Rollenverständnis

Der Aufgabenbereich des Verbraucherjournalisten ist klar umrissen: Es geht in der Berichterstattung ausschließlich um den Service für den Mediennutzer. Der Verbraucherjournalist nimmt deshalb in erster Linie die Rollen des Informierers, Aufklärers und Kritikers ein. Weitere Rollenverständnisse spielen in das Berufsbild hinein, nehmen jedoch nur eine untergeordnete Funktion ein.

Der Verbraucherjournalist als Informierer

Die wichtigste Rolle, die der Verbraucherjournalist einnimmt, ist die des Informierers. Er berichtet neutral über das jeweilige Thema, stellt Vor- und Nachteile gegenüber und gibt dem Mediennutzer wertvolle Tipps, wie er das Produkt oder die Dienstleistung bestmöglich in den Alltag integrieren kann. In der Rolle des Informierers berichtet der Verbraucherjournalist absolut neutral.

Der Verbraucherjournalist als Kritiker

Die Rolle des Kritikers geht eng einher mit der Rolle des Informierers. Zum Kritiker wird er allerdings nur bei sehr schlechten Produkten und Dienstleistungen oder wenn er das Angebot von Unternehmen bewertet, die nicht gerade für ihre Kundenfreundlichkeit bekannt sind. Beispielsweise stehen die Angebote von Verkehrsunternehmen wie der Deutschen Bahn regelmäßig in der Kritik. Der Grund: Spezialangebote sind zu bekannten Stoßzeiten wie dem Ferienbeginn oft nicht verfügbar oder die Züge so überbelegt, dass viele Fahrgäste keinen Sitzplatz finden können. In der Vergangenheit stand auch der Computerriese Microsoft häufig in der Kritik, weil neue Produkte auf den Markt gebracht wurden, die noch nicht voll ausgereift waren.

Der Verbraucherjournalist als Aufklärer

In der Rolle des Aufklärers befindet sich der Verbraucherjournalist dann, wenn er Hintergründe beleuchtet. Beispielsweise, wenn er in der Berichterstattung Zusammenhänge erläutert, die für den Verbraucher nicht auf den ersten Blick offensichtlich sind.

Der Verbraucherjournalist als Agenda-Setter

Als Agenda-Setter tritt der Verbraucherjournalist in den seltensten Fällen in Erscheinung. Diese Rolle nimmt er nur dann ein, wenn bei einem bestimmten Produkt ein wahrer Quantensprung im Vergleich zu den Vorgängermodellen erreicht wurde. Beispielsweise berichteten viele Verbraucherjournalisten bei der Markteinführung des iPhones geradezu euphorisch über die technischen Möglichkeiten dieses Gerätes, das die Welt des Mobilfunks daraufhin im Sturm eroberte und den ständig am Rande des Abgrunds agierenden Computerhersteller Apple zu einem Höhenflug an den Börsen verhalf.

Der Verbraucherjournalist als Entertainer

Lediglich im Fernsehen und in Onlinemedien nimmt der Verbraucherjournalist bis zu einem gewissen Grad die Rolle eines Entertainers ein. Hierbei geht es dem Verbraucherjournalisten allerdings nur darum, die Informationen so zu präsentieren, dass der Mediennutzer einen gewissen Unterhaltungswert genießen kann.


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