DFJV Lesetipps #
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Selbstständig im freien Lektorat – ein Job für mich?
von Henrike Doerr
Tübingen: Expert, 2026 – 258 SeitenAuf einen Blick: Der Titel setzt zwei Schwerpunkte: Einerseits werden die Anforderungen und Aufgaben des freien Lektorats beleuchtet, andererseits kann das Buch als Entscheidungshilfe bei der Frage dienen, ob dieser Berufsweg auch der richtige für einen selbst ist.
Hinter den Seiten: Henrike Doerr ist freiberufliche Lektorin, Texterin und Trainerin und leitet die Agentur Textwelten.
Verlagspräsentation mit Leseprobe
Inhalt:
- An Bord: Wie arbeiten Lektorinnen und Lektoren?
- Der Heimathafen: Wie positioniere ich mich am Markt?
- Alle Segel setzen: Wie nutze ich meine Berufserfahrung?
- Auf rauer See: Wie bestehe ich im Job?
- Den Kurs halten: Welche Rolle spielt Geschmack?
- Blick in den Maschinenraum: Wie lektoriere ich überhaupt?
- Hand aufs Herz: Landratte oder Seewolf?
- Leinen los! Wie fange ich an?
- Hinter dem Horizont: Wie geht es weiter?
Leseerfahrungen:
- Die Autorin überschreibt ihr Vorwort mit „Aufbruch zu neuen Ufern“ und macht damit deutlich, dass ihr Buch einer Expedition in ein neues Arbeitsfeld gleicht.
- Der erste Teil, mit „Ahoi“ überschrieben, widmet sich grundlegenden Fragen: Was bedeutet der Beruf „freie Lektorin / freier Lektor“? Welche Arten von Lektorat gibt es? Wie lassen sich Erfahrungen nutzen und wie behauptet man sich am Markt?
- Der zweite Teil, „Navigieren auf hoher See“, führt in den „Maschinenraum“, also in die konkrete Arbeit am Text. Wie wird lektoriert? Welche Schritte gehören dazu?
- Dieser Abschnitt stellt interessierte Lesende zugleich auf den Prüfstand: Fühlen Sie sich der Aufgabe gewachsen und haben Sie Lust auf diese Tätigkeit?
- Das Buch zeigt, wie Veröffentlichungen bearbeitet bzw. lektoriert werden. Autorinnen und Autoren können daraus Impulse zur Optimierung ihrer Texte hinsichtlich des Inhalts, der Form und des Stils gewinnen.
- Lernziele eröffnen und Zusammenfassungen beschließen die Kapitel, zahlreiche Zwischenüberschriften strukturieren die Ausführungen. Interviews bringen zusätzliche Perspektiven und Praxisnähe, Beispiele veranschaulichen die Darlegungen.
- Ein Anhang enthält Literatur- und Linktipps. Ein Stichwortverzeichnis fehlt.
- Die mehrfarbige Textgestaltung, die gut lesbare Schrift und die vielfältigen Hinweise über die Textarbeit hinaus – etwa zur Kontaktpflege oder strategischen Ausrichtung – machen das Buch zu einem wertvollen Ratgeber für Interessierte am freien Lektorat.
- Insgesamt bietet das Buch tiefe Einblicke in Ziele, Aufgaben und Arbeitsweisen des freien Lektorats und unterstützt dabei, die eigene Eignung für diese Tätigkeit zu prüfen.
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Grundkurs Grafik und Gestaltung
von Claudia Korthaus
Bonn: Rheinwerk, 2025 – 340 SeitenAuf einen Blick: Diese Buchveröffentlichung stellt im Untertitel „Fit für Studium und Ausbildung“ in Aussicht. Das in 6., aktualisierter Auflage vorliegende Buch ist ein einführendes und grundlegendes Standardwerk für Grafik und Gestaltung.
Hinter den Seiten: Claudia Korthaus arbeitet als selbstständige Gestalterin und Autorin. Sie ist in der Fachwelt bekannt.
Verlagspräsentation mit Leseprobe
Inhalt:
- Grundlagen der Gestaltung
- Layout
- Formen
- Farben
- Bilder
- Schrift
- Ausgabe
Leseerfahrungen:
- Das Buch widmet sich drei zentralen Themenbereichen: den Gestaltungsgrundlagen (z. B. Gestaltungsgesetze), dem Layout (z. B. Wirkung von Formen und Farben) sowie der Typografie (z. B. Farbenlehre).
