Faszination

Die Beweggründe für junge Journalisten, sich für den Wirtschaftsjournalismus zu entscheiden, sind höchst unterschiedlich. Eine wichtige Motivation besteht natürlich am grundsätzlichen Interesse an Wirtschaft, Politik und globalen Zusammenhängen. Zudem agieren Wirtschaftsjournalisten so nah am tagesaktuellen Geschehen, wie es ansonsten nur im Politikressort der Fall ist. Doch im Gegensatz zu ihren Kollegen, haben sie auch bei aktuellen Themen meist ausreichend Zeit für eine tiefer gehende Recherche, sodass sie dem Mediennutzer einen Beitrag liefern können, in welchem sie das jeweilige Thema aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und vielleicht sogar neue Aspekte entdecken.

Interdisziplinär arbeiten

Die Tatsache, dass Wirtschaftsjournalisten häufig im Team mit Kollegen aus anderen Ressorts zusammen an einem Thema arbeiten, macht ebenfalls einen besonderen Reiz dieses Ressorts aus. Besonders eng arbeiten Wirtschaftsjournalisten mit Politikjournalisten zusammen. Deshalb sind viele Medien bereits dazu übergegangen, die einzelnen Redaktionen nicht mehr in unterschiedlichen Abteilungen unterzubringen, sondern einen ressortübergreifenden Newsdesk zu schaffen, in dem zumindest Politik- und Wirtschaftsjournalisten gemeinsam in einem Großraumbüro arbeiten. Gelegentlich spielen aber auch andere Ressorts wie der Umweltjournalismus in die Tätigkeit des Wirtschaftsjournalisten hinein. Das ist beispielsweise der Fall, wenn sie über die aktuellen Fördermöglichkeiten für regenerative Energiequellen berichten. Die großen Offshore-Windparks in der Nordsee etwa werden von den Betreibern als attraktive ökologische Form der Geldanlage vermarktet. Hier wollen die Anleger nicht nur eine attraktive – und unter Umständen vom Staat geförderte – Rendite erwirtschaften. Sie wollen mit ihrem Geld zugleich einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisten, weshalb auch ökologische Aspekte in den Bericht einfließen sollten.

Neue Chancen mit Eigeninitiative

Der Wirtschaftsjournalismus gilt seit einigen Jahren als ein Ressort im Umbruch. Die Berichterstattung verlagert sich immer mehr von den klassischen Mediengattungen hin zu Online-Medien. Allerdings fehlen noch Bezahlmodelle. Für junge Wirtschaftsjournalisten ergeben sich dadurch die Chancen, nach der Ausbildung eigene Projekte zu starten. Diesen Weg sind etwa Frederik Spohr, der ein Korrespondentenbüro in Bangkok eröffnet hat, sowie Laura Frommberg, die in der Schweiz ein Online-Portal zum Thema Luftfahrt gegründet hat, gegangen.


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