Recherche

Egal, ob der Medizinjournalist für Experten oder Laien schreibt, der Rechercheaufwand für einen fundierten Beitrag ist meist um einiges höher als in anderen Ressorts. Denn während ihre Kollegen aus den klassischen Ressorts etwa über Pressestellen recherchieren können, müssen Medizinjournalisten oft erst einmal herausfinden, wo sie Fachleute finden, die sie für den jeweiligen Beitrag befragen können.

Schreiben sie beispielsweise über neue Medikamente oder Therapien, sollten sie sich nicht nur auf die Informationen verlassen, die sie von den Anbietern bekommen, sondern kritisch gegenrecherchieren. So müssen sie gerade in diesem Bereich den konkreten Nutzen benennen können, etwa wie viele Menschen von der neuen Art der Behandlung tatsächlich profitieren können.

Therapieformen vergleichen

Weil es kaum eine Behandlungsmethode ohne Nebenwirkungen gibt, muss auch der eventuelle Schaden angemessen dargestellt werden können. Gerade bei neuen Medikamenten und Therapieformen sind die Risiken noch nicht vollständig bekannt, was auch in der Berichterstattung erwähnt werden muss.

Da es nahezu keine Krankheit gibt, die sich ausschließlich auf eine Art behandeln lässt, sollte der Medizinjournalist in seinem Beitrag durchaus auf alternative Möglichkeiten hinweisen und einen Vergleich ziehen. Auch welche Folgen es hat, wenn eine Krankheit unbehandelt bleibt, sollte durchaus in den Beitrag mit einfließen. Um diese Informationen zu bekommen, braucht der Medizinjournalist mindestens einen kompetenten Gesprächspartner, der im Idealfall auch die Kosten für eine neue Therapieform benennen kann. Nur so kann der Medizinjournalist den Mediennutzer umfassend über ein bestimmtes Thema informieren.

Der Medizinjournalist und die Sorgfaltspflicht

Schon aus eigenem Interesse muss der Medizinjournalist auf eine sorgfältige Recherche und Gegenrecherche achten. Denn nichts ist für einen Fachjournalisten peinlicher und schädlicher, als wenn er falsche Zahlen oder sachlich falsche Informationen in seinem Beitrag bringt. Dieser Grundsatz gilt für alle Fachjournalisten, insbesondere aber für den Medizinjournalisten, weil im schlimmsten Fall die Gesundheit eines Mediennutzers, der sich auf die Angaben verlässt, Schaden nehmen kann.


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