Fall Deniz Yücel: "Schwerwiegender Angriff auf die Pressefreiheit"

01.03.2017

Der Deutsche Fachjournalisten-Verband verurteilt die Inhaftierung des Türkei-Korrespondenten der "Welt", Deniz Yücel, aufs Schärfste: "Deniz Yücel muss sofort freigelassen werden. Einen kritischen Journalisten einfach wegzusperren ist zutiefst undemokratisch und mit rechtsstaatlichen Grundsätzen nicht im Geringsten vereinbar", so DFJV-Vorstand Christin Fink in Berlin.

Der DFJV sieht in dem Vorgehen der türkischen Justiz einen schwerwiegenden Angriff auf die Presse- und Meinungsfreiheit. Die Bundesregierung ist daher in der Pflicht, den Druck auf die türkische Regierung zu erhöhen und auf eine Freilassung Yücels hinzuwirken.

Wie die Organisation "Reporter ohne Grenzen" vermeldet, sind in der Türkei derzeit rund 150 Journalisten im Gefängnis. Mindestens 49 davon seien in direktem Zusammenhang mit ihrer journalistischen Tätigkeit in Haft. Die Rangliste der Pressefreiheit, die Reporter ohne Grenzen jedes Jahr veröffentlicht, führt die Türkei auf Platz 151 von 180 Ländern.

Der DFJV unterstützt die Arbeit von Reporter ohne Grenzen seit Jahren als Fördermitglied.
 

Bundesregierung muss Druck erhöhen.