Zwischen Hoffnung und Hype: Wie guter Medizinjournalismus gelingt
Bei journalistischer Berichterstattung über Gesundheit und Medizin geht es um mehr als Information. Sie kann Hoffnungen wecken, beeinflussen, wie Menschen mit ihrem Körper umgehen oder welche Therapien sie wählen. Zugleich verführt das Rennen um Aufmerksamkeit dazu, Revolutionen und Sensationen zu versprechen oder vermeintlich „geheimes Wissen“ zu verkaufen. Daraus ergibt sich eine zentrale Frage für den Medizinjournalismus: Wie kann er verantwortungsvoll mit dem Vertrauen seines Publikums umgehen?
Im Gespräch mit Dr. Astrid Viciano, Leitende Redakteurin des Projekts Medien-Doktor GESUNDHEIT und erfahrene Medizinjournalistin, nähert sich Lena Bussmann Fuentes dem Feld des Medizinjournalismus und den besonderen Qualitätsanforderungen, die damit verbunden sind. Im Mittelpunkt stehen die Ziele des Projekts Medien-Doktor GESUNDHEIT und die Frage, wie ein Peer-Review-Verfahren Journalist:innen dabei unterstützen kann, qualitativ hochwertig und verantwortungsvoll über Medizin zu berichten.
Astrid Viciano ist Ärztin und arbeitet zugleich seit mehr als 20 Jahren als Medizinjournalistin. Sie war unter anderem bei Focus, Die Zeit, stern und der Süddeutschen Zeitung tätig, ihre Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet. Heute arbeitet sie als freiberufliche Medizinjournalistin sowie als Leitende Redakteurin des Medien-Doktor GESUNDHEIT am Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus der TU Dortmund.
Der DFJV-Podcast ist unser gemeinsames Nachwuchsprojekt mit der Deutschen Journalisten-Akademie (DJA). Studierende sowie erfahrene Medienschaffende machen gemeinsam mit Audio-Expertin Brigitte Hagedorn Themen rund um Fachjournalismus und professionelles Veröffentlichen hörbar. Sie möchten bereits veröffentlichte Episoden nachhören? Hier geht es zu allen aktuellen Folgen.