- Wesentliche Stichworte sind u. a.: Bild, DIN-Formate, Farbe, Formen, Gestaltungsgesetze, Grundregeln, Lesen, Papier, Satzspiegel, Schrift, Text und Wirkung.
- Die Autorin vermittelt in ihrem Grundkurs relevantes Wissen für Ausbildung, Studium und Examen ebenso wie für die praktische Tätigkeit. Wissen, Verstehen und Anwendung greifen ineinander.
- Die verständliche, bildhafte und lebendige Darstellung erleichtert den Zugang und macht die Inhalte gut greifbar. Zugleich ist das ansprechend gestaltete Buch selbst ein gelungenes Beispiel vorteilhafter Gestaltung.
- Zahlreiche Beispiele und Tipps unterstützen die praktische Umsetzung.
- Insgesamt prägt die betont lesefreundliche Aufmachung das Buch. Es kann für Lernende als aussagekräftiges Lehrbuch dienen und von Berufstätigen als Nachschlagewerk und Inspirationsquelle genutzt werden.
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KI-VO
von Silvio Andrae und Jan Pohle (Hrsg.)
Berlin: ESV, 2026 – 1.437 SeitenAuf einen Blick: Der vorliegende Kommentar zur Verordnung über künstliche Intelligenz (EU AI Act) erscheint in der Reihe „Berliner Kommentare“ und eignet sich zur vertiefenden Beschäftigung mit der KI-VO. Er bietet eine systematische und interdisziplinäre Analyse und Bewertung der komplexen Anforderungen der KI-Verordnung, wobei sowohl rechtliche als auch technische und ethische Aspekte berücksichtigt werden.
Hinter den Seiten: Den Angaben zufolge ist Dr. Silvio Andrae (Herausgeber) Wirtschaftsinformatiker und seit vielen Jahren in verschiedenen Funktionen in der Finanzbranche tätig. Jan Pohle (Herausgeber) ist Partner im Düsseldorfer Büro der globalen Wirtschaftskanzlei Dentons. Der Kommentar ist das Ergebnis des Zusammenwirkens von 23 Expertinnen und Experten.
Verlagspräsentation mit Leseprobe
Inhalt:
- KI-Verordnung – Verordnung (EU) 2024/1689 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13.6.2024
- Kommentierung Kapitel 1 (Allgemeine Bestimmungen)
- Kommentierung Kapitel 2 (Verbotene Praktiken im KI-Bereich)
- Kommentierung Kapitel 3 (Hochrisiko-KI-Systeme)
- Kommentierung Kapitel 4 (Transparenzpflichten)
- Kommentierung Kapitel 5 (KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck)
- Kommentierung Kapitel 6 (Maßnahmen zur Innovationsförderung)
- Kommentierung Kapitel 7 (Governance)
- Kommentierung Kapitel 8 (EU-Datenbank für Hochrisiko-KI-Systeme)
- Kommentierung Kapitel 9 (Beobachtungen nach dem Inverkehrbringen, Informationsaustausch und Marktüberwachung)
- Kommentierung Kapitel 10 (Verhaltenskodizes und Leitlinien)
- Kommentierung Kapitel 11 (Befugnisübertragung und Ausschussverfahren)
- Kommentierung Kapitel 12 (Sanktionen)
- Kommentierung Kapitel 13 (Schlussbestimmungen)
Leseerfahrungen:
- Die Gliederung orientiert sich am Aufbau der Verordnung. Die Erläuterungen berücksichtigen rechtliche, technisch-organisatorische und ethische Aspekte. Dabei wird nicht nur die Auffassung der Kommentierenden dargestellt, sondern auch auf Fachliteratur und Rechtsprechung Bezug genommen.
- Der Kommentar richtet sich an eine breite Zielgruppe: Juristinnen und Juristen, Informatikerinnen und Informatiker, Compliance-Verantwortliche, Aufsichtsbehörden sowie weitere Akteure, die sich mit der Umsetzung der Vorgaben befassen.
- Die Verzahnung unterschiedlicher Perspektiven, etwa IT und Recht, Compliance und Risikomanagement, prägt das Werk.
- Der Kommentar bietet eine grundlegende Orientierungshilfe mit klarem Bezug zu Anwendungsfragen. Der hohe Praxisnutzen zeigt sich in Beispielen und Umsetzungshinweisen.
