DFJV Lesetipps #
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Statistik für Journalist:innen: Grundlagen und Praxis
von Julia Lück-Benz
München: UVK 2022 – 309 Seiten, kartoniertDas Buch: Fachjournalistische Arbeit ist vielfältig daten- und zahlenbasiert, daher sind mathematische und statistische Kenntnisse geboten. Dieses berufspraktische Buch vermittelt grundlegende statistische Kenntnisse speziell für Journalistinnen und Journalisten. Der Band erscheint in der Verlagsreihe Journalistik und Publizistik.
Die Autorin: Dr. Julia Lück-Benz ist den Angaben zufolge wissenschaftliche Mitarbeiterin am Journalistischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie an der Arbeitsstelle Medienanalyse/Forschungsmethoden am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Freien Universität Berlin.
Verlagspräsentation mit Leseprobe
Die Themen:
- Einleitung
- Das Problem: (Richtige) Fragen stellen und eine Theorie entwickeln
- Der Plan: Messinstrumente entwickeln und Datenbeschaffung vorbereiten
- Die Daten
- Die Analyse
- Aufbereitung
- Abschluss
Das Resümee:
- Dieses Buch richtet sich nach den Worten der Autorin an angehende und praktizierende Journalistinnen und Journalisten. Ein Werk mit dem Anspruch, eine Hilfe im journalistischen Alltag zu sein.
- Statistik wird als fester Bestandteil des Rechercherepertoires und als Argumentationshilfe verstanden. Aus der Sicht der Autorin leitet sich daraus die Forderung nach Statistikkompetenz für Journalistinnen und Journalisten ab.
- Statistik wird hier in einem doppelten Sinne verstanden: Einerseits als tabellarische oder grafische Darstellung. Andererseits als die Bezeichnung für die Methoden zur Gewinnung und Verarbeitung von Daten. Es werden beide Betrachtungsweisen behandelt.
- Die Ausführungen folgen dem Konzept des statistischen Prozesses (1. Problem, 2. Plan, 3. Daten, 4. Analyse, 5. Aufbereitung).
- Im Mittelpunkt stehen das statische Verständnis und die Anwendung statischer Methoden auf konkrete Fragestellungen. Im Unterschied zu traditionellen Lehrbüchern der Statistik stehen die Mathematik, z. B. die Ableitung von Formeln, und die Technik, z. B. der Einsatz von Software, im Hintergrund.
- Die Autorin geht betont didaktisch vor. Der Text ist tief gegliedert, zahlreiche Infoboxen heben Wissenswertes hervor, Exkurse bieten vertiefende Erörterungen, 63 Abbildungen und Tabellen veranschaulichen Sachverhalte, am Ende der Kapitel stehen Checklisten, die das Wesentliche zusammenfassen, sowie eine kommentierte Literaturliste. Die Textgestaltung ist lesefreundlich.
- Alles im allem verknüpft der Titel die Themenwelten Journalismus und Statistik zu einer nützlichen und hilfreichen Veröffentlichung, die den Qualitätsjournalismus stärken kann, z. B. durch die Ausführungen zur Quellenkritik, zu Erhebungs- und Messverfahren, zu Analysetechniken oder zur Kommunikation von Erkenntnissen.
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Medienanalyse: Eine medienwissenschaftliche Einführung
von Sven Grampp
München: UVK 2021 – 360 SeitenDas Buch: Der Titel erscheint in der Verlagsreihe „Medien- und Kulturwissenschaft“. Ein wissenschaftliches Lehrbuch über Analyseverfahren im Medienbereich.
Der Autor: PD Dr. Sven Grampp ist akademischer Oberrat am Institut für Theater- und Medienwissenschaft der Universität Erlangen-Nürnberg.
