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DFJV-Lesetipps

Aktuelle Fachbücher für DFJV-Mitglieder gelesen und bewertet

Neues Standardwerk zum Medienrecht, aktualisierter KI-Ratgeber, frische Monografie zur Wissenschaftskommunikation: Das Angebot an Fachliteratur wächst schneller, als man es sichten kann. Gleichzeitig hält nicht jeder Titel, was der Klappentext verspricht. Wer in das falsche Buch investiert, verliert nicht nur Geld, sondern noch wichtiger: Zeit.

Die DFJV-Lesetipps schaffen Orientierung. Jede Besprechung ordnet ein Buch in seinen fachlichen Kontext ein, beschreibt den konkreten Nutzen für die eigene Arbeit und benennt Stärken und Schwächen offen. Ob Recherchemethoden, Formatentwicklung, Plattformstrategie, Verlagsrecht oder Kommunikationstheorie: Die Auswahl richtet sich an alle, die professionell veröffentlichen, unabhängig von Kontext und Kanal.

Themenfelder

Die Besprechungen decken ein breites Spektrum ab: professionelles Veröffentlichen und Fachmedien, Digitalisierung und KI, Medien- und Presserecht, Wissenschaftskommunikation, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Über die Kategoriefilter lässt sich gezielt nach Themenfeldern suchen.

Unabhängig und transparent

Hinter den DFJV Lesetipps steht Alfred Biel, Ehrenmitglied des DFJV. Seit vielen Jahren sichtet, liest und bewertet er systematisch die Fachbuchlandschaft rund um das professionelle Veröffentlichen. Was als persönliches Engagement begann, ist längst zu einer festen Institution innerhalb des DFJV geworden. Seine Besprechungen verbinden Praxisnähe mit fachlicher Einordnung und zeichnen sich durch eine Offenheit aus, die auch kritische Bewertungen nicht scheut. Alle Rezensionen entstehen eigenverantwortlich und unabhängig. Bei der Recherche und zur sprachlichen Optimierung wird KI-Unterstützung genutzt.

  • Statistik für Journalist:innen

    von Julia Lück‑Benz
    Tübingen: UVK, 2022 – 309 Seiten

    Auf einen Blick: Journalistinnen und Journalisten müssen in ihrer Arbeit häufig Zahlen und Daten einsetzen. Damit sind sie auf statistische Grundkenntnisse angewiesen. Laut Untertitel vermittelt das Buch hierzu „Grundlagen und Praxis“. Es erscheint im Programmbereich Journalistik | Publizistik | Kommunikationswissenschaft.

    Hinter den Seiten: Dr. Julia Lück‑Benz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Journalistischen Seminar der Johannes Gutenberg‑Universität Mainz sowie an der Arbeitsstelle Medienanalyse/Forschungsmethoden am Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft der Freien Universität Berlin.

    Verlagspräsentation mit Leseprobe

    Inhalt:

    • Einleitung
    • Das Problem: (Richtige) Fragen stellen und eine Theorie entwickeln
    • Der Plan: Messinstrumente entwickeln und Datenbeschaffung vorbereiten
    • Die Daten
    • Die Analyse
    • Aufbereitung
    • Abschluss

    Leseerfahrungen:

    • Journalistinnen und Journalisten müssen sich häufig mit der Gewinnung und Auswertung quantitativer Informationen auf der Basis von Beobachtungen oder Erhebungen befassen. Dazu brauchen sie eine entsprechende Daten‑ bzw. Statistikkompetenz.
    • Statistik verstanden als zahlenmäßige Erfassung, Untersuchung und Darstellung von Mengenproblemen: Das vorliegende Lehrbuch führt verständlich in die Grundlagen der Statistik ein, erläutert wesentliche Begriffe und Methoden – ohne vertiefenden Einstieg in die Mathematik.
    • Es arbeitet die mögliche Vernetzung von Journalismus und Statistik heraus, führt das Fragende von Journalismus und Statistik zusammen. Das Werk bringt damit den statistischen Prozess und die journalistische Herangehensweise funktional zusammen – ohne in die Tiefe des Datenjournalismus zu gehen.
    • Die Inhaltsstruktur des Buches bildet die journalistische Herangehensweise gut ab: Beginnend mit der Definition des Problems bzw. der richtigen Fragestellung über Fragen der Datenbeschaffung, der analytischen Betrachtung bis zur geeigneten Aufbereitung und Dokumentation.
    • Zahlreiche inhaltliche Gestaltungsmerkmale fördern den Gebrauchsnutzen, beispielsweise kapitelweise Checklisten. Beispiele veranschaulichen, Exkurse vertiefen die Darlegungen.
    • Die vorteilhafte visuelle Gestaltung erleichtert das Arbeiten mit dieser Buchveröffentlichung. Infokästen, Aufzählungen sowie 45 Abbildungen und 18 Tabellen und eine gut lesbare Schrift verstärken den Gebrauchswert.
    • Insgesamt eine geeignete Unterstützung für Journalistinnen und Journalisten, Daten und Zahlen besser zu verstehen und sachgerecht wie wirkungsvoll einzusetzen.
  • Investigativer Journalismus in Deutschland

