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DFJV-Lesetipps

Aktuelle Fachbücher für DFJV-Mitglieder gelesen und bewertet

Neues Standardwerk zum Medienrecht, aktualisierter KI-Ratgeber, frische Monografie zur Wissenschaftskommunikation: Das Angebot an Fachliteratur wächst schneller, als man es sichten kann. Gleichzeitig hält nicht jeder Titel, was der Klappentext verspricht. Wer in das falsche Buch investiert, verliert nicht nur Geld, sondern noch wichtiger: Zeit.

Die DFJV-Lesetipps schaffen Orientierung. Jede Besprechung ordnet ein Buch in seinen fachlichen Kontext ein, beschreibt den konkreten Nutzen für die eigene Arbeit und benennt Stärken und Schwächen offen. Ob Recherchemethoden, Formatentwicklung, Plattformstrategie, Verlagsrecht oder Kommunikationstheorie: Die Auswahl richtet sich an alle, die professionell veröffentlichen, unabhängig von Kontext und Kanal.

Themenfelder

Die Besprechungen decken ein breites Spektrum ab: professionelles Veröffentlichen und Fachmedien, Digitalisierung und KI, Medien- und Presserecht, Wissenschaftskommunikation, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Über die Kategoriefilter lässt sich gezielt nach Themenfeldern suchen.

Unabhängig und transparent

Hinter den DFJV Lesetipps steht Alfred Biel, Ehrenmitglied des DFJV. Seit vielen Jahren sichtet, liest und bewertet er systematisch die Fachbuchlandschaft rund um das professionelle Veröffentlichen. Was als persönliches Engagement begann, ist längst zu einer festen Institution innerhalb des DFJV geworden. Seine Besprechungen verbinden Praxisnähe mit fachlicher Einordnung und zeichnen sich durch eine Offenheit aus, die auch kritische Bewertungen nicht scheut. Alle Rezensionen entstehen eigenverantwortlich und unabhängig. Bei der Recherche und zur sprachlichen Optimierung wird KI-Unterstützung genutzt.

  • Medienkompetenz im KI-Zeitalter

    von Rödiger Voss
    Tübingen: UVK 2026 – 207 Seiten

    Auf einen Blick: Der Band mit dem Untertitel „für Studium und Wissenschaft“ ist ein Einführungs‑ und Orientierungswerk zur Medienkompetenz im KI‑Zeitalter.

    Hinter den Seiten: Gemäß Autorenvorstellung ist Prof. Dr. Rödiger Voss Wissenschafts‑ und Bildungs‑Coach sowie Dozent an Hochschulen mit Lehrfokus auf Wissenschaft, KI und Pädagogik.

    Verlagspräsentation mit Leseprobe

    Inhalt:

    • Medienkompetenz im digitalen Zeitalter
    • Medienkompetenz historisch gesehen
    • Medienkompetenz trifft KI
    • KI‑Kompetenz als Medienkompetenz
    • Diskurssteuerung und Wahrnehmungslenkung
    • Demokratie, Meinungsbildung und KI
    • Klassische Medieninhalte bewerten
    • Erkennung und Bewertung von Inhalten im KI‑Zeitalter
    • Umgang und kritische Bewertung von Social‑Media‑Beiträgen und Online‑Interaktionen
    • Grenzen der menschlichen Wahrnehmung
    • Follow the Science
    • Stärkung der Medienkompetenz
    • Ethische Dimensionen und gesellschaftliche Auswirkungen
    • Fazit und Ausblick

    Leseerfahrung:

    • Das Buch widmet sich – wie es heißt – den elementaren Grundlagen und Facetten der Medienkompetenz.
    • Es richtet sich insbesondere an Studierende, Lehrende, Forschende und alle, die sich grundsätzlich mit Medien befassen.
    • Der Band ist tief strukturiert, wissenschaftlich fundiert und verständlich geschrieben. Eine Vielzahl von Beispielen bildet die Brücke zur Praxis.
    • Der Text des mehrfarbigen Buches ist lesefreundlich aufbereitet: Absätze und Zwischenüberschriften sorgen für Übersichtlichkeit; Aufzählungen sowie Hervorhebungen von Schlüsselwörtern und Kernaussagen erleichtern den Zugang. Infoboxen betonen Wichtiges. 24 Abbildungen und Tabellen visualisieren Aussagen und Zusammenhänge.
    • Der Band ist schwerpunktmäßig nicht auf die journalistische Praxis ausgerichtet, sondern auf wissenschaftliche Reflexion und theoretische Einordnung. Als grundsätzliche Orientierungshilfe zum Verständnis des medialen Wandels ist der Band wertvoll und kann die Auseinandersetzung mit der Weiterentwicklung von Medienkompetenz sinnvoll unterstützen.
  • Besser Texten mit Kopf und KI

    von Dominik Ruisinger / Kai Heddergott
    Stuttgart: Schäffer-Poeschel 2026 – 198 Seiten

    Auf einen Blick: Das Buch versteht sich – so der Untertitel – als „Leitfaden für das Neue Schreiben“. Die Autoren behandeln den aktuellen Wandel des Schreibens unter dem Einfluss der KI‑Entwicklung.

