Faszination

Die besondere Faszination des Kulturjournalismus macht vor allem für junge Journalisten aus, dass sie völlig anders arbeiten müssen, als ihre Kollegen in anderen Ressorts. Gerade im Kulturjournalismus können sie ihre Aufgaben nicht vom Schreibtisch aus erfüllen, sondern verbringen einen Großteil ihrer Zeit auf Terminen und Veranstaltungen, wo sie die Gelegenheit haben, faszinierende Menschen kennenzulernen.

Je nachdem, welchen Status das Medium hat, für welches die Kulturjournalisten arbeiten oder welchen Ruf sie selbst genießen, erhalten sie Zugang zu exklusiven Veranstaltungen. Beispielsweise besuchen sie Kunstausstellungen schon bei der Eröffnung, bevor diese für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Auch zu Konzerten, hochkarätigen Theateraufführungen oder Kabarettveranstaltungen ist für Kulturjournalisten der Zutritt in der Regel kein Problem, selbst wenn die Veranstaltung schon ausverkauft ist. Denn die Veranstalter reservieren ein bestimmtes Kontingent an Karten exklusiv für Journalisten. Diese erhoffen sich – egal ob der Journalist positiv oder negativ berichtet – einen Werbeeffekt für künftige Veranstaltungen. Verlage versorgen die Kulturredaktionen und -journalisten ebenfalls großzügig mit Rezensionsexemplaren ihrer aktuellen Neuerscheinungen. Kulturjournalisten sind also stets bestens über die aktuellen Geschehnisse im kulturellen Leben informiert. Für viele junge Journalisten ist allein das schon Anreiz genug, den Beruf des Kulturjournalisten zu erlernen.

Mehr Freiheiten in der Berichterstattung

Darüber hinaus sind Kulturjournalisten sehr viel freier, was die Art der Berichterstattung angeht. Während der Mediennutzer von allen anderen Ressorts in erster Linie umfassend und möglichst sachlich informiert werden will, erwartet er vom Kulturjournalisten geradezu den persönlichen Touch. Hat ein Kulturjournalist erst einmal seinen persönlichen Stil gefunden, der beim Nutzer ankommt, kann sich der Kulturjournalist in seinem Medium sogar als regelrechte journalistische Institution etablieren. So gilt etwa der Münchner Journalist Michael Graeter, der als Vorbild für die Figur des Klatschreporters Baby Schimmerlos in der Fernsehserie Kir Royal diente, auch vielen Kulturjournalisten als Vorbild, weil er eben seinen eigenen, unverwechselbaren Stil entwickelt hatte.


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