    von Andrea Claudia Hoffmann (Hrsg.)
    Wiesbaden: Springer VS 2024 – 189 Seiten

    Auf einen Blick: Der Band bietet einen kompakten Überblick über herausragende investigative Recherchen im deutschsprachigen Raum und analysiert die Wege ihrer Entstehung. Der Untertitel verspricht „Die spannendsten Stories – und der Weg der Enthüllung“. Dieses Versprechen löst das Buch durch eine Vielzahl gut dokumentierter Fälle ein.

    Hinter den Seiten: Herausgeberin Andrea Claudia Hoffmann ist Professorin für Investigativen Journalismus an der HAW Hamburg. Sie verfügt sowohl als Journalistin als auch als Wissenschaftlerin über umfangreiche Erfahrungen in der Kriegs‑ und Krisenberichterstattung. Für diesen Band hat sie zahlreiche Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen des investigativen Arbeitens gewonnen, die ihre jeweiligen Recherchen transparent und nachvollziehbar darstellen.

    Verlagspräsentation mit Leseprobe

    Inhalt:

    • Eine Einführung
    • Die Akte Scholz: Wie sich die Cum‑Ex‑Recherchen zum Problem für den Bundeskanzler entwickelten
    • Die Wirecard‑Recherchen: Entzauberung eines deutschen Hoffnungsträgers
    • Tatort Hamburger Hafen: Recherchen zum internationalen Kokainhandel
    • Die Akte Amri: Der Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz & eine Recherche, die nie endet
    • Die Akte Schlesinger: Wie wir der Misswirtschaft im RBB auf die Schliche kamen
    • Die Tesla‑Files: Der Schlüssel zu Elon Musks Welt voller Angst und Verschwiegenheitsklauseln
    • Nord Stream: Wer sprengte die Pipeline? – Eine Recherche mit vielen Fallstricken
    • Gemeinsam besser: Die Panama Papers und die internationale Kooperation mit dem ICIJ
    • Die Cyprus Confidential‑Enthüllungen: Wie die Insel Zypern zum Einfallstor russischer Oligarchen wurde
    • Die Vulkan‑Files: Geheimdokumente von Hackern im Auftrag des Kreml & ihre Auswertung mit IT‑Sicherheitsexperten und OSINT‑Methoden
    • Kollaborativer Journalismus: Das Projekt Correctiv.Lokal
    • Germany’s Instrumental Role in International Journalism Investigations

    Leseerfahrungen:

    • Investigativer Journalismus, oft als journalistische Königsdisziplin bezeichnet, ist ein besonders anspruchsvolles und komplexes Aufgabenfeld. Der Band würdigt diese Form des Arbeitens und zeigt Wege auf, kritische Sachverhalte von öffentlicher Relevanz gegen Widerstände aufzudecken.
    • Das Sammelwerk vereint eine Vielzahl eigenständiger Beiträge, die sich thematisch ergänzen und ein eindrucksvolles Gesamtbild des investigativen Journalismus ergeben.
    • Der Band gliedert sich dazu in vier Teile: Bestandsaufnahme, herausragende Recherchen im deutschsprachigen Raum, herausragende internationale Recherchen sowie lokale und internationale Recherche‑Verbünde.
    • Die Darstellung der Fälle folgt einer einheitlichen Struktur: 1. Die Story, 2. Step by step, 3. Take‑away. Literaturhinweise runden die Beiträge ab.
    • Besonders nützlich sind die „drei goldenen Regeln“, die am Ende jedes Beitrags zentrale Erkenntnisse und Empfehlungen zusammenfassen.
    • Die Einführung der Herausgeberin vermittelt lehrbuchartig die Grundlagen des investigativen Journalismus, die folgenden Fallstudien demonstrieren die praktische Umsetzung. Der letzte Abschnitt geht auf neuere Instrumente und Methoden ein (ein Beitrag in englischer Sprache).
    • Die visuelle Gestaltung und der Einsatz von Textelementen sind voll zufriedenstellend.
    • Die Beiträge vermitteln insgesamt das spürbare Engagement der beteiligten Journalistinnen und Journalisten, eröffnen präzise Einblicke in die jeweiligen Problemlagen und sind hervorragende Beispiele professioneller Recherchearbeit sowie eines herausragenden Journalismus. Sie hinterlassen einen bleibenden Eindruck und regen zum Nachdenken an.
  • Brücken und Brüche: Impulse für die empirische Journalismusforschung

    von Vera Katzenberger, Till Krause und Gabriele Mehling (Hrsg.)
    Köln: Herbert von Halem 2026 – 371 Seiten