    Hinter den Seiten: Nach Verlagsangaben ist Dominik Ruisinger (Dipl.-Pol.) gelernter Journalist, ausgebildeter PR‑Berater und zertifizierter Stiftungsmanager. Kai Heddergott ist Kommunikationsberater und war in seinen über 30 Berufsjahren in Pressestellen, der Medienforschung und in Kommunikationsagenturen tätig.

    Verlagspräsentation mit Leseprobe

    Inhalt:

    • Schreiben im Umbruch
    • Strategie statt Tools: Die KI‑Kultur
    • Zwei Sparringspartner
    • Erst denken, dann prompten
    • Das Fundament für das Neue Schreiben
    • Das Framework des Neuen Schreibens
    • Die Umsetzung des Frameworks
    • Fazit: Schreiben im Wandel

    Leseerfahrung: 

    • Die Autoren propagieren das „kreative Miteinander von Kopf und KI“. Sie regen dazu an, die Textarbeit zu überdenken und neu auszurichten. Das Buch vermittelt hierzu vielfältige Hinweise und Impulse.
    • Es stellt die Kernfrage: Wie kann mich die KI bei meiner Arbeit unterstützen? Die Zukunft, so heißt es, gehöre der strategischen Mischung aus menschlicher Kreativität und KI‑gestützter Analyse.
    • Der Band rückt die gesamte Komplexität dieses Zusammenspiels in den Blick und beleuchtet das Spannungsverhältnis, das sich ergeben kann. Die Autoren betonen den Wert menschlicher Kreativität, Urteilskraft und Authentizität.
    • Zentraler Inhalt ist das 5‑Stufen‑Framework mit den Schritten: Themen finden, Themen schreiben, Themen optimieren, Themen individualisieren, Themen finalisieren.
    • Das Buch führt schrittweise in die „neue Schreibpraxis“ ein, definiert neue Rollen, sieht einen „Gewinn an Möglichkeiten“, liefert professionelles Grundwissen zum Texten und bietet vielfältige Tipps.
    • Infoboxen, Tabellen und Abbildungen unterstützen wirkungsvoll die Darstellung und Vermittlung des „Neuen Schreibens“. Die vorteilhafte Textgestaltung erleichtert den Zugang; allerdings kann die kleine, platzsparende Schrift die intensive Lektüre beeinträchtigen.
    • Zahlreiche Gastbeiträge erweitern die Perspektive auf das Thema.
    • Insgesamt ein substanzhaltiger, kreativer und nützlicher Beitrag zum Wandel des Schreibens – mit vielfältigen Anregungen und Hilfestellungen für die praktische Arbeit.
  • Medienrecht

    von Kai von Lewinski
    München: C.H. Beck 2025 – 574 Seiten

    Auf einen Blick: Der Band erscheint in der Verlagsreihe „Juristische Kurz-Lehrbücher“ in 2., neu bearbeiteter Auflage. Das Werk gibt einen Überblick über das Medienrecht und behandelt dazu die wesentlichen Teilbereiche. Das Buch ist laut Vorwort in den Vorlesungen des Autors zum Medienrecht und zum Internationalen Medienrecht an der Universität Passau „weiter gereift“.

    Hinter den Seiten: Gemäß Buchumschlag ist der Autor Professor am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Medien- und Informationsrecht der Universität Passau.

