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„Man kann die Bedeutung von Podcasts fast nur unterschätzen“

09.01.2026 Gunter Becker
Titelillustration: Esther Schaarhüls


Ein Interview mit Christian Bollert.

Der Podcast-Radiosender detektor.fm aus Leipzig scheint alles richtig zu machen. Prominente Partner wie die Zeit, die Süddeutsche Zeitung, brand eins und Spektrum der Wissenschaft stellen ihm ihre Podcasts ins Programm. Im Gegenzug beliefert detektor.fm als Produktionsstudio den Spiegel und die Süddeutsche Zeitung. Podcasts des Medienhauses wurden mit dem Deutschen Radiopreis und dem Grimme online-Preis ausgezeichnet oder dafür nominiert. Im Dezember 2025 wurde der Sender zudem mit einer sechsstelligen Förderung des Media Forward Fund für ein geplantes lokales Podcast-Projekt für Sachsen-Anhalt ausgestattet. Wie funktioniert ein Podcast-Radio und was treibt seine Macher:innen an? Welchen Platz haben dort freie Fachjournalist:innen? Das beantwortet der geschäftsführende Gesellschafter von detektor.fm Christian Bollert im Fachjournalist-Interview.

Anfang Dezember wurde bekannt gegeben, dass detektor.fm eine Förderung von 500.000 vom Media Forward Fund bekommt, um ein neues regionales Informationsangebot in und für Sachsen-Anhalt aufzubauen. Herzlichen Glückwunsch dazu! Was macht ihr mit dem Geld?

Ja, wir erhalten eine Förderung! Das ist verrückt und supergut.

Wir haben jetzt für zwei Jahre eine Finanzierung, um mit detektor.fm in und für Sachsen-Anhalt eine differenzierte, ausgewogene Berichterstattung aufzubauen. Besonders wichtig ist, dass wir das direkt im Vorfeld der dortigen Landtagswahlen im September 2026 machen können.

Was plant ihr da genau?

Wir werden in und für Sachsen-Anhalt ein wöchentliches Podcast- und Newsletterangebot produzieren, so eine regionale User-Community aufbauen und binden und vier Live-Events in Sachsen-Anhalt durchführen.

Schlage doch bitte mal eine Brücke von diesem Projekt zur generellen Vision von detektor.fm, eurem Podcastradio aus Leipzig.

Unser Anspruch ist, im Audiobereich, also vor allem mit Podcasts und Internetradio, journalistische Inhalte zu erzählen. Dazu entwickeln wir zeitgemäße journalistische Audio-Formate.

Wir tun dies auch, um die Anerkennung von und die Wertschätzung für den Journalismus generell zu fördern und um zu zeigen, dass man der demokratischen Gesellschaft und der Zivilgesellschaft mit Journalismus dabei helfen kann, sich weiterzuentwickeln und sich fest auf den Boden des Grundgesetzes zu stellen. Das ist unsere ganz große Vision.

Unser Anspruch ist, im Audiobereich, also vor allem mit Podcasts und Internetradio, journalistische Inhalte zu erzählen. Dazu entwickeln wir zeitgemäße journalistische Audio-Formate.

Dafür baut ihr aus Eigen- und Fremdproduktionen sowie Musik ein tägliches Podcast-Radioprogramm, das über DAB+, das Internet und die bekannten Streaming-Pattformen verteilt wird. Partnerprogramme kommen von großen Medienmarken wie der Zeit, brand eins, Spektrum der Wissenschaft oder Monopol. Warum habt ihr die Partnerpodcasts ins Programm genommen? Anfangs habt ihr alles selbst produziert.

Partnerpodcasts gibt es vor allem in unserem Radioprogramm, im Livestream und in der Wortschiene. Die Podcasts, die wir unter der Marke detektor.fm veröffentlichen, produzieren wir nach wie vor selbst.

Bezüglich der Übernahme von Podcasts anderer Medienhäuser in unser Programm gab es etwa 2019 bei uns eine entscheidende Situation. Unser Kollege Nico fragte: „Warum spielen wir eigentlich nur unsere eigenen Podcasts im Stream? Die Musik, die wir spielen, machen wir doch auch nicht selbst.“ Das war damals ein augenöffnender Moment.

