Quereinstieg

Kaum ein anderes journalistisches Ressort scheint so prädestiniert für einen Quereinstieg in den Journalismus wie der Musikjournalismus. Wer aus anderen Berufen in den Journalismus wechseln möchte, findet im Musikjournalismus insofern relativ einfache Bedingungen vor, als dass er sich von vornherein auf bestimmte Sparten spezialisieren kann. Wer sich in seiner Freizeit also sehr intensiv mit einer Musikrichtung beschäftigt und darin mehr an Hintergrundwissen aufweisen kann als der durchschnittliche Fan, kann beispielsweise einen Blog zum Thema anlegen, in dem er regelmäßig schreibt. Denn wenn der Quereinsteiger in Fachmedien oder in Publikumsmedien Fachartikel unterbringen möchte, muss er zunächst einmal seine Fachkenntnis nachweisen können. Das geht am einfachsten über Referenzen, also über bereits erfolgte Publikationen. Wenn der Quereinsteiger darüber hinaus Talent zum Schreiben mitbringt, sollte er keine Probleme haben, sich mit seinem Hobby relativ schnell zumindest einen Nebenverdienst aufzubauen.

Musikjournalismus als Studentenjob

Vor allem in Universitätsstädten bietet der Musikjournalismus Studenten Möglichkeiten, um ihr Studium zu finanzieren: Sie ziehen dann mit ihrer Kamera am Wochenende durch die Clubs der Stadt und berichten über die aktuellen Events. Diese Möglichkeiten sind vor allem in den Printmedien sehr gut, weil diese in den vergangenen Jahren Szeneseiten als regelmäßige Rubrik eingerichtet haben, um junge Leser anzusprechen. Diese Tätigkeit als freie Mitarbeiter erleichtert den Studenten außerdem möglicherweise den Einstieg in den professionellen Journalismus oder als Trendscouts, die auf der Suche nach den neuesten internationalen Trends ebenso den Fachbereich des Musikjournalismus berühren.

Reicht Expertenwissen aus?

Ohne eine fundierte journalistische Ausbildung dürfte es allerdings für Quereinsteiger, die sich auf eine bestimmte Musiksparte spezialisiert haben, sehr schwierig sein, den Musikjournalismus zum Hauptjob zu machen. Denn in sehr populären Musiksparten ist die Konkurrenz durch Kollegen sehr groß. Bei speziellen Sparten wie Jazz oder Blues hingegen gibt es zwar eine treue Fangemeinde, diese bietet jedoch nur ein Auskommen für wenige Fachpublikationen, wodurch es für Quereinsteiger schwierig ist, hier regelmäßig veröffentlichen zu können.

Der bessere Weg stellt für viele Quereinsteiger deshalb eine fundierte journalistische Ausbildung dar, mit der sie auch ihren journalistischen Background nachweisen können. Die Vorteile, die sie dadurch genießen, wiegen für viele den Nachteil auf, dass sie nicht komplett in ihrem Wunschressort arbeiten können. Denn sie sind dann nicht zwangsläufig darauf angewiesen, dass sie regelmäßig Fachartikel veröffentlichen, sondern können auch für andere Ressorts arbeiten, wenn die Auftragslage im Musikjournalismus gerade sehr dünn ist.

Den Quereinstieg können sie langfristig vorbereiten, indem sie per Fernstudium Journalismus studieren. In dem Fall müssen sie anders als beim Volontariat kein abgeschlossenes Hochschulstudium nachweisen können. Sie brauchen neben der Hochschulreife lediglich eine abgeschlossene Berufsausbildung und eine dreijährige Berufserfahrung. Dadurch können sie in ihrem erlernten Beruf bleiben, bis sie die journalistische Ausbildung abgeschlossen haben. Während des Studiums erhalten sie ohnehin einen sehr guten Blick über die Medienlandschaft in Deutschland und können ihre zweite Ausbildung dazu nutzen, um bereits erste Kontakte in die Redaktionen zu knüpfen. Auf den Fachbereich Musikjournalismus können sich die Quereinsteiger in den Kursen des Deutschen Journalisten Kollegs spezialisieren.


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