Quereinsteiger

Der kulinarische Journalismus gilt als klassischer Fachbereich für Quereinsteiger. Die Möglichkeiten sind in diesem journalistischen Fachbereich deshalb so groß, weil es weniger auf formale Voraussetzungen, sondern vielmehr auf ein gutes Gespür und eine gute Schreibe ankommt.

Am einfachsten fällt der Umstieg in den Fachjournalismus Lokaljournalisten. Sie haben im Rahmen ihrer Tätigkeit die meisten Berührungspunkte mit den Themen, die im kulinarischen Journalismus am häufigsten gefragt sind. Deshalb können sie bereits Kontakte zu Fachmedien und Verlagen sammeln, um später vielleicht eigene Kochbücher herauszugeben.

Der Einstieg für journalistische Laien

Die Neuen Medien machen es möglich, dass journalistischen Laien der Einstieg in den kulinarischen Journalismus relativ einfach fällt. Sie brauchen nur eine freie Website und eine Software wie Wordpress und können direkt mit ihrem eigenen Food-Blog loslegen. Sofern dieser inhaltlich und grafisch gut aufbereitet ist, ergeben sich allein dadurch attraktive Verdienstmöglichkeiten. Darüber hinaus können sich über ein gutes Ranking in den Suchmaschinen durchaus Kontakte zu professionellen Kollegen aus dem kulinarischen Journalismus ergeben, wodurch sich langfristig Möglichkeiten für eine freie Mitarbeit bei einem etablierten Medium ergeben können. Ein absolutes Muss ist allerdings, dass die journalistischen Laien auch wirklich profunde Kenntnisse zur Materie haben. Besitzen sie darüber hinaus auch noch einen guten Schreibstil, steht einem dauerhaften Umstieg eigentlich nichts mehr im Wege.

Der klassische Einstieg führt über die Küche

Der weitaus größte Teil der Kulinar- bzw. Foodjournalisten besitzt eine Berufsausbildung als Koch. Es handelt sich dabei um eine dreijährige Berufsausbildung, für welche kein bestimmter Schulabschluss erforderlich ist. Sofern sich Abiturienten für diesen Ausbildungsberuf entscheiden, weil sie ihn als Sprungbrett für eine weitere Karriere nutzen wollen, können sie eine Lehrzeitverkürzung beantragen.

Falls sie eine Karriere als Kulinar- bzw. Foodjournalist ins Auge gefasst haben, können sie schon während der Ausbildung Kontakte zu Journalisten knüpfen und vielleicht auch die ersten Berichte rund um Essen und Trinken veröffentlichen. Sie haben damit zumindest schon einmal die ersten journalistischen Referenzen gesammelt, die sie später bei Redaktionen vorlegen können, um in breiterem Umfang in den kulinarischen Journalismus einsteigen zu können.

Sie müssen allerdings damit rechnen, dass es relativ lange dauern kann, bis sie komplett umsatteln können. Sie sollten nicht nur gute Berichte abliefern, sondern auch die mit der Redaktion vereinbarten Termine einhalten und ruhig auch mit ausgefallenen Ideen auffallen, um dadurch gute Referenzen zu sammeln, mit welchen sie sich bei weiteren Redaktionen für eine Mitarbeit bewerben können.

Als Alternative können sie beispielsweise interessante Rezepte sammeln und daraus ihr eigenes Kochbuch machen. Buchverlage stehen Kochbuchmanuskripten wegen des großen Interesses an der Materie grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber. Die besten Chancen haben die angehenden Journalisten übrigens bei regionalen Verlagen. Zumindest dann, wenn es ihnen gelingt, traditionelle – und vielleicht in der breiten Öffentlichkeit schon längst vergessene – Rezepte zu sammeln. Durch die Publikation eines eigenen Kochbuchs wiederum werden unter Umständen die örtlichen Medien auf den Autoren aufmerksam, der im Idealfall eine eigene Serie oder eine Kolumne bekommen kann.

Bessere Chancen für Profis?

Der langsame und kontinuierliche Aufbau eines festen Kundenstammes im kulinarischen Journalismus ist für Köche angesichts ihrer regulären Arbeitszeiten in der Küche allerdings eher schwierig. Als gute Alternative bietet sich ein Fernstudium an, wie es beispielsweise das Deutsche Journalistenkolleg und die Freie Journalistenschule anbieten. Die Zugangsvoraussetzung an diesen Berliner Fernuniversität ist nicht die Allgemeine Hochschulreife, sondern eine abgeschlossene Berufsausbildung mit anschließender, mindestens dreijähriger, Berufspraxis.

Die Teilnehmer des 12monatigen Studienganges lernen die Grundlagen des Journalistenhandwerks kennen. Während sich die Freie Journalistenschule auf den Journalismus generell und die verschiedenen Mediengattungen konzentriert, können die Teilnehmer an den Kursen des Deutschen Journalistenkollegs bereits während des Studiums ihren Schwerpunkt auf einen bestimmten Fachbereich legen. Zu den Fächern, die zur Auswahl stehen, gehören unter anderem Reisejournalismus und Kulturjournalismus.

Beides hängt mit dem Fachbereich kulinarischer Journalismus zwar nicht unmittelbar zusammen, jedoch gibt es durchaus Berührungspunkte. Kulturelle Hintergründe etwa sind auch bei Berichten über Essen und Trinken in exotischen Ländern für die Leser oder Zuschauer interessant.

Für die Kursteilnehmer bietet diese eher breit gefächerte Spezialisierung einen weiteren Vorteil: Sie sind nicht auf ein bestimmtes Fachgebiet festgelegt, sondern besitzen die Fachkompetenz, mehrere Ressorts mit Beiträgen zu beliefern. Damit erhöhen sich ihre Chancen auf einen erfolgreichen Quereinstieg in den Journalismus deutlich.


Zurück zur Übersicht:

Portrait kulinarischer Journalismus

Kontakt

030 81003688-0

030 81003688-9

E-Mail-Kontakt


Gesprächszeiten
Mo, Fr: 10-
12 Uhr & 14-16 Uhr
Di-
Do: 10-12 Uhr & 13-16 Uhr

Mitgliedschaft

Ihre Vorteile einer Mitgliedschaft

DFJV-Mitglieder haben es gut: Sie profitieren von hochwertigen Dienstleistungen. Für nur 95,– EUR im Jahr. Zum Beispiel:

Beratungsservice
Presseausweis
Fachpublikationen
Weiterbildung
Networking
Berufliche Absicherung
u.v.m.

Mehr