Mediengattungen

Die Berichterstattung im Umweltjournalismus lebt von der Sprache und von der bildhaften Darstellung. Deshalb spielt er abseits des tagesaktuellen Geschehens im Radio nur eine untergeordnete Rolle, was an der Mediengattung an sich liegt: Der Zuhörer muss sich auf sein Gehör verlassen, hat also keine Möglichkeit, erneut nachzulesen oder sich einen Sachverhalt anhand eines Bildes einzuprägen.

Der Umweltjournalismus in Printmedien

Von der Nachricht bis hin zum Kommentar ist in Printmedien nahezu jede journalistische Darstellungsform vertreten. Welche Darstellungsform der Umweltjournalist wählt, hängt in erster Linie vom Thema ab. Tagesaktuelle Ereignisse werden gern in Nachrichtenform kurz angerissen und anschließend im jeweiligen Ressort in einem ausführlichen Bericht, gegebenenfalls unterstrichen von einem Kommentar, dargestellt. Hintergründe können in Form von Infokästen und Kurzmitteilungen dargestellt werden. Diese Elemente werden von Fachjournalisten im Allgemeinen gern genutzt. Denn dadurch werden komplexe Informationen in übersichtliche Häppchen aufgeteilt und die Seite lässt sich dadurch auflockern, wirkt insgesamt also lebendiger.

Reportagen bieten sich sowohl im Mantelteil als auch im Lokalen an, wenn beispielsweise neue Rückzugsräume für die Natur eingerichtet werden. So bieten sämtliche deutschen Nationalparks ein umfangreiches Programm an, in dessen Rahmen Besucher und Umweltjournalisten die Natur hautnah entdecken können.

Umweltjournalismus im Radio

Nachrichten und Berichte sind die dominierenden Darstellungsformen des Umweltjournalismus im Radio. Umfangreiche Berichte bieten sich beispielsweise dann an, wenn sich die aktuelle Gesetzeslage im Umweltbereich ändert. Reportagehafte Elemente werden in die Berichte etwa bei Umweltkatastrophen verwendet, wenn ein Korrespondent vor Ort ist, der aus erster Hand berichten kann.

Umweltjournalismus im Fernsehen

Welches journalistische Format im Fernsehen gewählt wird, ist abhängig vom bevorzugten Format der jeweiligen Sendung. Vertreten sind prinzipiell ebenfalls alle Darstellungsformen, wobei Reportagen oder Berichte mit reportagehaften Elementen charakteristisch für das Medium Fernsehen sind. Die Darstellung durch Bilder ermöglicht es dem Zuschauer, das Thema auch visuell zu erfassen.

Ein weiteres beliebtes Format im Fernsehen sind sogenannte Expertenrunden, die bei wichtigen Themen veranstaltet werden. Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima beispielsweise wurden von verschiedenen Sendern genutzt, um Befürworter und Gegner der Atomenergie in gemeinsamen Diskussionsrunden zu Wort kommen zu lassen. Ergänzt wurde diese Runden mit Berichten zur Katastrophe und wie es dazu kommen konnte.

Umweltjournalismus im Onlinejournalismus

Onlinemedien gelten als wahre Spielwiese für Umweltjournalisten, wenn es um die journalistischen Darstellungsformen geht. Der große Vorteil, den die Online-Medien bieten, besteht darin, dass sich alle für andere Mediengattungen typischen Darstellungsformen miteinander kombinieren lassen. So lassen sich Bilder ebenso gut in den Beitrag integrieren wie Videos und Audiomitschnitte.

Online-Medien bieten darüber hinaus einen einzigartigen Vorteil, der sie von allen anderen Mediengattungen unterscheidet: Der Umweltjournalist kann seine Beiträge mit den Internetpräsenzen von Fachstellen und anderen Beiträgen zum jeweiligen Thema verlinken. Leser, die sich näher über das jeweilige Thema informieren wollen, können also direkt zu weitergehenden Informationen gelangen, ohne dass sie beispielsweise lange in Fachzeitschriften blättern müssen.

Umweltjournalismus im Fotojournalismus

Von der Technik oder der Art der Fotografie stellt der Umweltjournalismus keine besonderen Ansprüche an den Fotojournalisten. Fototechnisch kann er so arbeiten, wie er es von den jeweiligen Darstellungsformen außerhalb des Fachressorts her gewohnt ist. Die Bildredaktion sollte lediglich berücksichtigen, dass gegebenenfalls Infografiken integriert werden sollten, um das Thema für den Mediennutzer verständlicher darzustellen.


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