Bedeutung

Innerhalb der Medienlandschaft hat der kulinarische Journalismus eine herausragende Bedeutung. Davon zeugen eine Vielzahl von Fachzeitschriften, Gourmetmagazinen und Fernsehshows. Auch die Tageszeitung berücksichtigt den kulinarischen Journalismus. Betreut wird der kulinarische Journalismus meist von einem oder mehreren Fachjournalisten, die in diesem Bereich ihren Schwerpunkt haben. Darüber hinaus liefern Kollegen aus anderen Ressorts oder freie Mitarbeiter unregelmäßig Berichte, beispielsweise, wenn sie privat ein interessantes Lokal entdeckt haben, das eine Berichterstattung Wert ist. Ein festes Ressort ist allerdings nicht eingerichtet. Die Veröffentlichung von Rezepten, Berichten, Tests und Reportagen erfolgt in einem geeigneten redaktionellen Umfeld oder auf regelmäßig erscheinenden Sonderseiten, etwa in den Wochenendausgaben.

Der Fachbereich in den Printmedien

Die größte Vielfalt im kulinarischen Journalismus bieten Printmedien. Qualitativ an der Spitze stehen hier neben Kochbüchern vor allem Restaurantführer wie der Guide Michelin, der alljährlich Spitzenrestaurants mit den begehrten Sternen auszeichnet. Daneben gibt es verschiedene Fachpublikationen, die sich vorwiegend an Fachleute aus der Branche richten.

Die Zielgruppe von Gourmetmagazinen sind sowohl gastronomische Betriebe als auch Laien, die sich informieren wollen oder selbst gern neue Gerichte ausprobieren. Der Unterschied zwischen Fachmagazinen und der Tagespresse, welche zu einem Großteil dieselbe Zielgruppe bedient, liegt in der Regionalität respektive Überregionalität. Denn während bei Gastromagazinen überregionale Themen im Vordergrund stehen, konzentrieren sich die Tageszeitungen vorwiegend auf ihr Verbreitungsgebiet.

Deshalb spielt der kulinarische Journalismus selbst im Lokalteil der Zeitungen eine wichtige Rolle. Beispielsweise verzichtet in Bayern keine Tageszeitung darauf, mit Beginn der schönen Jahreszeit einen großen Biergartentest zu machen oder die schönsten Ausflugslokale in der Region vorzustellen. Das dient einerseits als Service für die Leser, andererseits als Anreiz für die Gastronomen, Anzeigen zu schalten.

Die Domäne des Fernsehens: Kochshows

Ungebrochener Beliebtheit erfreuen sich Kochshows im Fernsehprogramm. Das Medium spielt hier seine Vorteile, nämlich die Kombination von Bild und Text, in vollem Umfang aus. Bei diesen speziellen Formaten tritt die journalistische Arbeit zu Gunsten der Unterhaltung etwas in den Hintergrund. Meist steht hier ein prominenter Koch am Herd, zeigt den Zuschauern, wie sie das Gericht zubereiten und erklärt die einzelnen Arbeitsschritte ausführlich. Die Zuschauer erfahren außerdem, worauf sie beim Einkauf der Zutaten achten müssen.

Neben den Kochshows wird der kulinarische Journalismus außerdem in Reise- und Verbrauchermagazinen sowie in den Nachrichten berücksichtigt. Hier orientiert sich der Fachbereich an den gängigen journalistischen Formen wie Nachricht, Bericht oder Reportage.

Kulinarischer Journalismus im Radio

Im Radio spielt der kulinarische Journalismus nur eine untergeordnete Rolle. Die Gründe dafür liegen im Medium an sich. Denn die klassischen Themen wie die Vorstellung von Rezepten, Tests oder Restaurantvorstellungen lassen sich nur schwer auf das Radio übertragen. Lediglich in einigen Randbereichen wird der kulinarische Journalismus angeschnitten. Beispielsweise im Rahmen von Reisereportagen oder bei besonderen Gelegenheiten wie dem runden Geburtstag einer bekannten Persönlichkeit aus der kulinarischen Szene. Diese werden meist in Form eines Features aufbereitet. Auch in den Nachrichten kann der kulinarische Journalismus eine Rolle spielen. Gelegenheiten waren beispielsweise die Eröffnung der ersten McDonald´s Filiale in Deutschland oder die Pleite der österreichischen Restaurantkette Wienerwald.

Kulinarischer Journalismus im Internet

In den ersten Jahren des neuen Jahrtausends schwappte ein Trend, der sich bereits ab Ende der 1990er Jahre in den USA abgezeichnet hatte, auch auf Deutschland über: Sogenannte Food Blogs, die von Laien und Fachjournalisten betrieben werden. Die Blogger widmen sich allen Aspekten rund um Essen und Trinken und bringen dabei auch persönliche Erfahrungen ein. Für die Nutzer bedeuten diese Blogs einen erheblichen Mehrwert, weil sie rasch bestimmte Rezepte finden und Tipps für die Zubereitung bekommen.


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