Recherche

Welche Recherchemöglichkeiten ein Verbraucherjournalist nutzen kann, hängt erheblich davon ab, welches Thema er gerade bearbeitet. Lediglich die erste Quelle, nämlich der Anbieter einer Dienstleistung oder eines Produktes, ist bei allen Beiträgen im Verbraucherjournalismus gleich.

Was liefern die Anbieter?

Obwohl die Anbieter zunächst die wichtigsten Quellen des Verbraucherjournalisten sind, geht er mit diesen Informationen besonders kritisch um. Schließlich will der Anbieter ja in erster Linie sein Produkt oder seine Dienstleistung verkaufen, diese Informationen sind also generell sehr subjektiv gefärbt. Der Journalist verlässt sich bei den Angaben des Anbieters lediglich auf die Informationen, die er jederzeit anderweitig überprüfen kann, beispielsweise technische Angaben, Abmessungen und Ähnliches. Alle weiteren Informationen dienen dem Verbraucherjournalisten lediglich als Basis für die weitere Recherche.

Eigene Erfahrung oder Expertenwissen

Anschließend ist der Verbraucherjournalist entweder selbst gefragt oder er holt Expertenwissen ein. Sofern er fachlich versiert ist, übernimmt der Verbraucherjournalist den Test selbst und holt gegebenenfalls noch weitere Meinungen von Experten ein, die seine Erfahrungen bestätigen oder um weitere Facetten bereichern können. Das ist etwa bei Softwaretests der Fall, wo der Verbraucherjournalist ohnehin selbst Anwender ist und aus eigener Erfahrung weiß, worauf es dem Mediennutzer, der sich informieren will, hauptsächlich ankommt.

Sehr häufig ist der Verbraucherjournalist allerdings auf externes Expertenwissen angewiesen. Bei einem neuen Fahrzeugmodell etwa kann der Verbraucherjournalist zwar das Fahrgefühl und das Handling beurteilen, nicht jedoch das technische Innenleben. Zu den ersten Anlaufstellen für den Verbraucherjournalisten gehören deshalb Verbraucherorganisationen wie die Stiftung Warentest, die unter Umständen bereits Tests durchgeführt haben. Falls auf diesem Weg keine weiteren Informationen verfügbar sind, gehört es zur gängigen Praxis, dass der Verbraucherjournalist von sich aus einen externen Experten anspricht.

Ein Budget für Expertenwissen ist in den Redaktionen allerdings nur in absoluten Ausnahmefällen vorhanden. Deshalb ist es eine gängige Praxis, dass der Fachmann seine fachliche Meinung einbringt und im Gegenzug ein kurzes Portrait im Rahmen der Berichterstattung bekommt. Auch hier ist der Grat etwas schmal. Denn eigentlich handelt es sich in diesem Fall um Werbung im redaktionellen Bereich. Andererseits sehen das viele Mediennutzer durchaus als willkommenen Service, weil sie erfahren, welchen Fachmann sie bei Problemen vor Ort ansprechen können.


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