Wir hatten bereits seit 2010 das Streiflicht der Süddeutschen Zeitung vertont und auch selbst gespielt. Dann haben wir mal geguckt, welche anderen Verlage und Medienhäuser interessante Podcasts anbieten und welche davon unser Programm bereichern könnten.

Im Grunde macht ihr ein tägliches Radioprogramm mit Podcasts und Musik. Wie sieht die Programmstruktur aus? Gibt es Beispiele für die Integration anderer Markenpodcasts?

Unser Programm ist sehr vielfältig und ich nenne jetzt nur einige Beispiele. Seit vielen Jahren gibt es bei uns morgens um 8:15 Uhr den täglichen Nachrichtenpodcast Was jetzt? von der Zeit. Auch weil wir selbst einen solchen Podcast gar nicht produzieren, aber denken, dass er für die Leute morgens eine gute Sache ist. Um 9:30 Uhr läuft dann das „Streiflicht“ der Süddeutschen Zeitung. Über den ganzen Tag integrieren wir Ausschnitte aus verschiedenen Podcasts, zum Beispiel aus Hotel Matze, ins Programm. Am Abend gibt es Spezialpodcasts, etwa zu Netzpolitik, Wissenschaft oder juristischen Themen. Und am Wochenende läuft zum Beispiel das Gartenradio. Das passt an einem Werktag nicht so gut, ist aber für den Sonntagnachmittag ein toller Inhalt.

So bieten wir eine große Bandbreite an Themen und wir bekommen von unseren Hörer:innen immer wieder gespiegelt, dass sie das sehr schön finden.

Ihr sendet dabei aber nur Ausschnitte aus den Fremdproduktionen?

Ja. Die Medienhäuser stellen uns jeweils die aktuellen Folgen zur Verfügung und wir spielen Ausschnitte, Teaser, daraus. Das ist auch für die Podcaster:innen spannend, weil sie bei uns nochmals neue Leute erreichen.

Unser Programm hat für die Podcaster:innen anderer Häuser oft eine Schaufensterfunktion. Im Gegenzug können wir so unser Programm weiter aufwerten.

Ihr seid auch Produktionsstudio für andere Medienhäuser und produziert Podcasts, die weder in eurem Programm laufen noch einen detektor-Brand tragen, etwa Die Lage“ für den Spiegel. Wie kam es dazu?

Zusätzlich zur „Lage“ haben wir für T-Online den „Tagesanbruch“ produziert oder produzieren für die Süddeutsche Zeitung das „Streiflicht“. Da sind wir dann klassische Dienstleister.

Unser Programm hat für die Podcaster:innen anderer Häuser oft eine Schaufensterfunktion. Im Gegenzug können wir so unser Programm weiter aufwerten.

Wir wollten von Anfang an nicht nur von einem Auftraggeber, einem großen Werbekunden oder generell nur von der Werbewirtschaft abhängig sein. Stattdessen wollten wir schon immer auf möglichst vielen Beinen stehen – im Grunde, seit wir uns mitten in der Finanzkrise, 2008, 2009, gegründet hatten –, und uns so resilient wie möglich aufstellen, lieber zehn kleine Partner haben als einen großen. Diese Strategie hilft uns übrigens auch jetzt, in einer herausfordernden Weltlage und einer nicht gerade rosigen Wirtschaftsstimmung.

Wie wichtig ist detektor.fm als reines Produktionsstudio? Ihr geltet als eines der größten Podcaststudios deutschlandweit. Wie sieht euer Wettbewerb aus?

In den ostdeutschen Bundesländern sind wir sicher das größte Studio: Wir haben etwa 25 Mitarbeitende. Aber es gibt durchaus noch weitere erfolgreiche Produktionsfirmen mit einem Podcastschwerpunkt, die ähnlich groß sind, etwa Studio Bummens, Bose Park, Pool Artists oder Wake Word. Wir gehören sicher irgendwo unter die Top 5.

Wir wollten von Anfang an nicht nur von einem Auftraggeber, einem großen Werbekunden oder generell nur von der Werbewirtschaft abhängig sein.