    Verlagspräsentation mit Leseprobe

    Inhalt:

    • Einführung
    • Internationales und Europäisches Medienrecht
    • Medienverfassungsrecht
    • Mediale Teilnahme und Selbstbestimmung
    • Journalistisch-redaktionelles Arbeiten
    • Mediendienstanbieter
    • Mediale Teilhabe
    • Medienrahmenordnung

    Leseerfahrung:

    • Der Autor sieht das Medienrecht als ein „Querschnittsgebiet, das sich aus allen Teilgebieten des Rechts speist“. So finden sich z. B. die Stichwörter „Journalismus“ und „Journalist“ in zahlreichen der insgesamt 27 Buchkapitel.
    • Das Konzept, das der Darstellung in diesem Buch zugrunde liegt, orientiert sich am kommunikationswissenschaftlichen Sender-Empfänger-Modell.
    • Der Aufbau des Buches richtet sich an den Phasen des medialen Kommunikationsprozesses aus: Medienteilnahme, journalistische Bearbeitung, redaktionelle Bündelung, unternehmerische Publikation, neutrale Distribution und Rezeption.
    • Der Teil „Journalistisch-redaktionelles Arbeiten“ gliedert sich auf rund 60 Seiten in diese Teilgebiete: Allgemeine journalistische Standards, Recherche, Themenaufbereitung und redaktionelle Zusammenstellung.
    • Die Einordnung in einen europäischen und internationalen Rahmen sowie die Orientierung an der publizistischen Wertschöpfung bzw. dem Prozesszusammenhang ermöglicht einen breiten Einstieg in das Themengebiet.
    • Die Textaufbereitung – gut lesbare Schriftgröße, tiefe Gliederung, übersichtliche Gestaltung, vielfache Hervorhebungen, erklärende Infoboxen, umfangreiches Stichwortverzeichnis etc. – ist lesefreundlich. Die Texte sind klar und zugänglich formuliert.
    • Der Bezug auf Fälle und Entscheidungen erhöht den Praxisbezug.
    • Sowohl Studierende im Bereich Medienrecht als auch alle, die sich mit dem Medienrecht in der Praxis befassen müssen, finden in diesem Buch eine nützliche Informationsquelle und einen hilfreichen Orientierungsgeber.
  • Deutsche Pressegeschichte

    von Rudolf Stöber
    Köln: Herbert von Halem 2025 – 457 Seiten

    Auf einen Blick: Der Band gibt einen Überblick über die deutsche Pressegeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart. Das Buch gilt als Standardwerk und liegt in der 4., überarbeiteten Auflage vor.

    Hinter den Seiten: Gemäß Buchumschlag hatte Rudolf Stöber bis zum Ende des Wintersemesters 2024/2025 den Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft an der Otto‑Friedrich‑Universität Bamberg inne.

    Verlagspräsentation mit Leseprobe

    Inhalt:

    • Teil 1: Das 15. bis 18. Jahrhundert – Grundlagen, Typologie und Struktur, Reaktionen
    • Teil 2: Vom 19. bis ins 21. Jahrhundert – Rahmenbedingungen, Strukturen, Typologie
    • Teil 3: Zusammenfassung und Ausblick – Die Erfindung als Take‑off, Presse und Publikum, Presse und sozialer Wandel, vorläufige Generalisierungen

    Leseerfahrung:

    • Der Band beschreibt, erörtert und analysiert Entwicklungsprozesse der deutschen Presse von den Anfängen bis zur Gegenwart.
    • Deutlich wird, was sich in den maßgebenden Technologien sowie in politischer, ökonomischer, rechtlicher und gesellschaftlicher Hinsicht entwickelt und verändert hat.
    • Prüfend, beurteilend und einordnend behandelt der Autor die wesentlichen Entwicklungsschritte. „Leider ist inzwischen der Ausblick auf die weitere Entwicklung der deutschen Presse deutlich pessimistischer als noch vor zehn Jahren“, urteilt der Verfasser.
    • 27 Abbildungen und 64 Tabellen veranschaulichen Sachverhalte und Zusammenhänge; 576 Fußnoten enthalten Nachweise sowie Erläuterungen und Ergänzungen zum Text. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis fundiert die Ausführungen. Das Register enthält keine Stichworte, sondern gliedert sich in ein Register der Druckwerke und ein Personenregister.
    • Die tiefe Gliederung erleichtert die Orientierung; Merkhilfen unterstreichen wichtige Erkenntnisse. Die insgesamt gedrängte Darstellung ist platzsparend, jedoch mit begrenztem Lesekomfort verbunden.
    • Ein Glossar mit weiterführenden Informationen lässt sich auf der Verlagsseite herunterladen. Die stichprobenweise Überprüfung verlief positiv.
    • Das Buch führt eindrucksvoll vor Augen, welche Bedeutung die Presse hat, wie stark sie wirkt und weshalb sie für eine demokratische Öffentlichkeit unverzichtbar bleibt.
    • Faktenreich, anschaulich und verständlich vermittelt Rudolf Stöber die Grundlagen deutscher Pressegeschichte – für alle, die sich mit der Entwicklung der deutschen Presse befassen wollen oder müssen.
  • Handbuch Literaturkritik

    herausgegeben von Christoph auf der Horst und Sabine Brenner-Wilczek
    Heidelberg: J.B. Metzler 2025

    Auf einen Blick: Der Verlag präsentiert ein anspruchsvolles Handbuch zur Literaturkritik. Das Werk eröffnet einen systematischen Zugang zur Geschichte, Systematik und Praxis dieser Disziplin. 40 Kapitel beschreiben und analysieren die vielfältigen Entwicklungen des literarischen Lebens und den vielschichtigen Wandel der Literaturkritik.