Verlagspräsentation mit Leseprobe
Die Themen:
- Zur Einführung | Eine Warnung
- Analyse | Eine Analyse
- Poetik | Mediale Formen analysieren
- Code | Mediale Referenzen analysieren
- Medien | Mediale Verhältnisse analysieren
- Milieu | Mediale Umwelten analysieren
- Am Ende | Medienwissenschaftliche Medien analysieren
Das Resümee:
- Der Autor versteht und behandelt „Medienanalyse“ in einem fachspezifischen Sinne. Das Buch bietet genauer gesagt eine Einführung in diverse Analysezugriffe und Methoden einer kulturwissenschaftlich ausgerichteten Medienwissenschaft.
- Der Titel lässt sich als wissenschaftliches Lehrbuch einordnen, das dieses Thema in wissenschaftlicher Weise behandelt und wissenschaftliche Erkenntnisse in publizierter Form zugänglich macht.
- Das Buch greift einige Medien zur näheren Betrachtung heraus. Besonderen Bezug wird auf die Fernsehserie Buffy the Vampire Slayer genommen, ferner auf die Bereiche Fotografie, Film, Comic oder Computerspiel.
- Zur leichteren Orientierung setzt der Autor zahlreiche didaktische Elemente ein. Den einzelnen Kapiteln wird eine kleine Einführung („Spoiler-Alarm“) vorangestellt, jedes Kapitel erfährt eine knappe Zusammenfassung („Recap“) und eine abschließende Rubrik („Readings…“) markiert einen Abspann. Zahlreiche Abbildungen (nicht immer leicht lesbar) illustrieren Sachverhalte und Zusammenhänge.
- Diese Neuerscheinung richtet sich an ein wissenschaftlich vorgebildetes Publikum, an Studierende und an Leser:innen mit einem besonderen Erkenntnisinteresse im Bereich der kulturwissenschaftlich orientierten Medienwissenschaft.
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Medien und Wahrheit: Medienethische Perspektiven auf Desinformation, Lügen und „Fake News“
von Prof. Dr. Christian Schicha, Dr. Ingrid Stapf und Dr. Saskia Sell (Herausgegeber:innen)
Baden-Baden: Nomos 2021 – 391 Seiten, broschiertDas Buch: Der Titel erscheint als Band 15 der Reihe „Kommunikations- und Medienethik“. Der vorliegende Sammelband dokumentiert den Angaben zufolge die Ergebnisse einer themenbezogenen Tagung.
Das Herausgeberteam: Prof. Dr. Christian Schicha ist Professor für Medienethik am Institut für Theater- und Medienwissenschaft der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg. Dr. Ingrid Stapf ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Schwerpunkt Medienethik am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften der Universität Tübingen. Dr. Saskia Sell ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Freien Universität Berlin.
Verlagspräsentation mit Leseprobe
Die Themen:
- Einleitung: Zwischen Desinformation, Zeugenschaft und Glaubwürdigkeit: Medienethische Perspektiven auf Wahrheit im Kontext der Digitalisierung
- Wahrheit im Kontext von Digitalisierung: Philosophisch-ethische Auseinandersetzungen
- „Fake News“ und Desinformation: Theoretische Einordnungen
- Fälschungen und Manipulationen: Empirische Untersuchungen und gesellschaftspolitische Fallanalyse
- Wahrheit im Journalismus: Ethische Problemfelder und praktische Lösungen im Kampf gegen Desinformation
- Programmierte Wahrheit und digitale Netzwerk-Öffentlichkeiten: Ethische Herausforderungen der Onlinekommunikation
Das Resümee:
- Dieser Tagungsband enthält 19 Einzelbeiträge zuzüglich einer Einleitung von 25 Autorinnen und Autoren zu einem zentralen journalistischen Thema: Beispielsweise betont der Pressekodex, die ethischen Standards für den Journalismus, in Ziffer 1 „die Achtung vor der Wahrheit“.
- Der Sammelband beleuchtet facettenreich den Wert der Wahrheit im Journalismus und in der Medienpraxis.
- Die ersten Kapitel erfassen das Thema vornehmlich aus einer grundsätzlichen Perspektive, z. B. Wahrheit in der digitalen Kulturindustrie oder politische Kommunikation im Spielmodus.