- Die Ausführungen sind – trotz der komplexen Materie – gut verständlich und ohne besondere Anstrengung zu lesen. Die Schriftgröße ist – wie bei Kommentaren üblich – klein, Hervorhebungen und die tiefe Gliederung erleichtern die Orientierung.
- Die KI-Verordnung der EU ist umstritten. Während die einen in Vorgaben für grundrechtsorientierte KI mögliche Wettbewerbsvorteile sehen, befürchten andere ausufernde Bürokratisierung und wirtschaftliche Nachteile im internationalen Wettbewerb (laut Brockhaus Enzyklopädie Online, abgerufen am 19.09.2026).
- Das Werk besitzt einen hohen Orientierungs- und Informationswert, es eignet sich zum Nachschlagen und Recherchieren. Der Kommentar macht die KI-VO verständlicher, klarer und handhabbarer. Im dynamischen Umfeld der KI kann ein Kommentar naturgemäß nur für einen bestimmten Zeithorizont gelten. Medienaspekte sollten in einer möglichen Neuauflage stärker berücksichtigt werden, etwa als eigenständiges Stichwort.
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Praxis des Presserechts
von Christian Mensching und Benjamin Korte
München: C.H. Beck, 2026 – 269 SeitenAuf einen Blick: Das Buch stellt den presserechtlichen Alltag in den Fokus. Dazu vermittelt der Titel die wesentlichen Grundlagen des Presserechts auf eine übersichtliche, kompakte und anschauliche Weise. Der Band erscheint in 3. Auflage.
Hinter den Seiten: Dr. Christian Mensching, LL. M. (Columbia), Rechtsanwalt in Bonn, übernimmt das Werk mit der 3. Auflage von seinem Begründer Dr. Benjamin Korte, Vorsitzender Richter am Landgericht Hamburg, und führt es nach Verlagsangaben im Stil der Vorauflagen fort. Mensching gilt als praxis- und publikationserfahrener Rechtsanwalt im privaten und öffentlichen Medienrecht.
Verlagspräsentation mit Leseprobe
Inhalt:
- Verfassungsrechtliche Grundlagen
- Persönlichkeitsrechtliche Grenzen der Meinungsäußerungsfreiheit
- Persönlichkeitsrechtliche Grenzen der Kunst- und Wissenschaftsfreiheit
- Abstufungen der Haftungsarten
- Rechtsfolgen
- Anhang
Leseerfahrungen:
- Das Buch widmet sich vor allem jenen Themenbereichen, die in der journalistischen Praxis häufig bedeutsam und kritisch sind.
- Wesentliche Stichworte sind u. a.: Abmahnung, Allgemeines Persönlichkeitsrecht, Äußerung, Bekanntheit einer Person, Bildberichterstattung, Darlegungs- und Beweislast, Einwilligung, Gefühls- und Gedankenwelt, Informationsinteresse der Allgemeinheit, Internetpublikation, Medienfreiheit, Meinungsäußerung, Persönlichkeitsverletzung, Recherche, Satire, Suchmaschinen, Tatsachenbehauptung sowie die Wahrnehmung berechtigter Interessen.
- Die in der journalistischen Arbeit oft komplexen Güter- und Interessenabwägungen werden anschaulich erläutert und analysiert, etwa in den Abschnitten zu den Grenzen der Wortberichterstattung oder bei den Abwägungsmaßstäben.
- Das Buch erklärt das Presserecht in verständlicher Sprache, die auch Nicht-Juristinnen und Nicht-Juristen gut erreicht.
- Ein detailliertes Sachverzeichnis mit Randnummern sowie ein tief gegliedertes Inhaltsverzeichnis erleichtern den Zugriff. Elemente der Textgestaltung – insbesondere Hervorhebungen – fördern die Orientierung.
- Abbildungen, grafische Schemata, Beispiele und Formulierungshilfen unterstützen die Themenvermittlung.
- 392 Fußnoten stützen die Ausführungen. Ein umfangreicher Anhang untermauert die Darstellung: Er enthält eine Übersicht zu den wichtigsten presserechtlichen Ansprüchen, ferner eine Rechtsprechungsübersicht sowie ausgewählte Normen zum Presserecht.
