Berichterstattungsgegenstände

Beim Musikjournalismus handelt es sich im Prinzip um Kulturjournalismus, der sich jedoch ausschließlich Themen aus der Welt der Musik widmet. Zwar scheint das Feld der Berichterstattung relativ eingeschränkt, jedoch bietet der Musikjournalismus dem Journalisten so vielfältige Möglichkeiten wie kaum ein anderes Fachressort. Denn die Bandbreite der Berichterstattung reicht von der Ankündigung von Konzerten inklusive der Nachbesprechung in Form der Kritik bis hin zu aktuellen Nachrichten aus Musikverlagen oder Opernhäusern.

Welche Inhalte und Darstellungsformen von Musikjournalisten gefragt sind, hängt sehr stark vom jeweiligen Medium und der Zielgruppe ab, für die sie arbeiten. Während in regionalen Medien eher über Musikveranstaltungen, Bands und Musiker aus dem Verbreitungsgebiet des Mediums berichtet wird, werden in Fachmedien oder in Feuilletons mit einem qualitativ hohen Anspruch gern auch Diskussionen über die aktuellen Entwicklungen auf dem jeweiligen Musikmarkt geführt.

Generell umfasst der Musikjournalismus die Bandbreite von der klassischen Musik, die der Hochkultur zugerechnet wird, bis hin zu den aktuellen musikalischen Trends im Bereich der Jugendkultur. Diese Bandbreite bietet dem Journalisten die Möglichkeit, sich innerhalb des Musikjournalismus auf den Bereich zu spezialisieren, für den er sich besonders interessiert. Die meisten Musikjournalisten spezialisieren sich auf verschiedene Sparten wie Klassik, Jazz oder Pop und Rock. Allerdings müssen sie sich auch über die Sparten außerhalb ihres Spezialgebietes auf dem Laufenden halten, weil sich vor allem in den vergangenen Jahren die Grenzen fließend geworden sind.

Rock und Pop meet Klassik

Spartenübergreifende Überschneidungen sind seit einigen Jahren festzustellen, als beispielsweise die aktuellen Tourneen legendärer Bands wie der Rolling Stones Eingang in die Feuilletons fanden. Denn der renommierte Kulturbetrieb hatte Musiker aus den 1960er und 1970er Jahren fast über Jahrzehnte hinweg ignoriert. Erst seitdem Vertreter dieser Generationen als moderne Klassiker gelten, werden sie auch von Vertretern der Hochkultur wahrgenommen.

Umgekehrt gilt diese Tendenz ebenso. Beispiele dafür sind die Internationalen Filmfestspiele in Berlin oder die Wagner-Festspiele Bayreuth - beides klassische Themen des Feuilletons und für junges Publikum eher uninteressant. Nachdem Christoph Schlingensief, das Enfant Terrible der deutschen Kulturlandschaft, bei der Berlinale Jurymitglied geworden war und für die Inszenierung auf dem Grünen Hügel verantwortlich zeichnete, rückten beide Veranstaltungen auch in den Fokus einer breiteren Masse.


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