    Hinter den Seiten: Herausgegeben wird das Handbuch von Sabine Brenner-Wilczek, Direktorin des Heinrich-Heine-Instituts und Jurymitglied des Düsseldorfer Literaturpreises, sowie Christoph auf der Horst, der an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf die Arbeitsstelle für moderne Lehrdidaktik und -methodik leitet. Insgesamt 29 Autorinnen und Autoren bündeln ihre Expertise, um das Thema in seiner gesamten Breite zu erschließen.

    Verlagspräsentation mit Leseprobe

    Inhalt:

    • Vom Sinn und Nutzen der Literaturkritik
    • Traditionslinien deutschsprachiger Literaturkritik
    • Epochale Grundzüge der Literaturkritik
    • Literaturkritik und Literaturwissenschaft
    • Analysemethoden der Literaturkritik
    • Gattungen der Literaturkritik
    • Literaturkritik und ihre Medien
    • Literaturkritik und Literaturbetrieb

    Leseerfahrung:

    • Die Literaturkritik ist eine Institution des literarischen Lebens, die literarische Werke kommentiert, vergleicht und bewertet. Ihr kommt damit eine Mittlerfunktion zwischen Werk/Autor-/in und Publikum zu.
    • Das Buch präsentiert das Themengebiet Literaturkritik in einer methodisch strukturierten Weise und beleuchtet es sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus praxisorientierter Perspektive.
    • Breiten Raum nehmen Geschichte und Entwicklungslinien ein, denn Literaturkritik gab es bereits in der griechischen und römischen Antike.
    • Literaturwissenschaftliche Betrachtungen, etwa zur Kanonbildung oder zur feministischen Literaturkritik, bilden einen weiteren Schwerpunkt.
    • Die journalistische Textform Rezension mit ihren verschiedenen Gestaltungs- und Erscheinungsformen sowie Aspekte des literarischen Journalismus versammeln sich im letzten Teil des Buches. Behandelt werden u.  a.: Rezension, Interview und Autorenporträt, Reportage, Bestenliste, Feature, Talkshow sowie Lektorat und Verlagswesen.
    • Das Buch ist typografisch lesefreundlich gestaltet; die einzelnen Beiträge zeichnen sich durch einen systematischen und übersichtlichen Aufbau aus. Abbildungen kommen als gestalterisches Element jedoch wenig zum Einsatz. Die Beiträge weisen durchgehend ein hohes sprachliches und inhaltliches Niveau auf.
    • Auf der Basis eines soliden wissenschaftlichen Fundaments eröffnet das Handbuch einen breiten Zugang zur Literaturkritik und zum Umgang mit Fragen der Beurteilung des Schrifttums. Die anspruchsvolle Lektüre erläutert Merkmale der Literaturkritik und verdeutlicht Qualitätsansprüche.
  • Behind the News

    von Mary Abdelaziz-Ditzow
    Berlin: Ullstein 2026 – 330 Seiten

    Auf einen Blick: Mary Abdelaziz-Ditzow wirft einen kritischen Blick hinter die Kulissen der deutschen Medienwelt. Analytisch setzt sie sich mit Branchenstrukturen und Märkten auseinander, hinterfragt Unternehmen und beleuchtet das Verhältnis zu den Mediennutzern. Der Band geht über Theorie und Grundsatzdiskussionen hinaus, wie der programmatische Untertitel hervorhebt: „So navigierst du sicher zwischen Manipulation und Information“. Damit stellt die Autorin eine praktische Orientierungshilfe für den modernen Medienkonsum in Aussicht.

    Hinter den Seiten: Mary Abdelaziz-Ditzow ist nach Verlagsangaben preisgekrönte Journalistin und Moderatorin. Sie war viele Jahre als Wirtschaftsjournalistin beim Handelsblatt tätig, bevor sie 2022 zu ntv wechselte, wo sie die Wirtschaftsredaktion leitete. Seit April 2025 ist sie Chefredakteurin für Wirtschaft und News beim Portal Finanzfluss und entwickelt dort innovative journalistische Formate mit hoher Reichweite wie den Podcast Im Loop.