- Die letzten beiden Kapitel nähern sich der Fragestellung dieser Veröffentlichung konkret und praxisnah. So wird z.B. anhand eines Fotos zu einem Polizeieinsatz die Verifikation von Online-Inhalten im Journalismus real und nachahmenswert präsentiert. „Die Reportage nach dem Fall Relotius“ (erfundene Geschichten, zuletzt für den Spiegel) beschreibt die Reportage als Problemfall und arbeitet Konsequenzen für die Praxis heraus.
- Das Buch vertieft mit verschiedenen Texten zahlreicher Autorinnen und Autoren die medienethische Perspektive auf Wahrheit im Sinnzusammenhang mit der Digitalisierung und dem Vertrauensverlust durch Desinformationen. Die Frage nach journalistischen Wahrheitsansprüchen durchzieht die Veröffentlichung. Ein nützlicher Beitrag zur Mediendiskussion und auch zum journalistischen Selbstverständnis.
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Medienmanagement: Grundlagen der Führung und Steuerung von Medienunternehmen
von Martin Gläser
München: Vahlen 2021 – 874 Seiten (4., vollständig überarbeitete Auflage)Das Buch: Das Werk ist Teil der Reihe „Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften“.
Der Autor: Prof. Dr. Martin Gläser ist Professor für Medienwirtschaft und Medienmanagement an der Hochschule der Medien Stuttgart.
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Die Themen:
- Grundbegriffe
- Medienunternehmen als Gegenstand
- Umfeld von Medienunternehmen
- Teilsysteme von Medienunternehmen
- Betriebswirtschaftliches Abbild von Medienunternehmen
- Normatives Management
- Strategisches Management
- Operatives Management
- Ganzheitliche Steuerung
Das Resümee:
- Der Band befasst sich mit den wirtschaftlichen Aspekten von Medienunternehmen.
- Die spezielle, auf die Medien bezogene Betriebswirtschaftslehre wird in übersichtlicher, gut strukturierter Weise vermittelt und gliedert sich in die Themenblöcke: Begriffliche und methodische Grundlagen, Zentrale Charakteristika sowie Führung und Steuerung von Medienunternehmen.
- Zahlreiche unterstützende didaktische Elemente fördern Zugang und Verständnis, u. a. durch eine Vielzahl von Abbildungen, Infokästen, Hervorhebungen usw. Vielfältige Beispiele verstärken den Praxisbezug.
- Das Thema Journalismus erfährt in unterschiedlichen Bezügen eine nähere Aufmerksamkeit. Der Begriff Journalismus erscheint im Stichwortverzeichnis 15-mal mit z. T. mehrseitigen Betrachtungen. Journalistinnen und Journalisten sind mit ihren Funktionen und Aufgaben, aber auch Problemen im Medienmanagement angemessen berücksichtigt.
- Der Titel spricht Journalistinnen und Journalisten an, die in Führungsverantwortung stehen. Ebenso z. B. Wirtschafts- und Medienjournalisten, die Medienthemen unter ökonomischen Aspekten beleuchten.
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Zeitungs- und Zeitschriftenjournalismus: Schreiben für Print und Online
von Volker Wolff, Tanjev Schultz und Sabine Kieslich
Köln: Herbert von Halem 2021 – 387 Seiten (3., vollständig überarbeitete Auflage)Das Buch: Das Buch erscheint in der Reihe Praktischer Journalismus als Band 67.
Die Autorinnen und Autoren: Prof. Dr. Volker Wolff leitete bis 2014 die Presseausbildung im Masterstudiengang Journalismus der Universität Mainz. Prof. Dr. Tanjev Schultz ist Professor für Grundlagen und Strategien des Journalismus am Journalistischen Seminar des Instituts für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Dr. Sabine Kieslich ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Journalistischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz.