- Insgesamt eine handliche Veröffentlichung mit hohem Praxisnutzen. Das Werk bietet einen fundierten Überblick über das Presserecht und ermöglicht einen qualifizierten Einstieg in die entsprechenden Rechtsfragen. Bei komplexen oder seltenen Fragestellungen sollte jedoch ein ausführliches Handbuch oder ein Kommentar herangezogen bzw. professionelle Rechtsberatung in Anspruch genommen werden.
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Statistik für Journalist:innen
von Julia Lück‑Benz
Tübingen: UVK, 2022 – 309 SeitenAuf einen Blick: Journalistinnen und Journalisten müssen in ihrer Arbeit häufig Zahlen und Daten einsetzen. Damit sind sie auf statistische Grundkenntnisse angewiesen. Laut Untertitel vermittelt das Buch hierzu „Grundlagen und Praxis“. Es erscheint im Programmbereich Journalistik | Publizistik | Kommunikationswissenschaft.
Hinter den Seiten: Dr. Julia Lück‑Benz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Journalistischen Seminar der Johannes Gutenberg‑Universität Mainz sowie an der Arbeitsstelle Medienanalyse/Forschungsmethoden am Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft der Freien Universität Berlin.
Verlagspräsentation mit Leseprobe
Inhalt:
- Einleitung
- Das Problem: (Richtige) Fragen stellen und eine Theorie entwickeln
- Der Plan: Messinstrumente entwickeln und Datenbeschaffung vorbereiten
- Die Daten
- Die Analyse
- Aufbereitung
- Abschluss
Leseerfahrungen:
- Journalistinnen und Journalisten müssen sich häufig mit der Gewinnung und Auswertung quantitativer Informationen auf der Basis von Beobachtungen oder Erhebungen befassen. Dazu brauchen sie eine entsprechende Daten‑ bzw. Statistikkompetenz.
- Statistik verstanden als zahlenmäßige Erfassung, Untersuchung und Darstellung von Mengenproblemen: Das vorliegende Lehrbuch führt verständlich in die Grundlagen der Statistik ein, erläutert wesentliche Begriffe und Methoden – ohne vertiefenden Einstieg in die Mathematik.
- Es arbeitet die mögliche Vernetzung von Journalismus und Statistik heraus, führt das Fragende von Journalismus und Statistik zusammen. Das Werk bringt damit den statistischen Prozess und die journalistische Herangehensweise funktional zusammen – ohne in die Tiefe des Datenjournalismus zu gehen.
- Die Inhaltsstruktur des Buches bildet die journalistische Herangehensweise gut ab: Beginnend mit der Definition des Problems bzw. der richtigen Fragestellung über Fragen der Datenbeschaffung, der analytischen Betrachtung bis zur geeigneten Aufbereitung und Dokumentation.
- Zahlreiche inhaltliche Gestaltungsmerkmale fördern den Gebrauchsnutzen, beispielsweise kapitelweise Checklisten. Beispiele veranschaulichen, Exkurse vertiefen die Darlegungen.
- Die vorteilhafte visuelle Gestaltung erleichtert das Arbeiten mit dieser Buchveröffentlichung. Infokästen, Aufzählungen sowie 45 Abbildungen und 18 Tabellen und eine gut lesbare Schrift verstärken den Gebrauchswert.
- Insgesamt eine geeignete Unterstützung für Journalistinnen und Journalisten, Daten und Zahlen besser zu verstehen und sachgerecht wie wirkungsvoll einzusetzen.
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Investigativer Journalismus in Deutschland
von Andrea Claudia Hoffmann (Hrsg.)
Wiesbaden: Springer VS 2024 – 189 SeitenAuf einen Blick: Der Band bietet einen kompakten Überblick über herausragende investigative Recherchen im deutschsprachigen Raum und analysiert die Wege ihrer Entstehung. Der Untertitel verspricht „Die spannendsten Stories – und der Weg der Enthüllung“. Dieses Versprechen löst das Buch durch eine Vielzahl gut dokumentierter Fälle ein.
Hinter den Seiten: Herausgeberin Andrea Claudia Hoffmann ist Professorin für Investigativen Journalismus an der HAW Hamburg. Sie verfügt sowohl als Journalistin als auch als Wissenschaftlerin über umfangreiche Erfahrungen in der Kriegs‑ und Krisenberichterstattung. Für diesen Band hat sie zahlreiche Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen des investigativen Arbeitens gewonnen, die ihre jeweiligen Recherchen transparent und nachvollziehbar darstellen.
