Beschäftigungsformen

Abgesehen von Fachmedien und -redaktionen gibt es für Fachjournalisten kaum Möglichkeiten für eine Festanstellung. Diese beschränken sich allerdings sehr oft auf einen bestimmten Teilbereich, etwa Computer, Technik oder Reise. Der Verbraucherjournalismus ist insgesamt zu breit gefächert, als dass sich ein Medium eine eigene Redaktion für den gesamten Aufgabenbereich, der über die Produktion hinausgeht, leisten könnte. Bei Publikumsmedien werden Verbraucherthemen, die in ihren Fachbereich fallen, häufig von Journalisten aus anderen Ressorts bearbeitet.

Der Großteil der Verbraucherjournalisten arbeitet deshalb als Freelancer. Viele Verbraucherjournalisten haben sich dafür auf einen Teilbereich wie Finanzen, Computer, Auto oder Technik spezialisiert und beliefern mehrere Medien mit ihren Beiträgen.

Verbraucherjournalisten als Kolumnisten

Weiter als in allen anderen Ressorts ist im Verbraucherjournalismus der Kolumnist verbreitet. Dieser arbeitet nur nebenberuflich im Journalismus und beliefern ein Medium regelmäßig mit ihren Beiträgen. Verbreitet ist diese Form der Berichterstattung vor allem, wenn es um Themen wie Spiele- und Software-Tests, Rechtliches oder Finanzen geht.

In diesem Fall testen die Hobby-Verbraucherjournalisten die Programme, welchen ihnen kostenlos zur Verfügung gestellt wird, unter realistischen Bedingungen auf Herz und Nieren und können dem Mediennutzer dadurch wertvolle Tipps geben. Im Bereich der Finanzen oder Recht nutzen die verschiedenen Medien gern das Wissen von externen Experten wie unabhängigen Finanzberatern oder Rechtsanwälten. Diese bekommen in verschiedenen Medien oft sogar eine eigene Kolumne für Beiträge aus ihrem jeweiligen Fachbereich. Auch ohne journalistische Ausbildung halten sie sich an das journalistische Neutralitätsprinzip. Denn sie wollen ja kein bestimmtes Produkt verkaufen, sondern die Berichterstattung als kostenlose Werbemöglichkeit für sich selbst nutzen. Sie haben also primär ein großes Interesse daran, zu erreichen, dass sich der Mediennutzer von ihnen gut beraten fühlt.

Ein Beruf mit Perspektive

Langfristig gesehen können sich Verbraucherjournalisten außerdem weitere berufliche Standbeine aufbauen. Beispielsweise können sie als Moderatoren für Events, Produktpräsentationen und ähnliches aus ihrem Fachbereich fungieren. Die Voraussetzung für den Einstieg in dieses Betätigungsfeld ist, dass sie sich sowohl im Journalismus als auch bei den möglichen Geschäftspartnern einen Ruf als gute, objektive und faire Verbraucherjournalisten erworben haben. Für diese Nebentätigkeit bringen Verbraucherjournalisten geradezu ideale Voraussetzungen mit: Sie kennen alle wichtigen Informationen und wissen, wie sie diese dem Konsumenten vermitteln müssen.

Auch eine Karriere als Fachbuchautor steht dem Verbraucherjournalisten offen. Hier bietet sich der Bereich des leserorientierten Sachbuches an. Auch in diesem Fall kommt dem Verbraucherjournalisten das Wissen um die Hintergründe und die nutzergerechte Darstellung der Informationen zu Gute.


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