Themenfindung

Die Themen, über welche der Politikjournalismus berichtet, werden im Tagesgeschäft von den Regierungen, Parteien, politischen Organisationen oder Bürgerinitiativen vorgegeben. Der Politikjournalist muss deshalb zunächst die für seine Zielgruppe wichtigen Mitteilungen herausfiltern, um anschließend darüber zu berichten. Eigene Akzente kann der Politikjournalist neben der Themenauswahl auch dadurch setzen, indem er aktuelle Themen umfangreicher beleuchtet.

Der Zufall als Nachrichtenbringer

Sehr oft entstehen Top-Nachrichten im Politikjournalismus allerdings eher zufällig, schließlich lässt sich im Vorfeld oft nicht abschätzen, in welche Richtung sich ein Gespräch entwickelt. Das beste Beispiel dafür ist der Staatsbesuch des kasachischen Präsidenten im Februar 2009 in Berlin. Für die Politikjournalisten handelte es sich dabei um einen eher unwichtigen Termin.

Jedoch ließ Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Pressekonferenz eine regelrechte Nachrichten-Bombe platzen: Sie hatte die Entscheidung des damaligen Papstes Benedikt XVI. kritisiert, der die Exkommunikation von vier Bischöfen der Pius-Bruderschaft, die als ultrakonservativ gilt, aufgehoben hatte. Darunter befand sich auch Richard Williamson, der als Leugner des Holocaust bekannt ist. Merkel hatte bei dieser Gelegenheit aus dem Vatikan eine Klarstellung darüber gefordert, dass es keine Leugnung geben dürfe und einen positiven Umgang mit dem Judentum geben müsse. Dadurch wurde auf einem eigentlich unwichtigen Termin die beherrschende Schlagzeile des folgenden Tages geboren.


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