    Auf einen Blick: Diese Festschrift vermittelt Glückwünsche, Achtung und Anerkennung sowie fachliche Beiträge von Kolleginnen und Kollegen und langjährigen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern zum 65. Geburtstag von Markus Behmer.

    Prof. Dr. Behmer lehrt empirische Kommunikatorforschung am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Bamberg. 21 Autorinnen und Autoren beleuchten in ebenso vielen Beiträgen zentrale Aspekte der empirischen Journalismusforschung – inspirierend, vielseitig und mit Nähe zur journalistischen Praxis.

    Hinter den Seiten: Das Herausgeberteam ist prominent besetzt: Vera Katzenberger, Juniorprofessorin für Digitalen Journalismus an der Universität Leipzig. Till Krause, Professor für Medien und Kommunikation an der Hochschule Landshut. Gabriele Mehling, Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Bamberg. Auch die weiteren Autorinnen und Autoren sind ausgewiesene Fachgrößen, vielfach selbst Hochschullehrende.

    Verlagspräsentation mit Leseprobe

    Inhalt:

    • Vorwort
    • Einleitung
    • Wurzeln, Gegenwart, Horizonte
    • Innovationen, Kontinuität, Transformation
    • Ausbildung, Praxis, Transfer

    Leseerfahrungen:

    • Im Vorwort zeichnet Gero Himmelsbach mit den Begriffen Verantwortung, Verständnis und Verbundenheit ein eindrucksvolles Bild von Markus Behmer. Aus der Perspektive langjähriger fachlicher Kontakte schließt sich der Rezensent dieser Würdigung gern an.
    • Die Festschrift folgt der titelgebenden Spannung zwischen „Brüchen“ – etwa durch KI‑Disruptionen oder ökonomischen Druck – und „Brücken“, die zu neuen Lösungsansätzen führen. Sie orientiert sich an der Einsicht, „dass wissenschaftliche Kommunikation von Anerkennung und Kritik, von Weiterdenken […], von Widerspruch und Vermittlung lebt“.
    • Obwohl eine Festschrift zunächst nach einer rein akademischen Veröffentlichung klingt, überzeugt der Band durch seinen ausgeprägten Praxisbezug. Er ist wissenschaftlich im besten Sinne: präzise, sorgfältig, aber zugleich unmittelbar relevant für vielfältige journalistische Aufgaben und Herausforderungen sowie äußerst erkenntnisfördernd.
    • Mit bemerkenswerter Breite und Tiefe zeigt der Band, wie sehr Journalismus von Spannungen geprägt ist: Nähe und Distanz, Berufsethos und Ökonomie, externe Erwartungen und interne Handlungsspielräume. Diese Widersprüche werden nicht nur beschrieben, sondern auch analytisch durchdrungen.
    • Das facettenreiche Werk bietet vielfältige Impulse und spricht unterschiedliche Leseinteressen an. Der Rezensent ist beispielsweise auf anregende Hinweise zur Inhaltsanalyse gestoßen.
    • Die Beiträge liefern Befunde, die die journalistische Diskussion bereichern und vertiefen können, insbesondere im Hinblick auf gegenwärtige und zukünftige Transformationsprozesse.
    • Insgesamt handelt es sich um einen anspruchsvollen wissenschaftlichen Sammelband, der den Stand und die Entwicklung des Journalismus verständlich macht und zugleich wertvolle Impulse für die praktische Arbeit im und mit dem Journalismus bietet. Ein Buch, das den laufenden Wandel nicht nur beschreibt, sondern beim Verstehen unterstützt.
    • Kein Titel für das schnelle Lesen, kein Buch mit einfachen Antworten, sondern ein Werk zum Reflektieren, zum Hinterfragen journalistischer Entwicklungen und zur eigenen Positionierung in einem komplexen beruflichen Umfeld. Ein Buch, das Zeit und Konzentration verlangt – und dies kann sich lohnen.
  • La Roches Einführung in den praktischen Journalismus

    von Gabriele Hoofacker und Klaus Meiner
    Wiesbaden: Springer VS 2026 – 263 Seiten

    Auf einen Blick: Ein Klassiker der journalistischen Literatur erscheint in 21. Auflage. Walter von La Roche hat 1975 diesen Titel erstmals veröffentlicht und bis zur 18. Auflage im Jahr 2008 aktualisiert und fortgeführt. Gabriele Hoofacker und Klaus Meier haben ihm dabei seit 1999 unterstützt. Es ist sehr bemerkenswert, dass ein Lehrbuch über mehr als ein halbes Jahrhundert hinweg seine Relevanz behält und unverändert nachgefragt ist.

