Qualitätskriterien

Dem Mediennutzer fällt dieser Punkt nicht unbedingt auf, doch der Technikjournalismus kämpft nach wie vor mit großen Qualitätsproblemen. Die Hauptursache dafür ist der doch sehr trockene Gegenstand der Berichterstattung. So ist es den Redaktionen in den vergangenen Jahren oft nicht gelungen, die relativ schwierige und komplexe Materie der Technik in eine verständliche Sprache, die für eine flüssige Berichterstattung sorgt, zu übersetzen.

Bei Technikjournalisten handelt es sich nach wie vor größtenteils um Experten aus dem Bereich der Naturwissenschaften, welche sich die journalistischen Hintergründe eher nebenbei angeeignet haben. Ihnen fällt es deshalb schwer, so allgemein verständlich zu formulieren, dass der Großteil der Mediennutzer die Zusammenhänge auch verstehen kann. Jungen Journalisten andererseits fehlt oft das notwendige Fachwissen, um die Technik, die hinter neuen Entwicklungen steckt, überhaupt verstehen zu können. Dadurch entstehen ungewollt inhaltliche Fehler und Missverständnisse.

Das Umdenken hat schon eingesetzt

Bis gegen der 1990er Jahre hinein bevorzugten die Redaktionen Berufseinsteiger, die einen technischen Hintergrund ins Volontariat mitbrachten. Bevorzugt wurden Bewerber, die ein Maschinenbau- oder Elektrotechnikstudium absolviert hatten. Fachleute wurden also von anderen Fachleuten journalistisch ausgebildet, was nicht unbedingt zu einer Steigerung der Qualität in der Berichterstattung geführt hat.

Doch seit einigen Jahren denkt man auch in den Redaktionen um und man nimmt bei Einstellungen mehr Rücksicht auf journalistische Qualifikationen der Bewerber. An vier Universitäten wurden deshalb sogar Studiengänge Technikjournalismus eingerichtet, um der schwierigen Materie und journalistischen Ansprüchen gleichermaßen gerecht werden zu können. Eine qualitative Verbesserung hat sich zwar abgezeichnet, hier ist allerdings noch eine deutliche Steigerung hin zu einem qualitativ hochwertigeren Journalismus möglich.


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