Allgemeine Hinweise

Die Begeisterung für Modethemen gilt als absolute Grundvoraussetzung für den Beruf des Modejournalisten. Darüber hinaus müssen angehende Modejournalisten allerdings noch einige weitere Eigenschaften mitbringen. Dazu gehört etwa die Bereitschaft, ungeregelte Arbeitszeiten in Kauf zu nehmen. Zudem sollten sich die Interessenten für den Beruf des Modejournalisten für aktuelle Trends und das gegenwärtige Zeitgeschehen generell interessieren. Diese Grundlagen benötigen sie etwa, wenn sie die neuesten Kollektionen der Modemacher beurteilen oder Hintergründe beleuchten wollen. Die Grundlagen für die spätere Tätigkeit als Modejournalist können sie bereits mit der Wahl des Studienfaches legen. Denn sofern sie keine Ausbildung an einer Journalistenschule, sondern ein Volontariat absolvieren möchten, wird ein Studium von zahlreichen Medien zwingend vorausgesetzt.

Welche Studienfächer eignen sich?

Design


Vor allem an Fachhochschulen, aber auch an Kunsthochschulen und -akademien wird das Studium zum Diplom-Designer angeboten. Auch an einigen Universitäten wie der Weimarer Bauhaus-Universität oder der UdK Berlin können angehende Modejournalisten Design studieren. Die Designausbildung an der Hochschule konzentriert sich jedoch nicht allein auf den Bereich des Modejournalismus. Die Studenten lernen vielmehr den grundlegenden Prozess, wie verschiedene Gebrauchsgegenstände, etwa auch Autos, Werkzeuge oder Schmuck designed werden. Falls die Studenten später in den Journalismus einsteigen wollen, können sie sich neben der Mode auch auf andere Bereiche wie etwa Designstudien von Autos oder Möbel konzentrieren und hier eine Nische im jeweiligen Medium besetzen.

Geisteswissenschaften

Eine sehr gute Alternative stellt für angehende Modejournalisten ein Studium einer geisteswissenschaftlichen Disziplin dar. Unter diesem Sammelbegriff werden etwa 40 wissenschaftliche Disziplinen verstanden, die unter anderem kulturelle, soziale oder religiöse Phänomene untersuchen. Unter anderem werden die Religionswissenschaft, die Kunstwissenschaft, die Geschichtswissenschaft, aber auch Sprachwissenschaften in diesem Bereich eingeordnet.

Für angehende Modejournalisten sind dabei die Sprachwissenschaften, vor allem aber die Kunstwissenschaft interessant. In diesem Fach wird die geschichtliche Entwicklung der bildenden Kunst untersucht. Dieses Studienfach wurde im 19. Jahrhundert entwickelt. Als einer der Väter gilt der Archäologe und Kunstschriftsteller Johann Joachim Winckelmann. Er hat bereits Mitte des 18. Jahrhunderts in zahlreichen Schriften die Kunst der Antike stilgeschichtlich untersucht und damit den Weg für das spätere Fach der Kunstgeschichte bereitet. Begründet wurde das akademische Fach von Johann Dominik Fiorillo, der an der Universität in Göttingen unterrichtete, wo anno 1799 die erste Professur für Kunstgeschichte eingerichtet wurde.

Zunächst widmeten sich Kunsthistoriker der Sicherung des Bestandes künstlerischer Werke, ihrer Zuordnung und Datierung. Heute stehen dagegen eher die Funktionen sowie die soziologische Bedeutung von Kunst und Kunstwerken im Fokus der Kunstwissenschaftler. Unterrichtet wird Kunstwissenschaft aktuell an weit mehr als 30 Universitäten in Deutschland.

Welchen Vorteil bietet das Studium?

Während die Modejournalisten beim Designstudium einen grundlegenden und tiefen Einblick in die Tätigkeit des Designers bekommen, lernen sie in den Kunstwissenschaften, kreative Arbeit im größeren gesellschaftlichen Zusammenhang einzuordnen und zu beurteilen. Diese Fähigkeiten sollten Modejournalisten in aller Regel besitzen, wenn sie die Arbeit eines Designs grundlegend bewerten wollen. Denn in Fachmedien wird vom Mediennutzer erwartet, dass der Modejournalist die Arbeiten eines Designers auch qualitativ einschätzen kann. Der Modejournalist soll qualitativ hochwertiges Design von Experimenten unterscheiden können und dies in der Berichterstattung auch angemessen gewichten. Ein weiterer Vorteil des Studiums besteht darin, dass der Modejournalist mit dieser Ausbildung nicht absolut auf den Fachbereich des Modejournalismus festgelegt ist. Er kann also durchaus auch für den Kulturteil oder andere Ressorts arbeiten, was insgesamt seine Chancen für den Einstieg in den Journalismus deutlich erhöht.


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