    Der Band erscheint in der Reihe „Journalistische Praxis“. Das Buch beruht auf zwei Säulen. Der erste Teil gibt auf rund 200 Seiten einen Überblick über journalistische Tätigkeiten und Arbeitsweisen. Der zweite Teil umfasst etwa 60 Seiten und erläutert, wie der Einstieg in den Journalismus gelingen kann. Dazu gibt er u. a. eine Übersicht zu den Ausbildungswegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

    Hinter den Seiten: Walther von La Roche (* 29. Februar 1936 in München; † 9. Mai 2010 in Herrsching am Ammersee) war ein deutscher Journalist und Journalismus-Lehrer. Bis 2006 lehrte er als Honorarprofessor für Radiojournalismus an der Universität Leipzig. Er war Begründer und Herausgeber der Journalismus-Lehrbuchreihe Journalistische Praxis. (Quelle: Wikipedia, am 20.07.2026 abgerufen).

    Gabriele Hooffacker ist Professorin an der Hochschule für Wirtschaft, Technik und Kultur (HTWK) Leipzig im Ruhestand. Dr. Klaus Meier ist Professor für Journalistik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.

    Das Kapitel „Rechtsfragen“ hat Ernst Fricke unter Mitwirkung von David Häring bearbeitet.

    Verlagspräsentation mit Leseprobe

    Inhalt:

    • Die Tätigkeiten im Journalismus
    • Die Arbeitsfelder im Journalismus
    • Wie der Journalist zu seiner Story kommt
    • Die journalistischen Darstellungsformen
    • Weitere informierende Darstellungsformen
    • Meinungsäußernde Darstellungsformen
    • Wege in die Redaktion
    • Publizistische Grundsätze
    • Rechtsfragen der journalistischen Praxis
    • Die Ausbildungswege
    • Das Volontariat
    • Journalistenschulen
    • Journalistenausbildung – do it yourself
    • Österreich
    • Schweiz

    Leseerfahrungen:

    • Walther von La Roche hat das Buch denen gewidmet, „die sich die Mühe gaben, aus mir einen Journalisten zu machen“. Gabriele Hoofacker und Klaus Meier richtet das Buch an „allen jungen Menschen, die heute in einer Phase des digitalen Umbruchs den Mut haben, sich für den Journalismus zu entscheiden“.
    • Das Buch ist einerseits ein Wegweiser zum und in den Journalismus und andererseits auch ein Wegweiser durch die Grundlagen des Journalismus.
    • Der Titel führt an journalistische Themen heran. Diese werden überblicksmäßig behandelt, dabei gelingt es, das Wesentliche herauszuarbeiten und das Entscheidende zu vermitteln.
    • Zusammenfassungen und Schlüsselwörter eröffnen und weiterführende Literaturhinweise beschließen die einzelnen Kapitel.
    • Zahlreiche Beispiele erläutern Sachverhalte und Zusammenhänge. Eine hohe Praxisnähe prägt die Ausführungen.
    • Inhaltliche Gestaltungselemente, z. B. die übersichtliche Darstellung mit Zwischenüberschriften, Hervorhebungen, Infokästen usw. erleichtern die Aufnahme des Stoffs und fördern die Lesefreundlichkeit.
    • Die visuelle Gestaltung, wie beispielsweise die Schriftgröße, entspricht dem Standard derartiger Buchveröffentlichungen und Büchern dieser Preisklasse.
    • Die Behandlung der Rechtsfragen verdeutlicht, dass Journalismus auch eine „gefahrengeneigte Tätigkeit“ sein kann.
    • Insgesamt eine bewährte und empfehlenswerte „erste Anlaufstelle“ für alle journalistischen Themen.
  • Medienkompetenz im KI-Zeitalter

    von Rödiger Voss
    Tübingen: UVK 2026 – 207 Seiten

    Auf einen Blick: Der Band mit dem Untertitel „für Studium und Wissenschaft“ ist ein Einführungs‑ und Orientierungswerk zur Medienkompetenz im KI‑Zeitalter.

    Hinter den Seiten: Gemäß Autorenvorstellung ist Prof. Dr. Rödiger Voss Wissenschafts‑ und Bildungs‑Coach sowie Dozent an Hochschulen mit Lehrfokus auf Wissenschaft, KI und Pädagogik.

