Quereinstieg

Wie jeder andere Bereich des Fachjournalismus bietet auch der Medizinjournalismus nahezu ideale Voraussetzungen für Quereinsteiger. Interessant ist diese Möglichkeit – sofern sie die nötigen Voraussetzungen mitbringen – grundsätzlich für alle, die in einem beliebigen Bereich der Gesundheitsbranche arbeiten, sich für Medizin und Journalismus interessieren. So entscheiden sich nicht wenige frühere Medizinstudenten, die ihr Studium nicht abgeschlossen haben, für den Beruf des Medizinjournalisten.

Für Berufstätige, die aus anderen Branchen stammen, empfiehlt sich auch bei einem grundlegenden Interesse an Medizin und Gesundheit der Umstieg in den Medizinjournalismus nicht. Der Grund dafür: Sie müssten sich sowohl das notwendige Fachwissen aneignen, um im Medizinjournalismus Fuß fassen zu können, als auch das journalistische Know-how aneignen. Beides ist zu zeitintensiv und umfangreich, als dass sich ein völlig branchenfremder die erforderlichen Kenntnisse in einem angemessenen Zeitraum aneignen könnte.

Ist ein Quereinstieg ohne journalistische Ausbildung möglich?

Da der größte Teil der Medizinjournalisten in Deutschland als Freiberufler arbeitet, brauchen Quereinsteiger keine formale Ausbildung zu absolvieren, um als Medizinjournalist arbeiten zu können. Eine gute Möglichkeit besteht für Quereinsteiger in den Medizinjournalismus beispielsweise darin, dass sie zunächst nebenbei als freie Mitarbeiter für die örtlichen Medien arbeiten. Hier können sie die ersten journalistischen Sporen sammeln und die Grundlagen der verschiedenen journalistischen Stilmittel und der Arbeitsweise aneignen und mit den Honoraren ihre Kasse aufbessern.

Sobald sie sich bei einem Medium als freie Mitarbeiter etabliert haben, können sie etwa anbieten, Gesundheitsratgeber für den Serviceteil des Mediums zu bearbeiten. Der direkte Einstieg als freier Mitarbeiter ins Fachressort ist hier ohne journalistische Ausbildung in der Regel nur mit sehr guten Referenzen möglich.

Wie bekommt der Quereinsteiger Referenzen?

Die erforderlichen Referenzen, damit der Quereinsteiger nicht nur fachlich, sondern auch journalistisch akzeptiert wird, kann er sich etwa durch die Mitarbeit an verschiedenen Online-Medien erarbeiten. Weil diese meist mit einem sehr knappen Budget arbeiten müssen, achten die Verantwortlichen weniger als die etablierten Medien auf formale Abschlüsse der Mitarbeiter, sondern in erster Linie auf die Qualität der Beiträge, die in ihrem Medium publiziert werden. Im Gegenzug für die oft niedrigen Honorare, die von den Online-Medien bezahlt werden können, werden sehr oft die Namen der Autoren genannt und sie bekommen ein eigenes Autorenprofil auf dem Portal, sofern sie regelmäßig dafür arbeiten. Das bedeutet für die Freelancer, die in den Medizinjournalismus einsteigen wollen, eine wichtige Referenz, die ihnen die Suche nach weiteren Auftraggebern erheblich erleichtert.

Quereinstieg mit journalistischer Ausbildung

Sofern Quereinsteiger in den Medizinjournalismus eine journalistische Ausbildung absolvieren wollen, können sie ein Fernstudium an Einrichtungen wie der Freien Journalistenschule mit Sitz in Berlin absolvieren. Dafür brauchen sie nicht zwangsläufig ein abgeschlossenes Hochschulstudium, weil auch Studenten mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und mindestens dreijähriger anschließender Berufspraxis akzeptiert werden. Der Vorteil an diesem Weg liegt darin, dass sie ebenfalls den Beruf nicht aufgeben müssen und während des Fernstudiums ein gesichertes Einkommen haben.

Zudem können sie die Zeit bis zum Abschluss des Fernstudiums nutzen, sich Kontakte zu verschiedenen Medien aufzubauen und vielleicht sogar schon erste Beiträge zu veröffentlichen. Ein weiterer Vorteil an dieser Variante liegt darin, dass sie eine grundlegende journalistische Ausbildung genießen und im Zweifelsfall zunächst auch für andere Ressorts arbeiten können, bevor sie sich auf die Tätigkeit als Medizinjournalist spezialisieren.


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