Rollenverständnis

Der Journalist erfüllt in der Justizberichterstattung mehrere Rollen. Zunächst einmal versteht er sich als Übersetzer. Gerade die juristische Fachsprache zeichnet sich ja dadurch aus, dass sie als besonders kompliziert und für den Laien völlig unverständlich gilt. Der Journalist muss also zunächst einmal für sich alle Fachbegriffe übersetzen, um anschließend der nächsten Rolle, nämlich der des Vermittlers, gerecht werden zu können. Dabei muss er den Sachverhalt so erklären können, dass die Zielgruppe seines Mediums diesen auch verstehen und nachvollziehen kann. Das gilt sowohl, wenn er über Gerichtsverfahren berichtet, als auch, wenn er über neue Gesetze, Änderungen und Reformen schreibt, um dem Mediennutzer die möglichen Folgen darzulegen.

Neben diesen Rollen nimmt der Journalist außerdem den Part des neutralen Beobachters ein, wenn er eine Gerichtsverhandlung bearbeitet. Selbst bei hochemotionalen Themen, die dem Journalisten auch persönlich nahegehen, gilt Neutralität in der seriösen Justizberichterstattung als oberste Priorität. Er darf keinesfalls Partei für oder gegen den Angeklagten ergreifen, auch um dem Verdacht zu entgehen, er könne möglicherweise mit seiner Berichterstattung eine Vorverurteilung erreichen. Verstößt der Journalist gegen diesen Grundsatz, kann das negative Folgen für ihn haben. Bei einem Verstoß gegen presserechtliche Grundsätze muss er sogar damit rechnen, selbst vor Gericht zu stehen.


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