Mediengattungen

Da der kulinarische Journalismus in allen Mediengattungen eine wichtige Rolle spielt, haben sich im Lauf der Zeit für jedes Medium bestimmte Charakteristika entwickelt, die oft ausschließlich in dieser Mediengattung verwendet werden.

Printmedien

Kulinar- bzw. Foodjournalisten haben in Printmedien die größten Entfaltungsmöglichkeiten. Von der Glosse bis hin zur großen Reportage ist hier jede gängige journalistische Darstellungsform vertreten. Gelegentlich beleuchtet der Kulinar- bzw. Foodjournalist sogar ein Thema mit verschiedenen Darstellungsformen. Das bietet sich beispielsweise bei großen Festtagsmenüs an. Ein reportagehaft aufbereiteter Hauptbericht wird dann oft von einigen Rezepten und vielleicht einem witzigen Kommentar zum Thema flankiert.

Beliebt sind außerdem Kolumnen, die gern auch von prominenten Köchen geschrieben werden dürfen. Nicht selten nutzen sie den kulinarischen Journalismus als Aufhänger, um ihre Gedanken zu den verschiedensten Themen abschweifen zu lassen.

Radio

Der kulinarische Journalismus ist nur eine Randerscheinung der Berichterstattung im Radio. In den Nachrichten werden beispielsweise aktuelle News aus der Lebensmittelbranche berücksichtigt. Andere Formate, etwa Reportagen, werden nur zu ganz besonderen Anlässen aus diesem Bereich gesendet.

Lediglich der WDR leistet sich eine ausführlichere Berichterstattung. Den Bereich kulinarischer Journalismus deckt der freie Mitarbeiter Helmut Gote ab, der unter dem Titel "Einfach Gote" regelmäßig "on air" ist.

Fernsehen

Die Reportage oder zumindest reportagehaft gemachte Berichte sind auch hier das bevorzugte Format, wenn aus dem kulinarischen Journalismus berichtet wird. Neben diversen Kochshows kommen Kulinar- bzw. Foodjournalisten vor allem bei den Magazinen der verschiedenen Sender zum Einsatz. Wichtiger als der Informationsgehalt ist Sendern und Zuschauern allerdings der Unterhaltungswert. Wissenswertes wird in den Sendungen eher nebenbei eingestreut.

Onlinejournalismus

Als eigenständige Online-Medien aus dem kulinarischen Journalismus haben sich Food Blogs durchgesetzt, in welchen die Betreiber vor allem eigene Erfahrungen rund um das Thema Kochen, Essen und Trinken schildern. Darüber hinaus gibt es im Netz eine große Anzahl von Kritik-Seiten und Rezeptsammlungen.

Fotojournalismus

Die größte Herausforderung stellt der kulinarische Journalismus für Fotojournalisten dar. Das gilt zumindest dann, wenn für ein Rezept ein ansprechendes Bild eines Gerichts gebraucht wird. Lebensmittel stellen den Fotografen nämlich vor ganz besondere Herausforderungen. Bei starker Beleuchtung wirken Lebensmittel nämlich nicht allzu lange frisch und Schaum fällt schnell in sich zusammen. Falls möglich greifen die Redaktionen deshalb gern auf Fotos von Agenturen zurück, wo die Lebensmittel mittels Methoden des sogenannten Food Styling speziell für die Fotografie präpariert wurden oder sie improvisieren beim Fotografieren. Das können sie etwa dadurch machen, dass sie ein Foto davon machen, wie das Gericht gerade serviert wird.


Zurück zur Übersicht:

Portrait kulinarischer Journalismus

Kontakt

030 81003688-0

030 81003688-9

E-Mail-Kontakt


Gesprächszeiten
Mo, Fr: 10-
12 Uhr & 14-16 Uhr
Di-
Do: 10-12 Uhr & 13-16 Uhr

Mitgliedschaft

Ihre Vorteile einer Mitgliedschaft

DFJV-Mitglieder haben es gut: Sie profitieren von hochwertigen Dienstleistungen. Für nur 95,– EUR im Jahr. Zum Beispiel:

Beratungsservice
Presseausweis
Fachpublikationen
Weiterbildung
Networking
Berufliche Absicherung
u.v.m.

Mehr