    Verlagspräsentation mit Leseprobe

    Inhalt:

    • Medienkompetenz im digitalen Zeitalter
    • Medienkompetenz historisch gesehen
    • Medienkompetenz trifft KI
    • KI‑Kompetenz als Medienkompetenz
    • Diskurssteuerung und Wahrnehmungslenkung
    • Demokratie, Meinungsbildung und KI
    • Klassische Medieninhalte bewerten
    • Erkennung und Bewertung von Inhalten im KI‑Zeitalter
    • Umgang und kritische Bewertung von Social‑Media‑Beiträgen und Online‑Interaktionen
    • Grenzen der menschlichen Wahrnehmung
    • Follow the Science
    • Stärkung der Medienkompetenz
    • Ethische Dimensionen und gesellschaftliche Auswirkungen
    • Fazit und Ausblick

    Leseerfahrung:

    • Das Buch widmet sich – wie es heißt – den elementaren Grundlagen und Facetten der Medienkompetenz.
    • Es richtet sich insbesondere an Studierende, Lehrende, Forschende und alle, die sich grundsätzlich mit Medien befassen.
    • Der Band ist tief strukturiert, wissenschaftlich fundiert und verständlich geschrieben. Eine Vielzahl von Beispielen bildet die Brücke zur Praxis.
    • Der Text des mehrfarbigen Buches ist lesefreundlich aufbereitet: Absätze und Zwischenüberschriften sorgen für Übersichtlichkeit; Aufzählungen sowie Hervorhebungen von Schlüsselwörtern und Kernaussagen erleichtern den Zugang. Infoboxen betonen Wichtiges. 24 Abbildungen und Tabellen visualisieren Aussagen und Zusammenhänge.
    • Der Band ist schwerpunktmäßig nicht auf die journalistische Praxis ausgerichtet, sondern auf wissenschaftliche Reflexion und theoretische Einordnung. Als grundsätzliche Orientierungshilfe zum Verständnis des medialen Wandels ist der Band wertvoll und kann die Auseinandersetzung mit der Weiterentwicklung von Medienkompetenz sinnvoll unterstützen.
  • Besser Texten mit Kopf und KI

    von Dominik Ruisinger / Kai Heddergott
    Stuttgart: Schäffer-Poeschel 2026 – 198 Seiten

    Auf einen Blick: Das Buch versteht sich – so der Untertitel – als „Leitfaden für das Neue Schreiben“. Die Autoren behandeln den aktuellen Wandel des Schreibens unter dem Einfluss der KI‑Entwicklung.

    Hinter den Seiten: Nach Verlagsangaben ist Dominik Ruisinger (Dipl.-Pol.) gelernter Journalist, ausgebildeter PR‑Berater und zertifizierter Stiftungsmanager. Kai Heddergott ist Kommunikationsberater und war in seinen über 30 Berufsjahren in Pressestellen, der Medienforschung und in Kommunikationsagenturen tätig.

    Verlagspräsentation mit Leseprobe

    Inhalt:

    • Schreiben im Umbruch
    • Strategie statt Tools: Die KI‑Kultur
    • Zwei Sparringspartner
    • Erst denken, dann prompten
    • Das Fundament für das Neue Schreiben
    • Das Framework des Neuen Schreibens
    • Die Umsetzung des Frameworks
    • Fazit: Schreiben im Wandel

    Leseerfahrung: 

    • Die Autoren propagieren das „kreative Miteinander von Kopf und KI“. Sie regen dazu an, die Textarbeit zu überdenken und neu auszurichten. Das Buch vermittelt hierzu vielfältige Hinweise und Impulse.
    • Es stellt die Kernfrage: Wie kann mich die KI bei meiner Arbeit unterstützen? Die Zukunft, so heißt es, gehöre der strategischen Mischung aus menschlicher Kreativität und KI‑gestützter Analyse.
    • Der Band rückt die gesamte Komplexität dieses Zusammenspiels in den Blick und beleuchtet das Spannungsverhältnis, das sich ergeben kann. Die Autoren betonen den Wert menschlicher Kreativität, Urteilskraft und Authentizität.
    • Zentraler Inhalt ist das 5‑Stufen‑Framework mit den Schritten: Themen finden, Themen schreiben, Themen optimieren, Themen individualisieren, Themen finalisieren.
    • Das Buch führt schrittweise in die „neue Schreibpraxis“ ein, definiert neue Rollen, sieht einen „Gewinn an Möglichkeiten“, liefert professionelles Grundwissen zum Texten und bietet vielfältige Tipps.
    • Infoboxen, Tabellen und Abbildungen unterstützen wirkungsvoll die Darstellung und Vermittlung des „Neuen Schreibens“. Die vorteilhafte Textgestaltung erleichtert den Zugang; allerdings kann die kleine, platzsparende Schrift die intensive Lektüre beeinträchtigen.
    • Zahlreiche Gastbeiträge erweitern die Perspektive auf das Thema.
    • Insgesamt ein substanzhaltiger, kreativer und nützlicher Beitrag zum Wandel des Schreibens – mit vielfältigen Anregungen und Hilfestellungen für die praktische Arbeit.
  • Medienrecht