Früher habt ihr freien Journalist:innen Arbeitsplätze in euren Räumlichkeiten angeboten. Der Deal war: Workspace gegen Content fürs detektor-Programm. Gibt es das Modell noch?

Die Leute zahlten uns monatlich 50 Euro plus Mehrwertsteuer und teilten viermal im Monat Inhalte mit uns. Eine Kollegin hier macht das auch heute noch. Zu Beginn arbeiteten fünf freie Journalist:innen auf die Art mit uns zusammen.

Wenn jemand zum Beispiel nach Torgau fuhr, um dort eine spannende Reportage für den Deutschlandfunk zu produzieren, kam er anschließend noch zu einem Studiogespräch über das Thema in unser Studio. Also eine klassische Zweitverwertung.

Anke, die letzte Kollegin aus dem Modell, die noch bei uns ist, macht musikjournalistische Beiträge. So ist sie thematisch nahe an unserer Musik-Redaktion und liefert uns gelegentlich Plattenkritiken, Konzertbesprechungen, oder hilft uns bei der Playlist, in Podcasts und mit ähnlichen Dingen.

Ich finde die Idee nach wie vor charmant und wenn ich jetzt selbst wieder als freier Journalist arbeiten würde, würde ich nach solch einem Ort suchen, weil es da auch immer einen zusätzlichen Austausch gibt und so nicht jeder nur für sich allein im Homeoffice werkelt.

Ist es für freie Fachjournalist:innen sinnvoll, Themen bei euch zu pitchen?

Bis etwa 2019 haben wir noch deutlich stärker als klassisches Radio gedacht und auch mal Themen, Beiträge oder Studiogespräche bei Externen beauftragt. Das machen wir aber kaum noch, weil wir inzwischen konsequent als Podcastradio agieren.

Nun hat es aber inzwischen eine Konsolidierung am Podcastmarkt gegeben. Große Player wie Wondery, also Amazon, sind ausgestiegen, es gibt eine Werbekrise und auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk steht wegen der Beitragsdebatte auf der Bremse.

Deshalb arbeiten wir immer öfter nicht nur mit anderen Medienunternehmen zusammen – also Verlagen oder Sendern – sondern auch zunehmend mit journalistischen Creatoren. Das sind Leute, die eine Idee für einen Podcast und entweder eine eigene Reichweite oder einen besonders coolen Zugang oder Zuschnitt haben. Dann tun wir uns manchmal eben nicht mit einer Medienmarke zusammen, sondern eben direkt mit Journalistin oder Journalist XY.

Nennst du ein paar Namen aus eurem Programm, für Kollaborationen mit Freien?

Das machen wir zum Beispiel bei unserem Gartenradio, bei dem Heike Sicconi als freie Journalistin den Podcast verantwortet, der eine ganz spannende eigene Zielgruppe hat, immer weiterwächst und dabei eine eigene Community aufgebaut hat. Demnächst startet ein „Eltern und Mama“-Podcast, der konsequent als Videopodcast konzipiert ist, und wir haben mit Antritt seit zehn Jahren einen Fahrradpodcast im Programm, den ein Kollege und Fahrradenthusiast als Fahrradjournalist aufgestellt hat. Um den Podcast herum ist eine eigene Community entstanden, die auch für Werbekunden interessant wurde.

Also sind freie Fachjournalist:innen mit ihren Projekten willkommen?

Unsere Faustregel heißt: Wenn es fachspezifische Themen gibt, Nischen – in einem positiven Sinn – oder thematische Communities, die nicht einmal riesengroß sein müssen, und wurden diese bisher nicht mit Podcasts bedient, dann ist es für uns immer sinnvoll, sich das anzugucken und darüber zu sprechen.

Beim Wort „Influencer“ bin ich immer noch vorsichtig, aber beim aktuellen Buzzword „Creator“ kann ich doch den Gedanken dahinter nachvollziehen. Und Creator können natürlich auch Fachjournalist:innen sein. Unser Redaktionskodex formuliert ja auch den Anspruch, gemeinsam mit Journalist:innen Formate zu entwickeln und Reichweite aufzubauen.

