Allgemeine Hinweise

Neben einer grundsätzlichen Begeisterung für die Wissenschaften brauchen angehende Wissenschaftsjournalisten vor allem ein fundiertes Fachwissen. Üblicherweise haben Wissenschaftsjournalisten eine Doppelausbildung absolviert. Diese besteht meist aus einem Hochschulstudium im Bereich der Natur- oder Sozialwissenschaften und einer anschließenden journalistischen Ausbildung.

Der Grund dafür, dass ausgerechnet diese Fachbereiche vorausgesetzt werden, ist relativ einfach zu erklären: Wissenschaftsjournalisten berichten fast ausschließlich über Themen, welche diese Fachbereiche betreffen. Sie sollten deshalb die jeweilige Fachsprache so gut kennen, dass sie sich während der Recherche mit einem Experten nahezu auf Augenhöhe unterhalten und eine wissenschaftliche Arbeit schnell analysieren können.

Ein weiterer Vorteil des Studiums besteht darin, dass sie die grundsätzliche Methodik der Wissenschaftler im jeweiligen Fachbereich nicht nur kennen, sondern diese so weit verinnerlicht haben, dass sie die Zusammenhänge schnell begreifen.

Ein Studium der Naturwissenschaften

Unter dem Begriff Naturwissenschaften werden alle empirischen Wissenschaften bezeichnet, welche die Natur und ihre Zusammenhänge erforschen. Ein Naturwissenschaftler beobachtet, misst und analysiert die Natur mit Methoden, die jederzeit wiederholt werden können, um die Ergebnisse neutral miteinander vergleichen zu können. Naturwissenschaftler gelten als Grundlagenforscher sowohl für Techniker als auch Mediziner.

Die Geschichte der Naturwissenschaften reicht bis in die Antike zurück. Zu den ältesten Disziplinen gehört die Astronomie. Auf Basis der Erkenntnisse der Astronomen gelang es den frühen Seefahrervölkern wie den Griechen, große Teile der damals bekannten Welt zu erkunden und zu besiedeln.

Während der Aufklärung im 17. Jahrhundert erlebten die Naturwissenschaften den Durchbruch in breiteren Bevölkerungsschichten. Dadurch wurde eine wissenschaftliche Revolution ausgelöst, die während des 18. Jahrhunderts zu zahlreichen Erfindungen sowie Entdeckungen führten, die schließlich die industrielle Revolution und das industriellen Zeitalter zur Folge hatten. Diese Umwälzungen verursachten massive gesellschaftliche Veränderungen, die sich bis heute auswirken.

Die Sozialwissenschaften

Als Sozial- oder Gesellschaftswissenschaften werden alle wissenschaftlichen Disziplinen bezeichnet, die sich mit dem Zusammenleben der Menschen innerhalb der Gesellschaft befassen. Im Unterschied zu den Naturwissenschaften beschäftigen sich die Sozialwissenschaften in erster Linie mit handelnden Subjekten. Von den Geisteswissenschaften grenzen sich die Sozialwissenschaften folgendermaßen aus: Erstere sind mehr auf das Verstehen hin ausgerichtet, während die Sozialwissenschaften eher erklären.

Eine Möglichkeit der Doppelausbildung

Mit dem sogenannten Passauer Modell bietet die Universität Passau in Zusammenarbeit mit der örtlichen Tageszeitung Studenten die Möglichkeit, parallel zum Studium ein allgemeines Volontariat zu absolvieren. Die sogenannten Stipendiaten arbeiten während der Semesterferien in den verschiedenen Redaktionen der Passauer Neuen Presse und kombinieren dadurch die fachliche mit der journalistischen Ausbildung. Die zusätzliche Qualifikation als Wissenschaftsjournalist können sie bei verschiedenen Bildungseinrichtungen und Journalistenschulen anschließend erwerben. Entsprechende Kurse und Seminare werden regelmäßig während des gesamten Jahres angeboten.


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Allgemeine Übersicht zu Ausbildungsmöglichkeiten

Ausbildungsmöglichkeiten für Wissenschaftsjournalisten

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