Mediengattungen

Unterschiedliche Arten der Berichterstattung haben sich in den verschiedenen Medien daraus ergeben, die relativ trockene Materie der Technik für den Mediennutzer gut, interessant und fesselnd darzustellen. Dabei haben sich für die verschiedenen Mediengattungen jeweils typische Darstellungsformen ergeben.

Technikjournalismus in den Printmedien

Printmedien berichten im Technikjournalismus schwerpunktmäßig sachlich, neutral und nüchtern in Form des Berichts. Dadurch lassen sich die wichtigen Fakten sowie der Nutzen für den Verbraucher kompakt und verständlich darstellen. Die Reportage bietet sich allenfalls bei Randthemen an, etwa wenn die Funktionsweise einer Windkraftanlage anhand eines konkreten Beispiels erklärt werden soll. Aus Gründen der Lesefreundlichkeit werden die wichtigen Fakten in einem gesonderten Infokasten präsentiert. Bei Tages- und Wochenzeitungen werden wichtige Informationen, über die aus verschiedenen Gründen nicht ausführlich berichtet werden kann, auch gern in Form von Nachrichten präsentiert.

Die Fachmedien bieten einige Möglichkeiten mehr, um Themen in Art einer Reportage zu beleuchten als Tages- und Wochenzeitungen. Weil ihnen für die Berichterstattungen einzelner Themen insgesamt mehr Platz zur Verfügung steht, können sie auch mehr Bilder unterbringen. Die bildhafte Darstellung ist in einigen Bereichen unerlässlich, weil sich der Mediennutzer nur dann ein wirklich gutes Bild machen kann.

Technikjournalismus im Radio

Im Radio wird der Technikjournalismus vor allem in Form der Nachricht und des Berichts berücksichtigt. Nachrichten werden vor allem genutzt, um über Neuheiten zu berichten. Berichte sind in erster Linie im Ratgeberteil gefragt. Zu den beliebten Themen, die auch im Radio ausführlich beleuchtet werden, gehört etwa die richtige Umrüstung des Autos für den Winter.

Eine journalistische Sonderform, in welche der Technikjournalismus hineinspielt, hat sich ebenfalls im Radio entwickelt. Wichtige Grundsatzfragen werden in Features behandelt. Diese Tradition hat 1938 begonnen, als das im Radio ausgestrahlte Hörspiel "Krieg der Welten" erstmals ausgestrahlt wurde und eine Massenpanik verursachte. In der Folge beschäftigten sich sowohl Technikjournalisten als auch Wissenschaftler mit der Frage, wie wahrscheinlich eine Invasion durch Außerirdische ist und wie sehr die Invasoren der Menschheit technologisch überlegen sein müssen. Ein weiteres beliebtes Gedankenspiel besteht darin, den aktuellen Stand der Technik auf die zukünftige Entwicklung zu übertragen. Etwa, welche Technologien aus bekannten Science Fiction-Filmen und -Serien wie Star Trek sich wohl tatsächlich eines Tages verwirklichen lassen.

Technikjournalismus im Fernsehen

Geradezu prädestiniert für das Medium Fernsehen ist die Darstellungsform der Reportage. Die Technikjournalisten können einen technischen Vorgang in Wort, Bild und mit Hilfe von Computersimulationen darstellen, also nahezu alle Sinne des Zuschauers ansprechen. Auch die Berichte in Informationssendungen werden gern durch passende Filmbeiträge aufgewertet, um dem Zuschauer eine bessere Vorstellung geben zu können.

Technikjournalismus im Onlinejournalismus

Nahezu grenzenlos sind die Möglichkeiten der Darstellungsformen im Online-Bereich. Portale mit journalistischem Anspruch halten sich an die gängigen journalistischen Formate und binden allenfalls zahlreiche Bilder oder Videos in ihre Berichte ein. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an Test- und Bewertungsportalen, die verschiedene Geräte und Anwendungen erklären, vergleichen und bewerten. Und schließlich betreiben auch verschiedene Technik-Fans eigene Portale. Hier werden die Darstellungsformen auch gerne vermischt. Für diese Art von Hobbyjournalisten tritt der Anspruch der journalistischen Neutralität zu Gunsten der Leidenschaft für die Materie zurück. Charakteristisch für die Portale ist, dass sie den Schwerpunkt auf einen Teilbereich des Technikjournalismus legen.

Technikjournalismus im Fotojournalismus

An Fotojournalisten stellt der Technikjournalismus üblicherweise keine allzu großen Herausforderungen. Die Fotografen haben ausreichend Zeit, um das Motiv so zu platzieren, dass das Bild eine gute Wirkung erzielt. Darüber hinaus brauchen sie lediglich auf die Lichtverhältnisse Rücksicht nehmen. Vielfach können sie außerdem die Fotos im Studio machen, womit sämtliche möglichen Störfaktoren so gut wie ausgeschlossen sind.


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