    Verlagspräsentation mit Leseprobe

    Inhalt:

    • Was du über die Medien wirklich wissen musst
    • Nichts ist mächtiger als eine gute Geschichte
    • Wie böse sind die Medien wirklich?
    • Wenn Nachrichtenmedien lenken, worüber du nachdenkst
    • Über „die Wahrheit“, die es nicht gibt
    • Die deutsche Nahost-Berichterstattung
    • Weil sich schlechte Nachrichten besser verkaufen
    • Die Superspreader in der Newswelt
    • Die toxische Symbiose zwischen dir und den Medien
    • Wie sich die Medien von der Gesellschaft zunehmend entkoppeln
    • Die Medien bleiben für dich trotz allem unverzichtbar

    Leseerfahrung:

    • Themen wie Medienbias, Framing, die ökonomische Abhängigkeit von Einschaltquoten und Klickraten, die Betonung kritischer und sensationeller Meldungen sowie Polarisierung und Pluralismus prägen diese Veröffentlichung. Die Autorin führt diese Schlagworte zu einer kritischen Bestandsaufnahme der deutschen Medienwelt zusammen.
    • Die Insiderin formuliert das Ziel, zu einem bewussteren Umgang mit den Medien beizutragen. Dazu vermittelt sie erstens Wissen über die heutigen Medien und Mediensysteme, zweitens ruft sie dazu auf, die eigene Mediennutzung zu reflektieren und die Medienentwicklung kritisch zu beobachten, und drittens ermutigt sie dazu, selbstständig und kreativ auf Mediengestaltung einzuwirken.
    • Die Autorin schreibt kenntnisreich und engagiert, persönlich und reflektiert.
      Sie legt ein Debattenbuch vor, das gelegentlich in Richtung Medienschelte tendiert, diskussionswerte und diskussionsbedürftige Aspekte aufzeigt und letztlich in der Feststellung mündet: Medien bleiben – trotz allem – notwendig und unverzichtbar, idealerweise jedoch in verbesserter Form.
    • Für ein Taschenbuch bietet die Veröffentlichung hohen Lesekomfort. Dies ergibt sich vor allem aus der tiefen Gliederung, den zahlreichen Zwischenüberschriften und den vielen eingebauten Merksätzen.
    • Ein Glossar erläutert von „Agenda-Building“ bis „Zwei-Quellen-Prinzip“ wesentliche journalistische Begriffe.
    • 239 Fußnoten liefern Quellenangaben, ergänzen Textpassagen und spiegeln die Auseinandersetzung der Autorin mit der Materie wider.
    • Insgesamt macht das Werk die großen Herausforderungen sowie die tiefgreifenden Risiken und Probleme der Medien und des Journalismus deutlich und greifbar. Damit präsentiert die Autorin ein leidenschaftliches Plädoyer für Qualitätsmedien und Qualitätsjournalismus.
  • Künstliche Intelligenz im Journalismus

    von Markus H. Dahm / Kevin Hermeneit
    Wiesbaden: Springer 2025, 52 Seiten

    Auf einen Blick: Dieser Band erscheint in der Reihe FOM-Edition Kompakt. Hinter „FOM“ steht eine gemeinnützige Hochschule für Berufstätige. Die Buchreihe fasst laut Verlag vielfältige aktuelle Themen und Fragestellungen kompakt und übersichtlich zusammen. Das vorliegende Buch widmet sich der Künstlichen Intelligenz zwischen redaktioneller Praxis und gesellschaftlicher Akzeptanz.

    Hinter den Seiten: Prof. Dr. Markus H. Dahm ist Organisationsentwicklungsexperte und Berater für Strategiefragen, Digital Change & Transformation. Zudem lehrt und forscht er an der FOM Hochschule in den Themenfeldern Strategisches Management, Künstliche Intelligenz und Digital Management. Kevin Hermeneit schloss 2024 seinen Master in Business Consulting & Digital Management ab. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in Medienstrategie, Digitalisierung und Vermarktungsstrategie. Seit 2023 unterstützt er als Referent der Geschäftsführung die NOZ/mh:n MEDIEN in strategischen Projekten der Unternehmensgruppe.

