeller ist mit großformatigen Close-ups von Persönlichkeiten aus Film, Kultur, Politik oder Sport weltweit bekannt geworden. Zugleich fotografiert er auch Menschen, die sich am Rande der Gesellschaft bewegen. Die Dokumentation „We all bleed red“
hat ihn bei seiner vielseitigen Arbeit begleitet. Bei uns lesen Sie eine Rezension des Filmes, ergänzt mit Wortmeldungen des Starfotografen.
Rezension zu „Gossip“: Versuch einer Imagekorrektur
Kelsey McKinney ist Journalistin, Autorin und Mitbegründerin des beliebten „Normal Gossip“-Podcasts mit weltweit Millionen von Leser:innen und Follower:innen. Sie liebt Klatsch und Tratsch, auch im Journalismus, über alles – schon seit ihrer Kindheit. Mit ihrem Buch „Gossip“ erforscht sie die kulturelle Faszination für das Leben anderer Menschen und startet den Versuch, das Thema von seinem anrüchigen Image zu befreien. Ob das gelingt, lesen Sie in der Rezension von Carola Leitner.
Filmkritik zu September 5: Medialer Meilenstein am Rande einer Katastrophe
Das auf wahren Begebenheiten beruhende Drama September 5 spürt der Grenzlinie zwischen angebrachter und sensationalistischer Berichterstattung nach und greift gewichtige Fragen über das Verhältnis von Medien und Terrorismus auf.
Filmkritik zu „Good News“: Ein Fallschirmreporter auf moralischen Abwegen
Das intensive Drama Good News um einen zur Lüge greifenden Auslandsreporter mag an den Relotius-Skandal erinnern, verweist aber auf einen größeren Komplex um seriöse Auslandsberichterstattung. Er ist ganz nah dran: Ein Name noch und er käme endlich zum Kern der Recherche, die ihn seit Wochen, vielleicht sogar seit Monaten in Thailand festhält. Doch der Mann, […]