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Die Themen:
- Relevanz und Zukunft des Journalismus
- Nachrichten und ihre Auswahl
- Recherche
- Journalistische Sprache
- Meldung
- Bericht
- News-Story (Magazinbericht)
- Interview
- Kommentar
- Glosse
- Kritik
- Reportage
- Feature
- Porträt
- Rekonstruktion
- Essay und Analyse
- Service
- Redigieren
- Überschrift und Vorspann (Teaser)
- Bilder und Bildzeile
- Berufsgrundsätze im Journalismus
Das Resümee:
- Dieses Lehrbuch bildet den aktuellen Wissensstand des Zeitungs- und Zeitschriftenjournalismus ab, definiert den Standard, vermittelt Grundsätze und Arbeitsweisen im Journalismus.
- Das Autorenteam erörtert Aspekte der journalistischen Haltung, beleuchtet das Zusammenspiel von Ethik und Journalismus. Schwerpunktmäßig steht das journalistische Handwerk im Fokus, die diversen Darstellungsformen bzw. die einzelnen Textsorten werden näher aufgearbeitet.
- Das Buch ist betont praxisorientiert, gezielte Tipps und vielfältige Beispiele verstärken die Anwendungsorientierung. Die lesefreundliche Textgestaltung und der flüssige und verständliche Schreibstil erhöhen den Gebrauchsnutzen. Es könnten jedoch mehr Abbildungen eingesetzt werden.
- Die Neuauflage eignet sich gut zum Selbststudium. Der Titel kann die in einem Bildungszusammenhang erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten festigen und vertiefen und in besonderer Weise „Alt-Wissen“ auffrischen und mit Impulsen aufbessern.
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Handbuch des Presserechts
von Reinhardt Ricker und Johannes Weberling
München: C. H. Beck 2021 – 754 Seiten (7. Auflage)Das Buch: Der Titel hat sich als Standardwerk des Presserechts etabliert. Ein Buch in handlichem Format, das den Stoff des Presserechts in systematischer Form behandelt.
Die Autoren: Dr. Reinhart Ricker M.A., Professor für Medienrecht und Medienpolitik, Rechtsanwalt in Kronberg. Dr. Johannes Weberling, Honorarprofessor für Medienrecht an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Rechtsanwalt in Berlin. Laut Bearbeiterübersicht haben weitere Experteninnen und Experten die Erarbeitung der Neuauflage unterstützt.
Verlagspräsentation mit Leseprobe (PDF-Download)
Die Themen:
- Allgemeine Grundlagen
- Die Pressefreiheit
- Das Ordnungsrecht der Presse
- Der Informationsanspruch der Presse
- Das Recht der Gegendarstellung
- Zeugnisverweigerung und Beschlagnahme im Pressebereich
- Die innere Verfassung der Presse
- Die Pflichten der Presse
- Die zivilrechtliche Haftung der Presse für rechtswidrige Veröffentlichungen
- Das pressespezifische Vertragsrecht
- Presse und Strafrecht
- Pornographische Schriften und jugendgefährdende Träger- und Telemedien
- Presse und Urheberrecht
- Presse und Verlagsrecht
- Kennzeichen- und Titelrecht der Presse
- Presse und Wettbewerbsrecht
- Presse und Kartellrecht
- Pressevertriebsrecht
- Gesetzestexte
Das Resümee:
- Der Band führt in 89 Kapiteln durch die für die Presse geltenden Rechtsnormen und damit durch die juristischen Rahmenbedingungen der journalistischen Arbeit.
- Die thematische Betrachtung erstreckt sich über die journalistische Tätigkeit hinaus u. a. auch auf Rechtsfragen im Zusammenhang mit den Presseerzeugnissen oder des Pressevertriebs.
- Aufgegriffen werden Anforderungen, die sich u. a. aus dem Öffentlichen Recht, dem Zivil- und Strafrecht oder aus den Standesnormen ergeben.
- Den Angaben zufolge berücksichtigt die Neuauflage u. a. die sogenannte Elektronische Presse, Fragen der Medienkovergenz, der Anbieterkennzeichnung oder der Entwicklung der Presse in der Gegenwart.
