Wieder Angriffe auf Journalisten bei Querdenker-Demo Geschlagen und beworfen.

Am Karsamstag kam es erneut zu Angriffen auf Journalisten während einer Querdenker-Demonstration in Stuttgart. Ein Fernsehteam des SWR wurde nach Berichten mit Steinen beworfen. Die Polizei sprach auf Anfrage der taz am Montag, von einem auf einer Videoaufnahme „bislang nicht genauer identifizierten Gegenstand“. Aus Sicherheitsgründen stellte der SWR seine Live-Berichterstattung von der Demonstration ein. Nach Polizeiangaben wurde auch ein 37-Jähriger vorläufig festgenommen, da er einen Journalisten geschlagen hatte.

Der Deutsche Fachjournalisten-Verband (DFJV) verurteilt jegliche Gewalt und Bedrohungen gegenüber Journalisten auf das Schärfste. Es kann nicht sein, dass Journalisten geschlagen und mit Gegenständen beworfen werden. Journalisten leisten einen zentralen Beitrag für die Demokratie und das öffentliche Interesse, ihre Arbeit muss im Sinne der Pressefreiheit gewährleistet werden. Der DFJV fordert die Politik auf, dass Journalisten bei ihrer Arbeit durch die Polizei geschützt werden, so auch bei den Querdenker-Demos.

Der SWR schickt seine Journalisten von nun an nur noch in Begleitung von Sicherheitsteams zu Corona-Demonstrationen. Bereits bei vergangenen Querdenker-Demos kam es zu gewalttätigen Angriffen auf Pressevertreter, schon damals forderte der DFJV einen Schutz für Journalisten auf den Demos.

© DFJV Deutscher Fachjournalisten-Verband AG