    von Kai von Lewinski
    München: C.H. Beck 2025 – 574 Seiten

    Auf einen Blick: Der Band erscheint in der Verlagsreihe „Juristische Kurz-Lehrbücher“ in 2., neu bearbeiteter Auflage. Das Werk gibt einen Überblick über das Medienrecht und behandelt dazu die wesentlichen Teilbereiche. Das Buch ist laut Vorwort in den Vorlesungen des Autors zum Medienrecht und zum Internationalen Medienrecht an der Universität Passau „weiter gereift“.

    Hinter den Seiten: Gemäß Buchumschlag ist der Autor Professor am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Medien- und Informationsrecht der Universität Passau.

    Verlagspräsentation mit Leseprobe

    Inhalt:

    • Einführung
    • Internationales und Europäisches Medienrecht
    • Medienverfassungsrecht
    • Mediale Teilnahme und Selbstbestimmung
    • Journalistisch-redaktionelles Arbeiten
    • Mediendienstanbieter
    • Mediale Teilhabe
    • Medienrahmenordnung

    Leseerfahrung:

    • Der Autor sieht das Medienrecht als ein „Querschnittsgebiet, das sich aus allen Teilgebieten des Rechts speist“. So finden sich z. B. die Stichwörter „Journalismus“ und „Journalist“ in zahlreichen der insgesamt 27 Buchkapitel.
    • Das Konzept, das der Darstellung in diesem Buch zugrunde liegt, orientiert sich am kommunikationswissenschaftlichen Sender-Empfänger-Modell.
    • Der Aufbau des Buches richtet sich an den Phasen des medialen Kommunikationsprozesses aus: Medienteilnahme, journalistische Bearbeitung, redaktionelle Bündelung, unternehmerische Publikation, neutrale Distribution und Rezeption.
    • Der Teil „Journalistisch-redaktionelles Arbeiten“ gliedert sich auf rund 60 Seiten in diese Teilgebiete: Allgemeine journalistische Standards, Recherche, Themenaufbereitung und redaktionelle Zusammenstellung.
    • Die Einordnung in einen europäischen und internationalen Rahmen sowie die Orientierung an der publizistischen Wertschöpfung bzw. dem Prozesszusammenhang ermöglicht einen breiten Einstieg in das Themengebiet.
    • Die Textaufbereitung – gut lesbare Schriftgröße, tiefe Gliederung, übersichtliche Gestaltung, vielfache Hervorhebungen, erklärende Infoboxen, umfangreiches Stichwortverzeichnis etc. – ist lesefreundlich. Die Texte sind klar und zugänglich formuliert.
    • Der Bezug auf Fälle und Entscheidungen erhöht den Praxisbezug.
    • Sowohl Studierende im Bereich Medienrecht als auch alle, die sich mit dem Medienrecht in der Praxis befassen müssen, finden in diesem Buch eine nützliche Informationsquelle und einen hilfreichen Orientierungsgeber.
  • Deutsche Pressegeschichte

    von Rudolf Stöber
    Köln: Herbert von Halem 2025 – 457 Seiten

    Auf einen Blick: Der Band gibt einen Überblick über die deutsche Pressegeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart. Das Buch gilt als Standardwerk und liegt in der 4., überarbeiteten Auflage vor.

    Hinter den Seiten: Gemäß Buchumschlag hatte Rudolf Stöber bis zum Ende des Wintersemesters 2024/2025 den Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft an der Otto‑Friedrich‑Universität Bamberg inne.