    Verlagspräsentation mit Leseprobe

    Inhalt:

    • Warum wir über KI im Journalismus sprechen müssen
    • Vom Zeitungsmacher zum Digitalvermittler – Journalismus im Wandel
    • Wie Künstliche Intelligenz funktioniert
    • Status quo von KI in Redaktionen – Einblicke aus der Praxis
    • Was Leser denken – Akzeptanz und Erwartungen im KI-Zeitalter
    • Was Medienhäuser jetzt tun sollten – Empfehlungen aus Theorie und Praxis
    • Ausblick auf den Journalismus mit KI

    Leseerfahrung:

    • Die Autoren betonen zunächst die Notwendigkeit, über KI im Journalismus zu sprechen. Anschließend thematisieren sie den Wandel des Journalismus. Wie Redaktionen KI heute einsetzen sowie das Spannungsfeld zwischen Effizienz und Risiko bilden weitere Schwerpunkte. Wichtige Aspekte sind das Vertrauen, die Transparenz und die Zukunft journalistischer Qualität. Die Ausführungen gehen auch auf die potenziellen Folgen für die Lesenden ein. Ein Überblick über empfehlenswerte Aktivitäten von Medienhäusern und Medienschaffenden beschließt die Arbeit.
    • Das Werk bietet damit einen Überblick über den Stand der Diskussionen und Arbeiten zur Künstlichen Intelligenz im Journalismus. Das Buch hat den Charakter einer kommentierenden Bestandsaufnahme.
    • Als praxisorientierte Publikation konzipiert, richtet sich das Werk an Medienschaffende sowie an Studierende, die einen Überblick zum aktuellen Branchenthema KI suchen.
    • Das Buch vermittelt keine abschließenden Lösungen, sondern verweist auf Erfahrungen und Entwicklungen, gibt Hinweise und Impulse. Es konkretisiert wesentliche Fragestellungen, etwa die Problematik von Transparenzhinweisen, den Aufbau von Richtlinien oder die Bedeutung von Medienkompetenz.
    • Überblicksartig machen die Autoren wichtige Aufgabenstellungen und mögliche Herangehensweisen deutlich. Die Auswirkungen auf die Medienarbeit und die denkbaren Rückwirkungen auf Journalismus und Lesende stehen im Fokus dieser Veröffentlichung.
    • Der Band eignet sich daher als Einstieg in das Themenfeld KI und Journalismus und bietet hierzu eine grundlegende Orientierungshilfe.
  • Handbuch Journalismus heute

    von Norbert Jonscher
    Tübingen: UVK 2026, 363 Seiten

    Auf einen Blick: Der Band ist als Aktualisierung und Fortschreibung klassischen journalistischen Grundlagenwissens konzipiert. Er verbindet – gemäß Untertitel – Theorie und Praxis der Print-, Rundfunk- und Onlineberichterstattung und erfüllt damit den Anspruch eines universellen, medienübergreifenden Lehrwerks.

    Hinter den Seiten: Der Autor Dr. Norbert Jonscher ist Journalist, Wissenschaftsredakteur und Verfasser journalistischer Lehrwerke.

    Verlagspräsentation mit Leseprobe

    Inhalt:

    • Geschichte des Journalismus
    • Der Journalist – Definition, Berufsbild und Selbstverständnis
    • Regeln und Sorgfaltspflichten – Worauf ein Journalist achten muss
    • Typologie des Journalismus – Grundformen und Arten der Berichterstattung
    • Wie eine Story entsteht – Der journalistische Arbeitsprozess in fünf Schritten
    • Textsorten im Journalismus – Formen und Formate der journalistischen Darstellung
    • Regeln der Pressesprache: Wie Journalisten richtig schreiben und texten
    • Arbeitssituation von Journalisten

    Leseerfahrung:

    • Das Buch stellt die zentralen Prinzipien des Journalismus vor und schafft somit eine verlässliche Grundlage für das Studium sowie die praktische Arbeit. Der Autor behandelt die journalistischen Grundlagen – im Vergleich zu anderen Einführungen – besonders intensiv: a) Berufsbild und Selbstverständnis (ca. 30 Seiten), b) Regeln und Sorgfaltspflichten (ca. 50 Seiten), c) journalistische Arbeitsprozesse (ca. 30 Seiten).
    • Die geschichtliche Entwicklung des Journalistenberufs sowie vielfältige historische Bezüge im laufenden Text sind dem Autor wichtig. Die Grundformen des Journalismus – etwa der Fachjournalismus – werden näher erläutert; die Textsorten überblicksartig dargestellt; das Schreiben und Texten detailliert behandelt. Die Künstliche Intelligenz erscheint als Unterpunkt im Kapitel zur Arbeitssituation sowie an verschiedenen Stellen des Buches, etwa als „Roboterjournalismus“.
    • Eine Vielzahl von Abbildungen veranschaulicht die Ausführungen. Die zahlreichen Personenabbildungen (Fotos, Gemälde, Stiche etc.) sind für ein Fachbuch eher ungewöhnlich. Infoboxen heben Wichtiges hervor oder liefern Beispiele. Die mehrfarbige Gestaltung, die tiefe Gliederung und die aufgelockerte Darstellung erhöhen den Lesekomfort.
    • Das Buch verdeutlicht journalistische Aufgaben, macht den journalistischen Auftrag im politischen und gesellschaftlichen Kräftefeld bewusst und skizziert den Wandel des Journalismus inmitten technologischer Veränderungen und veränderten Nutzungsverhaltens – insofern ist der Buchtitel „Journalismus heute“ insgesamt treffend gewählt.
    • Dieses Studien- und Ausbildungswerk eignet sich als Einführung in den Journalismus – insbesondere für Studierende der Journalistik sowie der Kommunikations- und Medienwissenschaften, für Seiteneinsteiger und für alle Medienschaffenden, die ein Update des journalistischen Fundaments suchen.
  • Medienskepsis in Ostdeutschland

    von Michael Meyen und Lukas Friedrich
    Köln: von Halem 2025 – 205 Seiten

    Auf einen Blick: „Warum das Misstrauen in den Journalismus kein Erbe der DDR ist“ – der Untertitel bringt Ziel und Kern des Buches präzise auf den Punkt. Die Veröffentlichung bietet eine wissenschaftlich fundierte Untersuchung zur Medienresonanz und Medienbewertung in den neuen Bundesländern.

    Hinter den Seiten: Prof. Dr. Michael Meyen ist seit 2002 Professor am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der LMU München. Seine Forschungsschwerpunkte sind Medienrealitäten, Kommunikations- und Fachgeschichte sowie Journalismus. Lukas Friedrich ist seit 2022 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der LMU München (Dissertationsprojekt: Leitmediale Narrative zur Digitalisierung des Bezahlwesens).

    Verlagspräsentation mit Leseprobe

    Inhalt:

    • Warum wir dieses Buch geschrieben haben. Zur Einführung
    • Der Glaubwürdigkeit auf der Spur. Eine Forschungsgeschichte
    • Mediennutzung und Medienbewertung in der DDR. Eine Typologie auf der Basis biografischer Interviews
    • Vom PR- zum Propagandastaat. Medien, Journalismus, Öffentlichkeit: Die DDR und wir
    • Die DDR als Gegenmodell: Systemkonkurrenz, Geschichtspolitik und die multipolare Welt
    • Mediennutzung und Medienbewertung heute. Acht Gruppendiskussionen in Ostdeutschland und eine in Coburg
    • Die Erfindung von ›Brown Under‹. Eine Fallstudie zum Einfluss der Berichterstattung auf das Publikum
    • Demokratie muss gestaltet werden
    • Staatsferne, Ost-Bashing und die Kluft zwischen Ideologie und Wirklichkeit. Ein Fazit zu den Wurzeln der ›Medienskepsis Ost‹

    Leseerfahrung:

    • Das Buch untersucht, worauf in Ostdeutschland Zweifel, Zurückhaltung und Misstrauen gegenüber Medien beruhen. Im Zentrum steht die Frage nach der Glaubwürdigkeit des Journalismus.
    • Die Analyse stützt sich auf Literatur, frühere Studien, neun Gruppendiskussionen in unterschiedlichen Konstellationen, eine Fallstudie aus dem Raum Bautzen sowie zahlreiche Gespräche mit Medienschaffenden.
    • Ein zentraler Befund: Das Misstrauen in den Journalismus ist kein DDR-Erbe, sondern hat vielfältige, teils aktuelle Ursachen. Vertrauen und Akzeptanz erweisen sich als komplexe, vielschichtige Konstrukte.
    • Das Buch gewährt einen tiefen Einblick in empirische Forschungsprozesse. Die 282 Fußnoten verdeutlichen die Intensität und Sorgfalt der Auseinandersetzung.
    • Die typografische Gestaltung – kleine, platzsparende Schrift, zurückhaltende Visualisierung und wenige gestalterische Elemente – mindert den Lesekomfort und erschwert die Aufnahme des anspruchsvollen Textes.
    • Die Herausarbeitung der zentralen Erkenntnisse sowie die Ableitung konkreter Empfehlungen für Medienschaffende zur „Rückgewinnung“ eines kritischen Publikums hätten klarer und pointierter ausfallen können.
    • Es handelt sich um eine gehaltvolle, empirisch fundierte und diskursiv anspruchsvolle Veröffentlichung mit hoher Aktualität und deutlichem Erkenntnisgewinn. Sie greift zentrale Debatten des Journalismus auf: Medienkritik, Medienbewertung, Mediennutzung, Medienvertrauen und die Verantwortung journalistischer Akteure.
    • Die inhaltliche Dichte und die gestalterische Form erschweren den schnellen und einfachen Zugang zum Erkenntnisgewinn, den das Buch aufbereitet. Das Buch und die gewonnenen Ergebnisse verdienen Aufmerksamkeit.
  • KI und Recht für Dummies