Verlagspräsentation mit Leseprobe
Inhalt:
- Eine Einführung
- Die Akte Scholz: Wie sich die Cum‑Ex‑Recherchen zum Problem für den Bundeskanzler entwickelten
- Die Wirecard‑Recherchen: Entzauberung eines deutschen Hoffnungsträgers
- Tatort Hamburger Hafen: Recherchen zum internationalen Kokainhandel
- Die Akte Amri: Der Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz & eine Recherche, die nie endet
- Die Akte Schlesinger: Wie wir der Misswirtschaft im RBB auf die Schliche kamen
- Die Tesla‑Files: Der Schlüssel zu Elon Musks Welt voller Angst und Verschwiegenheitsklauseln
- Nord Stream: Wer sprengte die Pipeline? – Eine Recherche mit vielen Fallstricken
- Gemeinsam besser: Die Panama Papers und die internationale Kooperation mit dem ICIJ
- Die Cyprus Confidential‑Enthüllungen: Wie die Insel Zypern zum Einfallstor russischer Oligarchen wurde
- Die Vulkan‑Files: Geheimdokumente von Hackern im Auftrag des Kreml & ihre Auswertung mit IT‑Sicherheitsexperten und OSINT‑Methoden
- Kollaborativer Journalismus: Das Projekt Correctiv.Lokal
- Germany’s Instrumental Role in International Journalism Investigations
Leseerfahrungen:
- Investigativer Journalismus, oft als journalistische Königsdisziplin bezeichnet, ist ein besonders anspruchsvolles und komplexes Aufgabenfeld. Der Band würdigt diese Form des Arbeitens und zeigt Wege auf, kritische Sachverhalte von öffentlicher Relevanz gegen Widerstände aufzudecken.
- Das Sammelwerk vereint eine Vielzahl eigenständiger Beiträge, die sich thematisch ergänzen und ein eindrucksvolles Gesamtbild des investigativen Journalismus ergeben.
- Der Band gliedert sich dazu in vier Teile: Bestandsaufnahme, herausragende Recherchen im deutschsprachigen Raum, herausragende internationale Recherchen sowie lokale und internationale Recherche‑Verbünde.
- Die Darstellung der Fälle folgt einer einheitlichen Struktur: 1. Die Story, 2. Step by step, 3. Take‑away. Literaturhinweise runden die Beiträge ab.
- Besonders nützlich sind die „drei goldenen Regeln“, die am Ende jedes Beitrags zentrale Erkenntnisse und Empfehlungen zusammenfassen.
- Die Einführung der Herausgeberin vermittelt lehrbuchartig die Grundlagen des investigativen Journalismus, die folgenden Fallstudien demonstrieren die praktische Umsetzung. Der letzte Abschnitt geht auf neuere Instrumente und Methoden ein (ein Beitrag in englischer Sprache).
- Die visuelle Gestaltung und der Einsatz von Textelementen sind voll zufriedenstellend.
- Die Beiträge vermitteln insgesamt das spürbare Engagement der beteiligten Journalistinnen und Journalisten, eröffnen präzise Einblicke in die jeweiligen Problemlagen und sind hervorragende Beispiele professioneller Recherchearbeit sowie eines herausragenden Journalismus. Sie hinterlassen einen bleibenden Eindruck und regen zum Nachdenken an.
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Brücken und Brüche: Impulse für die empirische Journalismusforschung
von Vera Katzenberger, Till Krause und Gabriele Mehling (Hrsg.)
Köln: Herbert von Halem 2026 – 371 SeitenAuf einen Blick: Diese Festschrift vermittelt Glückwünsche, Achtung und Anerkennung sowie fachliche Beiträge von Kolleginnen und Kollegen und langjährigen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern zum 65. Geburtstag von Markus Behmer.
Prof. Dr. Behmer lehrt empirische Kommunikatorforschung am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Bamberg. 21 Autorinnen und Autoren beleuchten in ebenso vielen Beiträgen zentrale Aspekte der empirischen Journalismusforschung – inspirierend, vielseitig und mit Nähe zur journalistischen Praxis.