Unsere Faustregel heißt: Wenn es fachspezifische Themen gibt, Nischen – in einem positiven Sinn – oder thematische Communities, die nicht einmal riesengroß sein müssen, und wurden diese bisher nicht mit Podcasts bedient, dann ist es für uns immer sinnvoll, sich das anzugucken und darüber zu sprechen.

Gerade „Antritt“ und „Gartenradio“ sind super Beispiele, dass so etwas auch wirtschaftlich funktionieren kann. Die haben jeweils eine loyale und aktive Community, die auch bereit ist, jeden Monat dafür Geld, beispielsweise bei Steady auszugeben. Podcasts sind dafür einfach eine Riesenchance.

Wie wichtig sind Podcasts als Medium geworden? Laut Statistik hören in Deutschland inzwischen 33 Prozent der Menschen regelmäßig, 23 Prozent sogar täglich Podcasts.

Man kann – aus meiner Sicht – die Bedeutung von Podcasts fast nur unterschätzen. Denn sie haben gleich mehrere Stärken, die viele klassische Medien sonst nicht haben.

Aus Hörer:innenperspektive sind Podcasts die Antithese zum sonstigen aktuellen Medientrend. Sie sind lang, ausführlich und differenziert, während alles außen herum schnell und verkürzt stattfindet, wie bei TikTok, Insta, YouTube Shorts. Podcasts dagegen können schon mal acht bis zehn Stunden lang sein – siehe Zeit-Podcast „Alles gesagt?“. Trotzdem bleiben die Hörer:innen dabei. Auch unsere Formate werden zu über 80 Prozent durchgehört, weil es die Hörer:innen reinzieht, weil es sie interessiert und weil sie so Dinge besser verstehen.

Aus Hörer:innenperspektive sind Podcasts die Antithese zum sonstigen aktuellen Medientrend.

Aus Macher-Perspektive kann ich über einen Podcast den Leuten viel näherkommen als mit anderen Medien. Böhmermann und Schulz (Fest & Flauschig), Tommi Schmitt (Gemischtes Hack), Philip Banse und Ulf Buermeyer (Lage der Nation) haben so erfolgreich ihre persönlichen Marken aufgebaut, sind durch ihren Podcast zu Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens geworden und werden mittlerweile auch ins Fernsehen eingeladen.

Welche Bedeutung haben Podcasts für journalistische Inhalte?

Politiker:innen, besonders in den USA, drängen inzwischen in die Podcaststudios. Streamer schließen mit Podcastern wie Joe Rogan, Alex Cooper und Theo Von Millionenverträge ab.

Die Nachfrage ist auch so groß, weil Podcasts eine emotionale Ebene aufweisen, die klassische Printinterviews nicht haben. Ich bekomme unmittelbar mit, wie die Gäste drauf sind, wie sie gelaunt sind. Das ist extrem wichtig. Es entsteht zwischen Hörer:innen und Hosts eine „parasoziale Beziehung“. Gleichzeitig kommt man in Podcasts auf der Informationsebene viel tiefer. Wenn ich eine halbe Stunde oder Stunde im Podcast sitze, kann ich mehr Informationen geben, tiefer erklären und mehr erzählen als in einem langen Interview für eine Zeitung. Auch deshalb werden Podcasts inzwischen öfter als Quellen genutzt – für Meldungen und Nachrichten in allen Bereichen.

Wenn ich eine halbe Stunde oder Stunde im Podcast sitze, kann ich mehr Informationen geben, tiefer erklären und mehr erzählen als in einem langen Interview für eine Zeitung.

Die Nutzung von Podcast erscheint etwas paradox: Jüngere Menschen haben inzwischen eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne und Podcasts sind ein eher langsames und langes Format. Und doch sind sie besonders bei Jüngeren beliebt. Was lernt ihr über diesen scheinbaren Widerspruch aus eurer eigenen Nutzungsstatistik?

Wir wissen ehrlicherweise vor allen Dingen von Spotify, von wem und wie wir genutzt werden. Dort loggen sich die Leute ein – und deshalb weiß Spotify ziemlich genau über die Hörer:innen Bescheid: wie alt, welches Geschlecht usw. Diese demografischen Daten bekommen wir.