- Typische Konfliktstellen aus der journalistischen Arbeit werden prüfend beleuchtet, etwa das Spannungsverhältnis zwischen Pressefreiheit und Persönlichkeitsrecht, Aspekte der Sorgfaltspflicht, Grenzen der Testberichterstattung, Fragen zur Gegendarstellung oder der Problematik des Urheberrechts.
- Die Gestaltungsmerkmale ergeben sich aus der Kommentarfunktion dieses Handbuches. Gesetz und Rechtsprechung werden erläutert und mit Anmerkungen versehen, umfangreiche Quellennachweise stützen die Ausführungen, vielfältige Literaturhinweise ermöglichen eine vertiefende Beschäftigung mit den Rechtsthemen, die gedrängte textliche Darstellung und das Layout entsprechen dem Charakter derartiger Veröffentlichungen.
- Insgesamt ein Standardwerk zum Presserecht von kompetenten Autorinnen und Autoren in praxisorientierter Ausgestaltung für eine vertiefende Orientierung in Fragen des Presserechts.
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Recht und Sprache in der Praxis: Was wir schreiben, wie wir schreiben – und ob es trotzdem wer versteht?
von Gerald Kohl
Wien: Facultas 2021, Paul Nimmerfall (Hrsg.) – 277 SeitenDas Buch: Dieses Buch ist hervorgegangen aus einer Lehrveranstaltung der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien.
Die Herausgeber. Ao. Univ.-Prof. Dr. Gerald Kohl ist Universitätsprofessor an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien. Dr. Paul Nimmerfall arbeitet für eine internationale Kanzlei und ist Lehrbeauftragter an der Universität Wien und der Wirtschaftsuniversität Wien. Die Herausgeber werden von vier Co-Autoren unterstützt.
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Die Themen:
- 21 Vorschläge für bessere Sprache und verständlichere Texte
- Sprache im Kontext
- Problemfelder
- Formale Textgestaltung
- Recht und Sprache in der Gesetzgebung
- Recht und Sprache in der Vertragsgestaltung
- Recht und Sprache in der Rechtsberatung
- Recht und Sprache im Gerichtsprozess
- Recht und Sprache im Journalismus
- Übungsbeispiele
Das Resümee:
- Sprachbewusstsein und Sprachsorgfalt sind die Kernthemen der Veröffentlichung. Das Buch ist keine Sprachlehre und die Autoren sind keine Sprachwissenschaftler. Vielmehr präsentieren sprachsensible Juristen eine Arbeitshilfe für den korrekten und sorgfältigen Einsatz der Sprache in verschiedenen Anwendungsgebieten.
- Gemäß Vorwort ist es das Ziel, „ein Bewusstsein für sprachliche Probleme im juristischen Alltag zu schaffen“. Der Akzent liegt zwar auf juristischen Tätigkeiten, aber die grundsätzliche und weitgreifende Darstellung spricht einen breiten Kreis von Interessentinnen und Interessenten an. Nahezu alle, für die die Sprache ein entscheidendes Werkzeug ist, können von dieser Veröffentlichung profitieren.
- Der Titel weist sich als Praxishandbuch aus. Theoretische Erwägungen treten weitgehend in den Hintergrund, im Mittelpunkt stehen konkrete, anschauliche Darlegungen, die mit vielen Beispielen untermauert werden. Zahlreiche Übungsaufgaben helfen, den Lehrstoff zu durchdringen.
- Ein umfangreiches Inhalts- und ein detailliertes Stichwortverzeichnis erleichtern Überblick und Zugriff. Die tiefe Gliederung und viele Hervorhebungen fördern die Orientierung. Der Schreibstil ist flüssig verständlich. Das Buch ist lesefreundlich gestaltet.
- Dieser Sprachratgeber – überwiegend orientiert an juristischen Sprach- und Sachthemen – kann Impulse vermitteln, den eigenen, vor allem schriftlichen Sprachgebrauch zu reflektieren und zu kultivieren.