Hinter den Seiten: Das Herausgeberteam ist prominent besetzt: Vera Katzenberger, Juniorprofessorin für Digitalen Journalismus an der Universität Leipzig. Till Krause, Professor für Medien und Kommunikation an der Hochschule Landshut. Gabriele Mehling, Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Bamberg. Auch die weiteren Autorinnen und Autoren sind ausgewiesene Fachgrößen, vielfach selbst Hochschullehrende.
Verlagspräsentation mit Leseprobe
Inhalt:
- Vorwort
- Einleitung
- Wurzeln, Gegenwart, Horizonte
- Innovationen, Kontinuität, Transformation
- Ausbildung, Praxis, Transfer
Leseerfahrungen:
- Im Vorwort zeichnet Gero Himmelsbach mit den Begriffen Verantwortung, Verständnis und Verbundenheit ein eindrucksvolles Bild von Markus Behmer. Aus der Perspektive langjähriger fachlicher Kontakte schließt sich der Rezensent dieser Würdigung gern an.
- Die Festschrift folgt der titelgebenden Spannung zwischen „Brüchen“ – etwa durch KI‑Disruptionen oder ökonomischen Druck – und „Brücken“, die zu neuen Lösungsansätzen führen. Sie orientiert sich an der Einsicht, „dass wissenschaftliche Kommunikation von Anerkennung und Kritik, von Weiterdenken […], von Widerspruch und Vermittlung lebt“.
- Obwohl eine Festschrift zunächst nach einer rein akademischen Veröffentlichung klingt, überzeugt der Band durch seinen ausgeprägten Praxisbezug. Er ist wissenschaftlich im besten Sinne: präzise, sorgfältig, aber zugleich unmittelbar relevant für vielfältige journalistische Aufgaben und Herausforderungen sowie äußerst erkenntnisfördernd.
- Mit bemerkenswerter Breite und Tiefe zeigt der Band, wie sehr Journalismus von Spannungen geprägt ist: Nähe und Distanz, Berufsethos und Ökonomie, externe Erwartungen und interne Handlungsspielräume. Diese Widersprüche werden nicht nur beschrieben, sondern auch analytisch durchdrungen.
- Das facettenreiche Werk bietet vielfältige Impulse und spricht unterschiedliche Leseinteressen an. Der Rezensent ist beispielsweise auf anregende Hinweise zur Inhaltsanalyse gestoßen.
- Die Beiträge liefern Befunde, die die journalistische Diskussion bereichern und vertiefen können, insbesondere im Hinblick auf gegenwärtige und zukünftige Transformationsprozesse.
- Insgesamt handelt es sich um einen anspruchsvollen wissenschaftlichen Sammelband, der den Stand und die Entwicklung des Journalismus verständlich macht und zugleich wertvolle Impulse für die praktische Arbeit im und mit dem Journalismus bietet. Ein Buch, das den laufenden Wandel nicht nur beschreibt, sondern beim Verstehen unterstützt.
- Kein Titel für das schnelle Lesen, kein Buch mit einfachen Antworten, sondern ein Werk zum Reflektieren, zum Hinterfragen journalistischer Entwicklungen und zur eigenen Positionierung in einem komplexen beruflichen Umfeld. Ein Buch, das Zeit und Konzentration verlangt – und dies kann sich lohnen.
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La Roches Einführung in den praktischen Journalismus
von Gabriele Hoofacker und Klaus Meiner
Wiesbaden: Springer VS 2026 – 263 SeitenAuf einen Blick: Ein Klassiker der journalistischen Literatur erscheint in 21. Auflage. Walter von La Roche hat 1975 diesen Titel erstmals veröffentlicht und bis zur 18. Auflage im Jahr 2008 aktualisiert und fortgeführt. Gabriele Hoofacker und Klaus Meier haben ihm dabei seit 1999 unterstützt. Es ist sehr bemerkenswert, dass ein Lehrbuch über mehr als ein halbes Jahrhundert hinweg seine Relevanz behält und unverändert nachgefragt ist.
Der Band erscheint in der Reihe „Journalistische Praxis“. Das Buch beruht auf zwei Säulen. Der erste Teil gibt auf rund 200 Seiten einen Überblick über journalistische Tätigkeiten und Arbeitsweisen. Der zweite Teil umfasst etwa 60 Seiten und erläutert, wie der Einstieg in den Journalismus gelingen kann. Dazu gibt er u. a. eine Übersicht zu den Ausbildungswegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Hinter den Seiten: Walther von La Roche (* 29. Februar 1936 in München; † 9. Mai 2010 in Herrsching am Ammersee) war ein deutscher Journalist und Journalismus-Lehrer. Bis 2006 lehrte er als Honorarprofessor für Radiojournalismus an der Universität Leipzig. Er war Begründer und Herausgeber der Journalismus-Lehrbuchreihe Journalistische Praxis. (Quelle: Wikipedia, am 20.07.2026 abgerufen).