    Verlagspräsentation mit Leseprobe

    Inhalt:

    • Teil 1: Das 15. bis 18. Jahrhundert – Grundlagen, Typologie und Struktur, Reaktionen
    • Teil 2: Vom 19. bis ins 21. Jahrhundert – Rahmenbedingungen, Strukturen, Typologie
    • Teil 3: Zusammenfassung und Ausblick – Die Erfindung als Take‑off, Presse und Publikum, Presse und sozialer Wandel, vorläufige Generalisierungen

    Leseerfahrung:

    • Der Band beschreibt, erörtert und analysiert Entwicklungsprozesse der deutschen Presse von den Anfängen bis zur Gegenwart.
    • Deutlich wird, was sich in den maßgebenden Technologien sowie in politischer, ökonomischer, rechtlicher und gesellschaftlicher Hinsicht entwickelt und verändert hat.
    • Prüfend, beurteilend und einordnend behandelt der Autor die wesentlichen Entwicklungsschritte. „Leider ist inzwischen der Ausblick auf die weitere Entwicklung der deutschen Presse deutlich pessimistischer als noch vor zehn Jahren“, urteilt der Verfasser.
    • 27 Abbildungen und 64 Tabellen veranschaulichen Sachverhalte und Zusammenhänge; 576 Fußnoten enthalten Nachweise sowie Erläuterungen und Ergänzungen zum Text. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis fundiert die Ausführungen. Das Register enthält keine Stichworte, sondern gliedert sich in ein Register der Druckwerke und ein Personenregister.
    • Die tiefe Gliederung erleichtert die Orientierung; Merkhilfen unterstreichen wichtige Erkenntnisse. Die insgesamt gedrängte Darstellung ist platzsparend, jedoch mit begrenztem Lesekomfort verbunden.
    • Ein Glossar mit weiterführenden Informationen lässt sich auf der Verlagsseite herunterladen. Die stichprobenweise Überprüfung verlief positiv.
    • Das Buch führt eindrucksvoll vor Augen, welche Bedeutung die Presse hat, wie stark sie wirkt und weshalb sie für eine demokratische Öffentlichkeit unverzichtbar bleibt.
    • Faktenreich, anschaulich und verständlich vermittelt Rudolf Stöber die Grundlagen deutscher Pressegeschichte – für alle, die sich mit der Entwicklung der deutschen Presse befassen wollen oder müssen.
  • Handbuch Literaturkritik

    herausgegeben von Christoph auf der Horst und Sabine Brenner-Wilczek
    Heidelberg: J.B. Metzler 2025

    Auf einen Blick: Der Verlag präsentiert ein anspruchsvolles Handbuch zur Literaturkritik. Das Werk eröffnet einen systematischen Zugang zur Geschichte, Systematik und Praxis dieser Disziplin. 40 Kapitel beschreiben und analysieren die vielfältigen Entwicklungen des literarischen Lebens und den vielschichtigen Wandel der Literaturkritik.

    Hinter den Seiten: Herausgegeben wird das Handbuch von Sabine Brenner-Wilczek, Direktorin des Heinrich-Heine-Instituts und Jurymitglied des Düsseldorfer Literaturpreises, sowie Christoph auf der Horst, der an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf die Arbeitsstelle für moderne Lehrdidaktik und -methodik leitet. Insgesamt 29 Autorinnen und Autoren bündeln ihre Expertise, um das Thema in seiner gesamten Breite zu erschließen.

    Verlagspräsentation mit Leseprobe

    Inhalt:

    • Vom Sinn und Nutzen der Literaturkritik
    • Traditionslinien deutschsprachiger Literaturkritik
    • Epochale Grundzüge der Literaturkritik
    • Literaturkritik und Literaturwissenschaft
    • Analysemethoden der Literaturkritik
    • Gattungen der Literaturkritik
    • Literaturkritik und ihre Medien
    • Literaturkritik und Literaturbetrieb

    Leseerfahrung:

    • Die Literaturkritik ist eine Institution des literarischen Lebens, die literarische Werke kommentiert, vergleicht und bewertet. Ihr kommt damit eine Mittlerfunktion zwischen Werk/Autor-/in und Publikum zu.
    • Das Buch präsentiert das Themengebiet Literaturkritik in einer methodisch strukturierten Weise und beleuchtet es sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus praxisorientierter Perspektive.
    • Breiten Raum nehmen Geschichte und Entwicklungslinien ein, denn Literaturkritik gab es bereits in der griechischen und römischen Antike.
    • Literaturwissenschaftliche Betrachtungen, etwa zur Kanonbildung oder zur feministischen Literaturkritik, bilden einen weiteren Schwerpunkt.
    • Die journalistische Textform Rezension mit ihren verschiedenen Gestaltungs- und Erscheinungsformen sowie Aspekte des literarischen Journalismus versammeln sich im letzten Teil des Buches. Behandelt werden u.  a.: Rezension, Interview und Autorenporträt, Reportage, Bestenliste, Feature, Talkshow sowie Lektorat und Verlagswesen.
    • Das Buch ist typografisch lesefreundlich gestaltet; die einzelnen Beiträge zeichnen sich durch einen systematischen und übersichtlichen Aufbau aus. Abbildungen kommen als gestalterisches Element jedoch wenig zum Einsatz. Die Beiträge weisen durchgehend ein hohes sprachliches und inhaltliches Niveau auf.
    • Auf der Basis eines soliden wissenschaftlichen Fundaments eröffnet das Handbuch einen breiten Zugang zur Literaturkritik und zum Umgang mit Fragen der Beurteilung des Schrifttums. Die anspruchsvolle Lektüre erläutert Merkmale der Literaturkritik und verdeutlicht Qualitätsansprüche.
  • Behind the News

