Mediengattungen

Eine gewisse Rolle spielt der Lokaljournalismus in allen Mediengattungen, die Gewichtung ist jedoch höchst unterschiedlich. Als Domänen des Lokaljournalismus gelten Print- und Onlinemedien.

Lokaljournalismus in den Printmedien

Dass der Lokaljournalismus in den Printmedien die größte Rolle spielt, hat sowohl historische als auch wirtschaftliche Gründe. Denn die meisten der mehr als 300 Tageszeitungen mit Lokalteil sind ursprünglich aus Lokalzeitungen hervorgegangen. Auch der Großteil der Anzeigenkunden schaltet seine Werbung nicht im überregionalen Teil, sondern im Lokalen, wo sie ihre Kunden am besten erreichen.

Der Lokalteil ist bei regionalen Tageszeitungen am ausführlichsten vertreten. Sie berichten zumindest in unregelmäßigem Turnus aus allen Gemeinden des Verbreitungsgebietes. Anzeigenblätter, die üblicherweise in einem wöchentlichen Turnus erscheinen, treffen dagegen eine etwas strengere Vorauswahl und nehmen nur die wichtigsten Ereignisse ins Blatt auf.

Lokaljournalismus im Radio

Die Berichterstattung über lokale Ereignisse erfolgt sowohl in lokalen als auch in überregionalen Radiosendern. Während erstere nahezu so umfangreich berichten wie die Tageszeitungen, berichten Letztere nur dann über Lokales, wenn das Ereignis auch überregional von Interesse ist.

Eine Ausnahme bilden Special-Interest-Sendungen. So wird beispielsweise zu Feiertagen gern über besondere Bräuche, die irgendwo im Sendegebiet gepflegt werden, beleuchtet. Eine Einschränkung bringt allerdings das Medium Radio mit sich. Die Frage, die sich Journalisten stellen müssen, lautet: Lässt sich das Thema hörergerecht aufbereiten?

Lokaljournalismus im Fernsehen

Bei überregionalen Fernsehsendern sind es vor allem die öffentlich-rechtlichen, die auch gerne über lokale Themen berichten. Die Berichterstattung erfolgt nach ähnlichen Kriterien wie beim Radio: Das Thema sollte inhaltlich zu einer Sendung passen. Für einen eigenen Beitrag, etwa in den Nachrichten, eignen sich lokale Ereignisse in den seltensten Fällen.

Regionale Fernsehsender, die meist ein größeres Sendegebiet abdecken als eine Stadt und ihr unmittelbares Umland, wählen die Themen nach ähnlichen Kriterien aus wie Anzeigenblätter. Für sie trifft eher die Bezeichnung Regionalberichterstattung zu, weil sie aus den lokalen Ereignissen nur die herausragenden Themen aufgreifen.

Onlinejournalismus

Generell haben Lokaljournalisten im Onlinejournalismus wesentlich mehr Freiheiten als bei den klassischen Medien. Das trifft auch dann zu, wenn es sich um die Onlineangebote von Zeitungen oder Sendern handelt. Diese nutzen die Online-Präsenz gerne, um aktuelle Meldungen, die in der nächsten Printausgabe schon veraltet wären, zu veröffentlichen. Aber auch die Top-Themen der kommenden Ausgabe werden gern kurz angerissen, natürlich erfolgt ein Verweis, dass in der kommenden Printausgabe ein ausführlicher Bericht folgt, was eine günstige Werbung zur möglichen Gewinnung neuer Abonnenten darstellt.

Zeitungen und Sender nutzen den Onlinejournalismus außerdem als gute Gelegenheit, um in direkten Kontakt mit den Lesern, Hörern und Zuschauern zu treten. Denn die Hemmschwelle, einen Kommentar direkt unter einem Beitrag zu posten oder sich an einer Diskussion in Sozialen Medien zu beteiligen, ist wesentlich geringer, als etwa einen Leserbrief zu schreiben.

Ein neues Medium etabliert sich

Mit Lokalblogs hat sich im Onlinejournalismus in den vergangenen Jahren eine komplett neue Mediengattung etabliert. Vertreten sind Profis hier ebenso wie Amateure. Während die einen nach strengen journalistischen Kriterien arbeiten, versuchen sich journalistische Laien auch gern an eher unüblichen Stilformen. Beispielsweise dadurch, dass sie lokaljournalistische Themen in einem Videoblog kabarettistisch aufarbeiten oder generell ihre persönliche Meinung in die Berichterstattung einfließen lassen. Einheitliche Standards haben sich in diesem Bereich des Onlinejournalismus bislang nicht etabliert.

Fotojournalismus

Im Printbereich ist es üblich, dass Lokaljournalisten die Bildberichterstattung für ihre Beiträge übernehmen. Eigene Fotojournalisten gibt es allenfalls in großen Lokalredaktionen, wo auch gewährleistet werden kann, dass der Fotojournalist ausgelastet ist.


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