Recherche

Den Großteil der Informationen bekommen Politikjournalisten bereits so aufbereitet auf den Tisch, dass sie diese für die Berichterstattung übernehmen können. Bei Beiträgen, die von Nachrichtenagenturen bereits journalistisch bearbeitet wurden, ist das auch problemlos möglich. Anders ist die Situation bei Meldungen, die von Pressestellen, Parteien und sonstigen politischen Organisationen und Initiativen kommen.

Gegenrecherche ist wichtig

Denn Pressemitteilungen stellen einen bestimmten Sachverhalt lediglich einseitig aus der Sicht des Absenders dar. Unerlässlich für die Berichterstattung ist in diesem Fall die Gegenrecherche des Sachverhaltes. Der Grund: In den einseitig formulierten Berichten sind wichtige Informationen sehr häufig anders gewichtet als es für eine neutrale Berichterstattung nötig wäre oder wichtige Informationen fehlen komplett, weil sie die Thesen des Absenders nicht unterstützen. In diesem Fall ist eine Gegenrecherche vor der Berichterstattung unerlässlich.

Auf welche Recherchequellen greift der Politikjournalist zurück?

Der Politikjournalist greift dafür – je nach Thema – auf die unterschiedlichsten Quellen zurück. Die erste Anlaufstelle sind häufig Abgeordnete der verschiedenen Parteien vor Ort oder die Pressestellen von Behörden und Ministerien. Diese können auf das Fachwissen der zuständigen Referate und Abteilungen zurückgreifen und daher wichtige Hintergrundinformationen liefern.

Bei Entscheidungen, die bereits im Vorfeld sehr kontrovers geführt werden, sind außerdem externe Experten gefragte Recherchequellen. Bei der Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf wiesen etwa auch Politikjournalisten auf die mögliche Gefahr hin, die von der Anlage ausgehen kann. Ein aktuelleres Beispiel dafür ist der von der Wirtschaft geforderte und von Umweltschützern sowie Anwohnern heftig bekämpfte Donauausbau in Niederbayern, durch den das europaweit letzte unbebaute Teilstück des Stroms für die Schifffahrt weiter ausgebaut werden soll.

Vor allem bei Themen, die dem Bürger sehr nahe gehen, ist es die Aufgabe des Politikjournalisten, dieses möglichst umfangreich und mit allen Facetten zu beleuchten. Nur so kann er seinen Auftrag, zur Willensbildung beizutragen, auch erfüllen.


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