Allgemeine Hinweise

Ein großes Interesse für Politik und die Akteure auf der politischen Bühne ist die absolute Grundvoraussetzung für eine Tätigkeit im Politikjournalismus. Die angehenden Politikjournalisten sollten allerdings nicht nur die Verhältnisse in Deutschland sehr gut kennen, sondern auch Kenntnisse über die internationale Politik in den Beruf mitbringen. Die Chancen auf den Einstieg in den Politikjournalismus können junge Menschen außerdem steigern, wenn sie sehr gut Englisch sprechen und vielleicht noch gute Grundkenntnisse in Französisch oder Spanisch mitbringen. Auch fundiertes Wissen in der deutschen und internationalen Nachkriegsgeschichte kann sich als nützlich erweisen.

Der Grund dafür liegt darin, dass viele politische Entscheidungen, die heute getroffen werden, ihre Ursache in der Vergangenheit haben. So bestand eine Absicht bei der Gründung der Europäischen Union, die Gräben zwischen den Nationen Europas zu schließen, die das Zeitalter des Nationalismus gegraben hatte und dessen indirekte Folge die beiden Weltkriege waren. Eine weitere Absicht lag nach den Erfahrungen aus der Vergangenheit außerdem darin, Deutschland eng auf internationaler Ebene einzubinden. Deshalb müssen sich heute Politikjournalisten auch sehr stark mit dem Thema europäische Politik befassen, weil die Mitgliedstaaten der Union bereits zahlreiche Kompetenzen nach Brüssel abgegeben haben.

Welches Studium ist ideal?

Sofern angehende Politikjournalisten diese Voraussetzungen erfüllen, können sie nahezu jedes beliebige Studienfach wählen, um anschließend ein Volontariat zu bekommen. Hervorragend eignen sich allerdings Studiengänge aus dem Bereich der Wirtschaft, wo die Studenten zusätzliches Hintergrundwissen erwerben, das sie später im redaktionellen Alltag benötigen. Auch Kommunikationswissenschaften oder Journalistik werden von angehenden Politikjournalisten gern gewählt. Als Paradestudium für den politischen Bereich gilt hingegen das Studium der Politikwissenschaften.

Welche Inhalte umfasst das Studium?

Politikwissenschaft wird den Sozialwissenschaften zugerechnet, die sich allgemein mit dem gesellschaftlichen Zusammenleben beschäftigen. Die Politik als Teildisziplin der Sozialwissenschaften beschäftigt sich vorwiegend mit dem Erforschen von politischen Inhalten, Strukturen und Prozessen. Die Politikwissenschaft untergliedert wiederum untergliedert sich in die Teilbereiche "Politische Theorie", "Vergleichende Politikwissenschaft" sowie "Internationale Beziehungen. In verschiedenen Universitäten werden zusätzliche Teildisziplinen wie "Regierungslehre" oder "Politische Soziologie" angeboten. Das Studienfach wird in Deutschland an nahezu jeder größeren Universität entweder als Haupt- oder Nebenfach angeboten. Zahlreiche Studiengänge im Bereich der Politikwissenschaft sind Interdisziplinär angelegt, sodass die Studenten auch einen Einblick in andere Teilbereiche der Sozialwissenschaften erhalten.

Besonders interessant für angehende Politikjournalisten dürfte künftig die Teildisziplin der Internationalen Beziehungen sein. Ursprünglich beschäftigte sich diese vor allem mit den Beziehungen zwischen einzelnen Staaten. In den vergangenen Jahren wird jedoch verstärkt auch das Verhältnis zwischen Staat und nichtstaatlichen Einrichtungen untersucht. Zu Letzteren gehören unter anderem auch internationale Organisationen und Unternehmen. Zu den wichtigsten Inhalten dieser Teildisziplin gehört die Untersuchung von Konflikten, die in der internationalen Politik ebenfalls permanent eine wichtige Rolle spielen. Beispielsweise wird die Zusammenarbeit westlicher Staaten mit dem asiatischen Raum seit Jahrzehnten vom angespannten Verhältnis zwischen Nord- und Südkorea respektive China und Taiwan überschattet. Untersucht und unterrichtet wird in diesem Teilgebiet der Politikwissenschaft ein breites Themenfeld. Darunter auch Entwicklungspolitik, Diplomatie und Außenpolitik, also Themen, die zum Tagesgeschäft eines Politikjournalisten gehören.

Grundsätzlich gilt das Studium der Politikwissenschaft als sehr gute Grundlage für eine spätere Tätigkeit in den Medien. Etwa 20 Prozent der Politikwissenschaftler sind in der freien Wirtschaft beschäftigt, während etwa 15 Prozent für politische Organisationen, ebenfalls 15 Prozent in der Wissenschaft und etwa zehn Prozent in der öffentlichen Verwaltung arbeiten.


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