Gabriele Hooffacker ist Professorin an der Hochschule für Wirtschaft, Technik und Kultur (HTWK) Leipzig im Ruhestand. Dr. Klaus Meier ist Professor für Journalistik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.
Das Kapitel „Rechtsfragen“ hat Ernst Fricke unter Mitwirkung von David Häring bearbeitet.
Verlagspräsentation mit Leseprobe
Inhalt:
- Die Tätigkeiten im Journalismus
- Die Arbeitsfelder im Journalismus
- Wie der Journalist zu seiner Story kommt
- Die journalistischen Darstellungsformen
- Weitere informierende Darstellungsformen
- Meinungsäußernde Darstellungsformen
- Wege in die Redaktion
- Publizistische Grundsätze
- Rechtsfragen der journalistischen Praxis
- Die Ausbildungswege
- Das Volontariat
- Journalistenschulen
- Journalistenausbildung – do it yourself
- Österreich
- Schweiz
Leseerfahrungen:
- Walther von La Roche hat das Buch denen gewidmet, „die sich die Mühe gaben, aus mir einen Journalisten zu machen“. Gabriele Hoofacker und Klaus Meier richtet das Buch an „allen jungen Menschen, die heute in einer Phase des digitalen Umbruchs den Mut haben, sich für den Journalismus zu entscheiden“.
- Das Buch ist einerseits ein Wegweiser zum und in den Journalismus und andererseits auch ein Wegweiser durch die Grundlagen des Journalismus.
- Der Titel führt an journalistische Themen heran. Diese werden überblicksmäßig behandelt, dabei gelingt es, das Wesentliche herauszuarbeiten und das Entscheidende zu vermitteln.
- Zusammenfassungen und Schlüsselwörter eröffnen und weiterführende Literaturhinweise beschließen die einzelnen Kapitel.
- Zahlreiche Beispiele erläutern Sachverhalte und Zusammenhänge. Eine hohe Praxisnähe prägt die Ausführungen.
- Inhaltliche Gestaltungselemente, z. B. die übersichtliche Darstellung mit Zwischenüberschriften, Hervorhebungen, Infokästen usw. erleichtern die Aufnahme des Stoffs und fördern die Lesefreundlichkeit.
- Die visuelle Gestaltung, wie beispielsweise die Schriftgröße, entspricht dem Standard derartiger Buchveröffentlichungen und Büchern dieser Preisklasse.
- Die Behandlung der Rechtsfragen verdeutlicht, dass Journalismus auch eine „gefahrengeneigte Tätigkeit“ sein kann.
- Insgesamt eine bewährte und empfehlenswerte „erste Anlaufstelle“ für alle journalistischen Themen.
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Medienkompetenz im KI-Zeitalter
von Rödiger Voss
Tübingen: UVK 2026 – 207 SeitenAuf einen Blick: Der Band mit dem Untertitel „für Studium und Wissenschaft“ ist ein Einführungs‑ und Orientierungswerk zur Medienkompetenz im KI‑Zeitalter.
Hinter den Seiten: Gemäß Autorenvorstellung ist Prof. Dr. Rödiger Voss Wissenschafts‑ und Bildungs‑Coach sowie Dozent an Hochschulen mit Lehrfokus auf Wissenschaft, KI und Pädagogik.
Verlagspräsentation mit Leseprobe
Inhalt:
- Medienkompetenz im digitalen Zeitalter
- Medienkompetenz historisch gesehen
- Medienkompetenz trifft KI
- KI‑Kompetenz als Medienkompetenz
- Diskurssteuerung und Wahrnehmungslenkung
- Demokratie, Meinungsbildung und KI
- Klassische Medieninhalte bewerten
- Erkennung und Bewertung von Inhalten im KI‑Zeitalter
- Umgang und kritische Bewertung von Social‑Media‑Beiträgen und Online‑Interaktionen
- Grenzen der menschlichen Wahrnehmung
- Follow the Science
- Stärkung der Medienkompetenz
- Ethische Dimensionen und gesellschaftliche Auswirkungen
- Fazit und Ausblick
Leseerfahrung:
- Das Buch widmet sich – wie es heißt – den elementaren Grundlagen und Facetten der Medienkompetenz.