Aber natürlich ist so ein großer Konzern wie Spotify immer auch ein Frenemy. Einige Beobachter sind davon ausgegangen, dass dieses Unternehmen den Podcastmarkt monopolisieren wollte. Das ist aufgrund des offenen Ökosystems der Podcastwelt jedoch nicht passiert.

Durch die Nutzerdaten von Spotify wissen wir beispielsweise, dass wir Formate haben, die bei 20- bis 30-Jährigen extrem erfolgreich sind, und auch solche, die eher die 30- bis 50-Jährigen erreichen, wie „brand eins“ oder „Antritt“. Traditionell sind die Hörer:innen bei uns ein bisschen älter.

Auffallend ist, wie konsequent ihr verschiedene vertriebliche und technische Plattformen umarmt: DAB+, Internetradio, Streamingplattformen, Carplay, Smart Speaker. Das in einer Zeit, in der viele denken, dass man die Nutzer:innen vor allem zu sich holen sollte, um sie nicht an die Plattformökonomie zu verlieren.

Wir haben da eine große Leitlinie: Wir kämpfen für offene Standards und Plattformneutralität. Das heißt aus unserer Sicht aber auch, dass wir auf möglichst vielen Plattformen vertreten sein müssen, um nicht von einer zu abhängig zu werden. Deshalb versuchen wir, mit der technischen Entwicklung mitzugehen aber gleichzeitig auch weiterhin die Kontrolle über unsere Daten zu behalten. Ein konkretes Beispiel: Wir sind nur ein kleiner Player, aber stolz darauf, dass unsere Podcasts weiterhin über einen RSS-Feed und eigene Server laufen. Das werden wir uns auch nicht nehmen lassen.

Wir kämpfen für offene Standards und Plattformneutralität. Das heißt aus unserer Sicht aber auch, dass wir auf möglichst vielen Plattformen vertreten sein müssen, um nicht von einer zu abhängig zu werden.

Es gab in den letzten 16 Jahren immer wieder Versuche, aus dem offenen Podcast-Ökosystem ein geschlossenes zu machen, beispielweise von Spotify oder zuletzt von YouTube. Plattformen wollen natürlich gerne den Content exklusiv direkt bei sich kontrollieren. Aber das Großartige an unseren Podcasts und an unseren Newslettern ist, dass man die bei uns abholt und wir so selbst die Kontrolle behalten. Die Plattformen sind ein wichtiger Partner, gerade beim Thema Sichtbarkeit. Technisch gesehen vermitteln sie jedoch nur zwischen Anbieter- und Nutzerseite.

Mit Spotify haben wir dazu schon vor vielen Jahren ein „Pass-Through-Agreement“ ausgehandelt. YouTube ist derzeit die einzige Plattform, bei der das noch nicht klappt, aber wir arbeiten mit vielen anderen daran, das zu ändern.


© Susanne Jehnichen
Christian Bollert ist Mitgründer und geschäftsführender Gesellschafter bei detektor.fm. Er kümmert sich um den laufenden journalistischen Betrieb, den wirtschaftlichen Gesamtüberblick sowie neue Ideen und Impulse. Christian moderiert selbst regelmäßig Podcasts wie den „brand eins Podcast“, liebt das „Streiflicht“ und hat es jahrelang jeden Tag für die digitale Ausgabe der Süddeutschen Zeitung vertont. Sitzt Christian nicht selbst auf dem Rad, liest er fast jeden Artikel zu Doping und Sportpolitik.


Gunter Becker
© Eberhard Kehrer

Gunter Becker schreibt seit Beginn der 1990er Jahre als freier Autor über elektronische und digitale Medien. Anfangs für Tageszeitungen, z.B. die taz und den Berliner Tagesspiegel und inzwischen vorwiegend für Fachmagazine. Für den Fachjournalist, das Medium Magazin und Menschen Machen Medien verfolgt er die digitale Transformation der Medien, stellt neue Berufsprofile vor und schreibt Service-Beiträge für Medienschaffende.

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