Lokaljournalismus als Sprungbrett

Was für das Ressort generell gilt, gilt natürlich insbesondere auch für den einzelnen Journalisten: Er muss eine gute bis sehr gute Qualität abliefern, um dauerhaft erfolgreich als Journalist arbeiten zu können. Neben dem regelmäßigen Feedback, das Lokaljournalisten durch Leser, Zuhörer und Zuschauer, aber auch durch ihre Kollegen bekommen, steht ihnen eine ganze Reihe an Fortbildungsmöglichkeiten offen. Diese werden nicht nur von Quereinsteigern und Berufsanfängern, sondern auch von etablierten Lokaljournalisten genutzt, die bereits einige Jahre lang erfolgreich im Lokaljournalismus arbeiten.

Entsprechende Fortbildungsangebote haben prinzipiell deutschlandweit alle Zentralen der politischen Bildung in ihrem Programm. Im Bereich der Journalistenaus- und -fortbildung gelten die CSU-nahe Hans-Seidel-Stiftung mit Sitz in München sowie die Bundeszentrale für Politische Bildung. Bei dieser Einrichtung handelt es sich um eine Behörde des deutschen Innenministeriums, die 1952 gegründet wurde, um das Demokratieverständnis in Deutschland zu fördern. Heute bietet die Bundeszentrale für politische Bildung ein breit gefächertes Angebot an Publikationen, Seminaren und weiteren Veranstaltungen aus dem Bereich der politischen Bildung. Seit Mitte der 1970er Jahre bildet der Lokaljournalismus, Angebote zur Sicherung der Qualität in diesem Bereich und aktuelle Entwicklungen des Ressorts einen Teilbereich des Angebots. Mit der Drehscheibe bietet die Bundeszentrale außerdem seit 1981 ein Heft an, das sich ausschließlich an Lokaljournalisten richtet. Die Journalisten finden darin verschiedene Beispiele für die Berichterstattung im Lokaljournalismus, darüber hinaus praktische Tipps für den Alltag, eine Ideenbörse und Informationen zum Presserecht. Wenn einem Lokaljournalisten die Zeit fehlt, Seminare oder sonstige Veranstaltungen zu besuchen, können sie sich durch das Angebot der Bundeszentrale zumindest privat fortbilden.

Welche Aufstiegschancen gibt es?

Für zahlreiche Journalisten bietet der Lokaljournalismus ein Sprungbrett für die weitere Karriere. Das betrifft jedoch nicht nur junge Menschen, die am Anfang ihres Berufsweges stehen und die sich im Lokaljournalismus die ersten Sporen verdienen oder Quereinsteiger, die aus anderen Branchen kommen und im Journalismus Fuß fassen wollen. Auch namhafte und bekannte Journalisten haben zumindest für einen Teil ihres Berufslebens im Lokaljournalismus gearbeitet und sind erst später in andere Ressorts umgestiegen oder haben zu Fachmedien gewechselt.

Ein möglicher Weg für Quereinsteiger besteht darin, im Rahmen ihrer Tätigkeit als Lokaljournalist die Augen nach Themen Ausschau zu halten, die auch für andere Ressorts interessant sein können. Die Redakteure in den Lokalredaktionen, aber auch im Feuilleton oder die Verantwortlichen für Sonderthemen und Beilagen sind in aller Regel sehr froh und dankbar dafür, wenn Anregungen aus den Lokalredaktionen im eigenen Verbreitungsgebiet kommen. Für die Lokaljournalisten, die hier eigene Berichte unterbringen können, bedeutet das zudem eine gute Aufbesserung ihrer Honorare.


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