- Es richtet sich insbesondere an Studierende, Lehrende, Forschende und alle, die sich grundsätzlich mit Medien befassen.
- Der Band ist tief strukturiert, wissenschaftlich fundiert und verständlich geschrieben. Eine Vielzahl von Beispielen bildet die Brücke zur Praxis.
- Der Text des mehrfarbigen Buches ist lesefreundlich aufbereitet: Absätze und Zwischenüberschriften sorgen für Übersichtlichkeit; Aufzählungen sowie Hervorhebungen von Schlüsselwörtern und Kernaussagen erleichtern den Zugang. Infoboxen betonen Wichtiges. 24 Abbildungen und Tabellen visualisieren Aussagen und Zusammenhänge.
- Der Band ist schwerpunktmäßig nicht auf die journalistische Praxis ausgerichtet, sondern auf wissenschaftliche Reflexion und theoretische Einordnung. Als grundsätzliche Orientierungshilfe zum Verständnis des medialen Wandels ist der Band wertvoll und kann die Auseinandersetzung mit der Weiterentwicklung von Medienkompetenz sinnvoll unterstützen.
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Besser Texten mit Kopf und KI
von Dominik Ruisinger / Kai Heddergott
Stuttgart: Schäffer-Poeschel 2026 – 198 SeitenAuf einen Blick: Das Buch versteht sich – so der Untertitel – als „Leitfaden für das Neue Schreiben“. Die Autoren behandeln den aktuellen Wandel des Schreibens unter dem Einfluss der KI‑Entwicklung.
Hinter den Seiten: Nach Verlagsangaben ist Dominik Ruisinger (Dipl.-Pol.) gelernter Journalist, ausgebildeter PR‑Berater und zertifizierter Stiftungsmanager. Kai Heddergott ist Kommunikationsberater und war in seinen über 30 Berufsjahren in Pressestellen, der Medienforschung und in Kommunikationsagenturen tätig.
Verlagspräsentation mit Leseprobe
Inhalt:
- Schreiben im Umbruch
- Strategie statt Tools: Die KI‑Kultur
- Zwei Sparringspartner
- Erst denken, dann prompten
- Das Fundament für das Neue Schreiben
- Das Framework des Neuen Schreibens
- Die Umsetzung des Frameworks
- Fazit: Schreiben im Wandel
Leseerfahrung:
- Die Autoren propagieren das „kreative Miteinander von Kopf und KI“. Sie regen dazu an, die Textarbeit zu überdenken und neu auszurichten. Das Buch vermittelt hierzu vielfältige Hinweise und Impulse.
- Es stellt die Kernfrage: Wie kann mich die KI bei meiner Arbeit unterstützen? Die Zukunft, so heißt es, gehöre der strategischen Mischung aus menschlicher Kreativität und KI‑gestützter Analyse.
- Der Band rückt die gesamte Komplexität dieses Zusammenspiels in den Blick und beleuchtet das Spannungsverhältnis, das sich ergeben kann. Die Autoren betonen den Wert menschlicher Kreativität, Urteilskraft und Authentizität.
- Zentraler Inhalt ist das 5‑Stufen‑Framework mit den Schritten: Themen finden, Themen schreiben, Themen optimieren, Themen individualisieren, Themen finalisieren.
- Das Buch führt schrittweise in die „neue Schreibpraxis“ ein, definiert neue Rollen, sieht einen „Gewinn an Möglichkeiten“, liefert professionelles Grundwissen zum Texten und bietet vielfältige Tipps.
- Infoboxen, Tabellen und Abbildungen unterstützen wirkungsvoll die Darstellung und Vermittlung des „Neuen Schreibens“. Die vorteilhafte Textgestaltung erleichtert den Zugang; allerdings kann die kleine, platzsparende Schrift die intensive Lektüre beeinträchtigen.
- Zahlreiche Gastbeiträge erweitern die Perspektive auf das Thema.
- Insgesamt ein substanzhaltiger, kreativer und nützlicher Beitrag zum Wandel des Schreibens – mit vielfältigen Anregungen und Hilfestellungen für die praktische Arbeit.