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Kommunikation und Medien: Ein Arbeitsbuch für Hochschule und Praxis
von Steffen Hillebrecht
Berlin: Duncker & Humblot 2021, 244 Seiten (2., überarbeitete Auflage)Das Buch: Der Band erscheint in der Edition Wissenschaft & Praxis.
Der Autor: Prof. Dr. Steffen Hillebrecht forscht und lehrt an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der FH Würzburg-Schweinfurt und ist Leiter des Studiengangs Medienmanagement.
Verlagspräsentation mit Leseprobe
Die Themen:
- Die Grundlagen der Kommunikation
- Die Gestaltung von Kommunikation
- Die Gestaltung der Kommunikation in Gesellschaft und Unternehmen
- Medien und Massenkommunikation
- Die Medienwissenschaft als Beschreibung organisierter Kommunikation
Das Resümee:
- Der Band gibt einen breiten Überblick über Themen der Kommunikation und Medien.
- Die Themenvielfalt erstreckt sich u. a. auf die Kommunikation in spezifischen Situationen, Funktionen der Kommunikation in der Gesellschaft, Gestaltung der Mediengesellschaft, Journalismus als Gestaltungsmöglichkeit, Medienpsychologie, Medienrecht, Medienethik oder positive und negative Sprache.
- Zu den charakteristischen Merkmalen des Buches zählt das Herausarbeiten des Zusammenhangs von Kommunikation und Medien sowie die Verknüpfung der Buchgenres Lehr- und Arbeitsbuch.
- Im Wesentlichen vermittelt diese Neuauflage fundiertes Basiswissen, einige Aspekte erfahren auch eine detailliertere Betrachtung. Neben Sach- und Faktenwissen wird vielfach auch Verständniswissen vermittelt, stellenweise auch Handlungswissen zur praktischen Nutzung.
- Die tiefe Gliederung und die strukturierte Darstellung weiterer Textumfänge erleichtern Überblick und Orientierung, zahlreiche Abbildungen veranschaulichen und verdeutlichen die Aussagen, der ausdrucksvoll und verständliche Sprachstil fördert das Erfassen des Stoffes, das Inhaltsverzeichnis bietet eine Feingliederung des Buches, auf ein Stichwortverzeichnis wird verzichtet.
- Die Ausrichtung als Lehrbuch bietet Studierenden einen leicht fasslichen Themenüberblick. Der Charakter als Arbeitsbuch ist ein Angebot, das Gelesene zu analysieren und zu reflektieren und nach neuen Erkenntnissen zu suchen, diese Eigenschaft erweitert die Zielgruppe auch auf berufstätige Leser:innen.
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Journalismus: Eine praktische Einführung
von Janis Brinkmann
Baden-Baden: Nomos 2021 – 277 SeitenDas Buch: Das Werk ist Teil der Reihe Studienkurs Medien & Kommunikation, einer Lehrbuchreihe für Studierende.
Der Autor: Dr. Janis Brinkmann ist Professor für Publizistik in der digitalen Informationswirtschaft und Studiendekan des Studiengangs Medienmanagement. Er lehrt u. a. in der Studienvertiefung „Digital Media and Journalism“ an der Hochschule Mittweida.
Verlagspräsentation mit Leseprobe
Die Themen:
- Einleitung: Journalismus ist Handwerk – und Haltung
- Einführung in den Journalismus
- Rahmenbedingungen des Journalismus
- Grundlagen des Journalismus
- Journalistisches Arbeiten
- Trends im Journalismus
- Ausblick: Das Zeitalter des Journalismus?
Das Resümee:
- Das Lehrbuch gibt eine Einführung in das Berufs-, Tätigkeits- und Problemfeld des Journalismus.
- Dabei liegt der Akzent einerseits auf dem journalistischen Handwerk und auf der journalistischen Haltung, andererseits auf den Umständen und Bedingungen journalistischer Arbeit.
