Berufsaussichten

Nachdem der Wissenschaftsjournalismus in den vergangenen Jahren einen enormen Bedeutungszuwachs erlebt hat, gelten die Berufsaussichten für Wissenschaftsjournalisten auch in Zukunft als hervorragend. Allerdings sollten sie sich bereits am Anfang des Berufslebens darauf einstellen, dass sie mit sehr großer Wahrscheinlichkeit als Freelancer arbeiten werden und frühzeitig die entsprechenden Kontakte und Netzwerke knüpfen. Für diese Einschätzung sprechen mehrere Gründe.

Technik und Mensch wachsen zusammen

Ein wichtiger Grund für die weiterhin hohe Bedeutung des Wissenschaftsjournalismus ist die Tatsache, dass technische Neuerungen und Produkte in immer mehr Bereichen des täglichen Lebens eine wichtige Rolle spielen. Beispielsweise erleichtern elektronische und technische Hilfsmittel das Autofahren in nahezu allen Bereichen von der Servolenkung bis hin zum elektronischen Abstandsmesser. Für viele Verbraucher ist zudem das Smartphone zu einem unverzichtbaren Begleiter im Alltag geworden. Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Technikaffinität insbesondere der jüngeren Mediennutzer in den vergangenen Jahren gestiegen ist. Und damit besteht bei dieser Zielgruppe auch ein höheres Interesse an wissenschaftsjournalistischen Themen.

Chancen durch Spezialisierung

Erhöhen können Wissenschaftsjournalisten ihre Chancen auf dem journalistischen Markt durch Spezialisierung, wie es beispielsweise Medizinjournalisten bereits vorgemacht haben. Denn nach wie vor betreuen Wissenschaftsjournalisten auch Bereiche, die außerhalb ihres eigentlichen Fachgebietes liegen. Dadurch können sie sich zwar kurzfristig eine bessere Auslastung sichern, allerdings bleibt diesen Wissenschaftsjournalisten der Expertenstatus verwehrt. Diesen erwerben sie sich fast zwangsläufig, wenn sie über einen längeren Zeitraum hinweg über einen bestimmten Themenbereich berichten und sich ein gutes Netzwerk an Informanten und möglichen Quellen aufgebaut haben. In diesem Fall ist die Konkurrenz durch Kollegen relativ dünn gesät und sie haben einen gewissen Einfluss auf die Höhe der ausbezahlten Honorare. Zudem können sie sich weitere Einnahmequellen erschließen, indem sie Vorträge halten oder populärwissenschaftliche Fachbücher schreiben.

Das Internet als neue Chance

Weitere Chancen können sich für Wissenschaftsjournalisten durch die neuen Medien im Netz bieten. Abgesehen von den Online-Präsenzen der Publikums- und Fachmedien existieren im deutschsprachigen Raum lediglich einige Wissenschaftsblogs. Diese werden meist ohne journalistische Kompetenz, dafür mit umso mehr Insiderwissen inhaltlich befüllt. Hier ergeben sich für den Wissenschaftsjournalisten also durchaus attraktive Möglichkeiten, sogar eigene Projekte zu starten und sich in diesem wichtigen Zukunftsmarkt eine Nische zu sichern.


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