    von Kristina Schreiber und Marlene Schreiber
    Weinheim: Wiley-VCH 2026 – 274 Seiten

    Auf einen Blick: Das Buch zielt darauf ab, Rechtssicherheit im Umgang mit KI zu schaffen. Es erscheint in der Reihe „für Dummies“, die für strukturierte Wissensvermittlung auf Augenhöhe mit einer Prise Humor steht.

    Hinter den Seiten: Den Begleitinformationen ist zu entnehmen: Dr. Kristina Schreiber ist Rechtsanwältin und Partnerin bei Loschelder Rechtsanwälte in Köln, spezialisiert auf die Beratung zu KI, ITK und Daten. Marlene Schreiber ist Rechtsanwältin und Partnerin bei HÄRTING Rechtsanwälte in Berlin, spezialisiert auf die Beratung zu KI, IT und digitalen Gesellschaftsmodellen.

    Verlagspräsentation mit Leseprobe

    Inhalt:

    • When KI meets Recht
    • Die vielen Gesichter der „künstlichen Intelligenz“
    • Datenschutzrecht
    • Geistiges Eigentum
    • Haftung: Wenn die KI über das Ziel hinausschießt
    • Sonstige Rechtsgebiete
    • Spezielles KI-Recht: Überblick über die KI-Verordnung
    • Vorgaben aus der KI-Verordnung
    • Ran an die Verträge
    • KI-Governance: Compliance und Co.
    • KI-Richtlinie: Der Umgang Ihres Unternehmens mit künstlicher Intelligenz
    • Zehn Ideen, wie sie die KI im Unternehmen einsetzen können
    • Zehn No-Gos bei der KI-Nutzung im Unternehmen
    • Zehn Q&A zu praktischen Fragen der KI-Verordnung
    • Zehn Dinge, die Sie über KI-Kompetenzen in Unternehmen wissen sollten

    Leseerfahrung:

    • Vier Themenblöcke strukturieren das Buch: der Einstieg ins „KI-Recht“, „How to comply with AI?“ – der Deep Dive ins Recht, KI-Governance – KI rechtssicher im Unternehmen umsetzen sowie der Top-Ten-Teil. Der Text gliedert sich in 15 Kapitel (siehe Inhaltsverzeichnis).
    • Der Band beleuchtet Einsatz und Nutzung von KI unter rechtlichen Aspekten, thematisiert Rechtsfragen, verweist auf mögliche Risiken und analysiert die rechtlichen Rahmenbedingungen.
    • Die Autorinnen vermitteln den Stoff verständlich, anwendungsnah und lebendig.
    • Entsprechend der Konzeption der Reihe „für Dummies“ versteht sich das Werk als Grundlagenbuch, das im Zusammenhang mit Entwicklung, Einsatz und Nutzung von KI ein solides rechtliches Grundverständnis vermittelt.
    • Gegenstand der Darlegungen ist das „allgemeine KI-Recht“, etwa auch für mittelständische Unternehmen. Spezifisches „journalistisches KI-Recht“ lässt sich mithilfe des differenzierten Inhaltsverzeichnisses und des umfangreichen Stichwortverzeichnisses ableiten, wird jedoch nicht ausdrücklich behandelt.
    • Eine übersichtliche Textgestaltung mit gut lesbarer Schrift und zahlreichen Gestaltungshilfen – Tabellen, Abbildungen, Checklisten, Beispiele, Infokästen – sorgt für hohen Lesekomfort.
    • Das Buch eignet sich insbesondere für Leserinnen und Leser, die sich fundiert über das Spannungsverhältnis von KI zwischen Chancen und Innovationspotenzial einerseits sowie Risiken und Rechtsunsicherheit andererseits informieren möchten.

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