- Das Kapitel „Journalistisches Arbeiten“ ist das Kernstück der Veröffentlichung. Hier werden von der Themenfindung und der Recherche über die journalistischen Darstellungsformen und das journalistische Schreiben bis zum Faktencheck wesentliche journalistische Tätigkeiten kompakt beschrieben.
- Die Orientierung dieser Neuerscheinung lässt sich – auf einer gesicherten fachtheoretischen Grundlage – mit anwendungs- und umsetzungsorientiert kennzeichnen. Schwierige Aufgaben, komplizierte Fragestellungen und nicht gelöste Fragen, etwa in Bezug auf weitere Entwicklungen, finden die besondere Aufmerksamkeit des Autors.
- Zahlreiche Lese- und Lernhilfen erleichtern die Lektüre. Zusammenfassungen geben die Kapitelinhalte knapp wieder, kapitelweise Diskussionsfragen regen zum Nach- und Überdenken an, 60 Abbildungen und 18 Tabellen setzen Sachverhalte und Zusammenhänge ins Bild, Vertiefungen leuchten spezielle Sachverhalte aus oder klären Begrifflichkeiten. Das Buch ist gut zu lesen.
- Der Titel ist vorrangig für den Einsatz in Studiengängen an Hochschulen sowie für die Ausbildung von Journalisten und Journalistinnen konzipiert. Berufstätige können mithilfe dieser Neuerscheinung ihr Wissen auffrischen sowie Anregungen und Orientierungshilfen gewinnen.
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Kommunikationswissenschaft
von Klaus Beck
München: UVK 2020 – 272 Seiten (6., überarbeitete Auflage.)Das Buch: Der Titel erscheint in der Reihe utb basics, deren Ziel es ist, den Stoff in kompakter, verständlicher und übersichtlicher Form zu vermitteln.
Der Autor: Prof. Dr. Klaus Beck ist Professor für Kommunikationswissenschaft an der Universität Greifswald.
Verlagspräsentation mit Leseprobe
Die Themen:
- Kommunikation, Information, Zeichen
- Interpersonale Kommunikation
- Medien
- Öffentlichkeit, öffentliche Meinung und öffentliche Kommunikation
- Formen öffentlicher Kommunikation (Publizistik)
- Kommunikationswissenschaft als Wissenschaft von der Kommunikation
- Forschungsfelder der Kommunikationswissenschaft
- Teildisziplinen der Kommunikationswissenschaft
Das Resümee:
- Der Titel versteht sich als Einführung in die Kommunikationswissenschaft. Er besteht aus zwei aufeinander aufbauenden Teilen.
- Teil 1 behandelt Grundbegriffe, befasst ich u. a. mit Grundfragen der Öffentlichen Meinung und gibt eine vergleichende Betrachtung von Journalismus, Public Relations und Werbung. Teil 2 widmet sich Forschungsfeldern und Teildisziplinen der Kommunikationswissenschaft, geht u. a. ein auf Mediennutzungs- und Medienwirkungsforschung ein.
- Die Veröffentlichung basiert vor allem auf den Lehrerfahrungen des Verfassers mit Einführungsveranstaltungen. Das Buch liest sich wie ein Einführungskurs in die Kommunikationswissenschaft, es orientiert über Grundsätzliches des Faches.
- Zahlreiche didaktische Elemente unterstützen die Vermittlung des Stoffs, u. a. durch den Einsatz von Schaubildern, orientierende Randbemerkungen, Infoboxen mit z. B. Definitionen, Zusammenfassungen, Übungsfragen etc. Die zweifarbige Textgestaltung ist recht lesefreundlich.
- Zusatzmaterial ergänzt das Werk. Das – im Test unproblematisch abrufbare – Online-Material enthält zum einen Darstellungen über die Mediennutzung in der Schweiz und Österreich und zum anderen eine umfangreiche Datei „Auszüge aus Primärtexten“.
- Das Buch ist einerseits ein Angebot an Studierende, andererseits eine theoretische Orientierung für die Praxis.