    von Mary Abdelaziz-Ditzow
    Berlin: Ullstein 2026 – 330 Seiten

    Auf einen Blick: Mary Abdelaziz-Ditzow wirft einen kritischen Blick hinter die Kulissen der deutschen Medienwelt. Analytisch setzt sie sich mit Branchenstrukturen und Märkten auseinander, hinterfragt Unternehmen und beleuchtet das Verhältnis zu den Mediennutzern. Der Band geht über Theorie und Grundsatzdiskussionen hinaus, wie der programmatische Untertitel hervorhebt: „So navigierst du sicher zwischen Manipulation und Information“. Damit stellt die Autorin eine praktische Orientierungshilfe für den modernen Medienkonsum in Aussicht.

    Hinter den Seiten: Mary Abdelaziz-Ditzow ist nach Verlagsangaben preisgekrönte Journalistin und Moderatorin. Sie war viele Jahre als Wirtschaftsjournalistin beim Handelsblatt tätig, bevor sie 2022 zu ntv wechselte, wo sie die Wirtschaftsredaktion leitete. Seit April 2025 ist sie Chefredakteurin für Wirtschaft und News beim Portal Finanzfluss und entwickelt dort innovative journalistische Formate mit hoher Reichweite wie den Podcast Im Loop.

    Verlagspräsentation mit Leseprobe

    Inhalt:

    • Was du über die Medien wirklich wissen musst
    • Nichts ist mächtiger als eine gute Geschichte
    • Wie böse sind die Medien wirklich?
    • Wenn Nachrichtenmedien lenken, worüber du nachdenkst
    • Über „die Wahrheit“, die es nicht gibt
    • Die deutsche Nahost-Berichterstattung
    • Weil sich schlechte Nachrichten besser verkaufen
    • Die Superspreader in der Newswelt
    • Die toxische Symbiose zwischen dir und den Medien
    • Wie sich die Medien von der Gesellschaft zunehmend entkoppeln
    • Die Medien bleiben für dich trotz allem unverzichtbar

    Leseerfahrung:

    • Themen wie Medienbias, Framing, die ökonomische Abhängigkeit von Einschaltquoten und Klickraten, die Betonung kritischer und sensationeller Meldungen sowie Polarisierung und Pluralismus prägen diese Veröffentlichung. Die Autorin führt diese Schlagworte zu einer kritischen Bestandsaufnahme der deutschen Medienwelt zusammen.
    • Die Insiderin formuliert das Ziel, zu einem bewussteren Umgang mit den Medien beizutragen. Dazu vermittelt sie erstens Wissen über die heutigen Medien und Mediensysteme, zweitens ruft sie dazu auf, die eigene Mediennutzung zu reflektieren und die Medienentwicklung kritisch zu beobachten, und drittens ermutigt sie dazu, selbstständig und kreativ auf Mediengestaltung einzuwirken.
    • Die Autorin schreibt kenntnisreich und engagiert, persönlich und reflektiert.
      Sie legt ein Debattenbuch vor, das gelegentlich in Richtung Medienschelte tendiert, diskussionswerte und diskussionsbedürftige Aspekte aufzeigt und letztlich in der Feststellung mündet: Medien bleiben – trotz allem – notwendig und unverzichtbar, idealerweise jedoch in verbesserter Form.
    • Für ein Taschenbuch bietet die Veröffentlichung hohen Lesekomfort. Dies ergibt sich vor allem aus der tiefen Gliederung, den zahlreichen Zwischenüberschriften und den vielen eingebauten Merksätzen.
    • Ein Glossar erläutert von „Agenda-Building“ bis „Zwei-Quellen-Prinzip“ wesentliche journalistische Begriffe.
    • 239 Fußnoten liefern Quellenangaben, ergänzen Textpassagen und spiegeln die Auseinandersetzung der Autorin mit der Materie wider.
    • Insgesamt macht das Werk die großen Herausforderungen sowie die tiefgreifenden Risiken und Probleme der Medien und des Journalismus deutlich und greifbar. Damit präsentiert die Autorin ein leidenschaftliches Plädoyer für Qualitätsmedien und Qualitätsjournalismus.

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