Rangliste der Pressefreiheit 2018: Situation in Europa hat sich verschlechtert

25.04.2018

Am heutigen Mittwoch hat die Journalistenorganisation "Reporter ohne Grenzen (ROG)" die Rangliste der Pressefreiheit 2018 veröffentlicht. Ihr zufolge hat sich in keiner anderen Weltregion die Lage der Pressefreiheit im vergangenen Jahr so stark verschlechtert wie in Europa. Ausdruck davon sei eine zunehmende medienfeindliche Hetze durch Regierungen oder führende Politiker. Betroffen sind vor allem die EU-Mitglieder Malta, Tschechien und Slowakei sowie das Balkanland Serbien.

Deutschland, das in der Rangliste um einen Platz vom 16. auf den 15. Rang vorgerückt ist, hat ebenfalls mit Problemen zu kämpfen. Erneut registrierte Reporter ohne Grenzen eine hohe Zahl an tätlichen Übergriffen, Drohungen und Einschüchterungsversuchen gegen Journalisten, insbesondere bei den Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017. Ein Detailbericht zur Lage der Pressefreiheit in Deutschland ist hier zu finden.

Die Rangliste der Pressefreiheit 2018 vergleicht die Situation für Journalistinnen, Journalisten und Medien in 180 Staaten und Territorien. Untersucht wurde das Kalenderjahr 2017. Grundlagen der Rangliste sind ein Fragebogen zu diversen Aspekten unabhängiger journalistischer Arbeit sowie die von ROG ermittelten Zahlen von Übergriffen, Gewalttaten und Haftstrafen gegen Journalisten.

Der DFJV unterstützt die Arbeit von Reporter ohne Grenzen seit Jahren als Fördermitglied.

Deutschland auf Platz 15.