Recherche

Die klassischen Recherchemethoden, die der Journalist in nahezu allen anderen Ressorts anwendet, kann der Technikjournalist gar nicht oder kaum anwenden. Eine Gegenrecherche im herkömmlichen Sinn kann er beispielsweise nicht leisten, weil ihm die Voraussetzungen fehlen, um technische Anlagen oder Produkte selbst auf Herz und Nieren testen zu können.

Zu große Nähe zu den Herstellern?

Die wichtigste Recherchequelle für den Technikjournalisten sind die Hersteller. Diese liefern alle wichtigen Daten, welche der Technikjournalist für seine Berichterstattung verwendet. Diese Angaben kann der Technikjournalist selbst nur dadurch überprüfen, indem er das Gerät oder die Software selbst testet. Diese Möglichkeit ist allerdings äußerst subjektiv gefärbt und bietet nur bedingt ein neutrales Bild für den Mediennutzer.

In der Vergangenheit zeigte sich deutlich, dass kritischer Technikjournalismus so gut wie unmöglich war. Vor allem Technikjournalisten ohne technische Vorbildung liefen oft Gefahr, zu sehr in den PR-Journalismus abzugleiten, weil sie zu sehr auf die Informationen der Hersteller angewiesen waren.

Bis zu einem gewissen Grad bieten Verbraucherschutzorganisationen, Prüfinstitutionen und ähnliche Verbände eine Möglichkeit zur Gegenrecherche. Diese haben grundsätzlich auch die technischen Möglichkeiten, neue Geräte auf Herz und Nieren zu prüfen und dem Technikjournalisten eine neutrale Einschätzung zu geben.


Zurück zur Übersicht:

Portrait Technikjournalismus

Kontakt

030 81003688-0

030 81003688-9

E-Mail-Kontakt


Gesprächszeiten
Mo, Fr: 10-
12 Uhr & 14-16 Uhr
Di-
Do: 10-12 Uhr & 13-16 Uhr

Mitgliedschaft

Ihre Vorteile einer Mitgliedschaft

DFJV-Mitglieder haben es gut: Sie profitieren von hochwertigen Dienstleistungen. Für nur 95,– EUR im Jahr. Zum Beispiel:

Beratungsservice
Presseausweis
Fachpublikationen
Weiterbildung
Networking
Berufliche Absicherung
u.v.m.

Mehr